tz-Unicef-Aktion: 213.341,20 Euro!

Danke, dass Sie uns durch den Winter geholfen haben

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Freya von Groote arbeitet seit fünf Jahren für Unicef im Irak und berichtet uns regelmäßig, was mit den tz-Geldern passiert und wie sich die Kinder über die Hilfe freuen.

München - Die tz-Leser haben ein großes Herz, das wissen wir schon lange. Heuer haben Sie uns wirklich sprachlos gemacht. Für die Flüchtlingskinder aus dem Irak und aus Syrien sind 213.341,20 Euro zusammengekommen.

Die tz-Leser haben ein großes Herz, das wissen wir schon lange. Denn seit über 25 Jahren unterstützen sie unsere Hilfsaktion mit Unicef für die Not leidenden Kinder. Jedes Jahr fahren wir selbst in das Krisenland und schauen uns persönlich an, was mit Ihrem Geld, liebe Leser, passiert. Denn wir wollen ganz konkret helfen und wir wissen auch – viele von Ihnen haben selbst nicht viel und geben trotzdem etwas ab. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Und wir halten seit all den Jahren unser Versprechen: Jeder Cent kommt an. Verwaltungsausgaben werden aus anderen Töpfen und durch Sponsoren gedeckt. Heuer haben Sie uns wirklich sprachlos gemacht. Für die Flüchtlingskinder aus dem Irak und aus Syrien sind 213.341,20 Euro zusammengekommen. Dank toller Partner, großartigem Engagement und wunderbarer Ideen. Zum Abschluss der Aktion Helft uns Terroropfern möchten wir Ihnen einen Überblick über alles geben, was zu diesem fantastischen Ergebnis geführt hat.

Stellen Sie sich vor, es schneit und Ihre Kinder haben weder Socken noch eine Jacke. Sie leben entweder in einer Bauruine ohne Fenster oder Türen oder in einem Zelt, das im Morast versinkt. Sie alle frieren und manchmal spendet nur der Schein einer Kerze einen Hauch von Wärme. Alle wissen, so wird es die nächsten Wochen immer sein.

Für uns ist es unvorstellbar, unter welchen Bedingungen die Familien, die im Sommer 2014 in letzter Minute vor den IS-Terroristen flohen und ihre Häuser verließen, den Winter verbracht haben.

Seit dem ersten Adventswochenende haben wir versucht, auf unseren Unicef-Seiten die Geschichten dieser Menschen zu erzählen, die unverschuldet in so große Not geraten sind. Und wir haben Ihnen, liebe Leser, gezeigt, was wir im Herbst bei den ersten großen Stürmen und Regenfällen vor Ort im Norden des Iraks erlebt haben. Fast jede Woche haben wir mit Freya von Groote, die seit fünf Jahren für Unicef im Irak ist, gesprochen, um Sie über die aktuelle Lage in Kurdistan informieren zu können.

Die Zahlen sprechen für sich: Über 2,2 Millionen Iraker sind innerhalb ihres eigenen Landes zu Flüchtlingen geworden. Insgesamt sind es mit den Terroropfern aus Syrien über 5,2 Millionen Menschen, die ohne Heimat sind. 2,6 Millionen davon sind Kinder. Unicef spricht von der größten humanitären Katastrophe seit Jahrzehnten. Deshalb haben wir diesmal so schnell wie möglich immer wieder tz-Spenden für Akuthilfe zur Verfügung gestellt.

Überall Matsch: Der Dauerregen der letzten Tage hat den Flüchtlingen in den Lagern erneut zugesetzt, die meisten Kinder haben nur noch klamme Kleidung.

Gestern zogen wir mit Freya von Groote eine Bilanz. Trotz diverser Feuerschutzmaßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass mindestens fünf Kinder in den Flüchtlingslagern verbrannt sind. „Das geht in Sekunden. Eine Kerze fällt um und dann hat man keine Chance mehr“, so von Groote resigniert. „Gott sei Dank wird es jetzt wärmer. Außerdem statten wir immer mehr Camps besser aus.“ Die gute Nachricht: Dank der vielen Winterpakete, die wir finanziert haben, ist kein einziges Kind erfroren. „Das ist fast schon ein Wunder“, erzählt die Nothilfe-Expertin.

Derzeit kämpfen die Menschen in den Lagern im Nordirak wieder gegen den Regen. „Es schüttet und schüttet; wir versinken im Matsch.“ Dazu kommt, dass die Lager übervoll sind. „Da hilft auch der Frühling nicht.“

Unicef rechnet schon jetzt mit der nächsten Flüchtlingswelle. Im Landesinnern verlieren die IS-Kämpfer erobertes Land. „Wir erwarten in den nächsten Wochen 600.000 neue Flüchtlinge und wissen nicht, wo diese Menschen unterkommen können.“

Was Unicef jetzt tut: In die Gebiete, wo derzeit Kämpfe stattfinden, werden Versorgungspakete gebracht, mit der eine Familie eine Woche überleben kann.

Gemeinsam mit Ihnen konnten wir in den vergangenen Monaten ganz konkret etwas bewegen. Und wenn es nur ein Kind wäre, das durch Ihre Hilfe heute lebt und sich auf den Frühling freut, hat sich der Einsatz schon gelohnt, finden wir. Und dafür möchten wir uns bei Ihnen, liebe Leser, noch einmal von ganzem Herzen bedanken. Wir werden auch weiter über die Kinder in den Krisengebieten berichten. Und unsere Spendenkonten sind das ganze Jahr über geöffnet. Denn die Not ist und bleibt unermesslich groß.

Was mit den tz-Spenden 2013 erreicht wurde

Jubel in der Mawts, einer Schule, in der Kinder Bildung und einen Beruf bekommen. Die tz-Spenden finanzieren diese Einrichtung mit.

Transparenz ist uns wichtig. Deshalb informieren wir Sie, liebe Leser, immer darüber, was Unicef alles mit dem Geld aus der Vorjahres-Aktion bewirken konnte. 2013/2014 haben wir für die Kinder in Bangladesch und die Opfer des Taifuns Haiyan auf den Philippinen gesammelt. 197.000 Euro standen am Ende auf dem Scheck für Unicef. Viel Geld, mit dem das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen viel bewegt hat. Auf den Philippinen haben wir mit 69.203,98 Euro vor allem Nothilfe-Maßnahmen finanziert. 6000 Kinder, die nach der Katastrophe unter Mangelernährung litten, hat Unicef mit Zusatznahrung versorgt. 213.000 Kinder konnten trotz der Zerstörungen die von Unicef unterstützten Notschulen besuchen. Inzwischen sind 1700 feste Klassenzimmer und Kindertagesstätten neu aufgebaut. In 135 Schutzzentren werden 25.000 traumatisierte Mädchen und Buben betreut.

Den Großteil des Geldes, 128.605,66 Euro, haben Sie 2013 aber für unsere Projekte in Bangladesch gegeben. Viele Kinder müssen in Textilfabriken schuften, damit wir hier in Europa beispielsweise günstig T-Shirts kaufen können. Unicef unterstützt gerade in diesem Land Projekte, die den Kindern einen Schul- und Berufsabschluss ermöglichen, damit sie zum Beispiel mit einer eigenen Nähmaschine Geld verdienen können.

Dank Ihrer Hilfe haben aber auch 2072 Kinder, die sonst keinen Zugang zur Schule hätten, an Kursen teilgenommen, die ihnen jetzt den Besuch einer regulären Schule ermöglichen.

In Bangladesch werden noch immer Frauen und Mädchen Opfer von Säureattacken. Unicef konnte jetzt 16 Opfer als Überlebensbotschafter ausbilden, die sich nun um andere Betroffene kümmern. Diese Mädchen haben bis heute schon 24 Selbsthilfegruppen initiiert und kämpfen dafür, dass die Kinder in Bangladesch eine bessere Zukunft als sie selbst bekommen. Das machen Sie mit Ihren Spenden möglich.

Dorit Caspary

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