tz-Weihnachtsaktion für Unicef in Nepal

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Katmandu - Nepal fasziniert jedes Jahr Tausende Touristen, die die Schönheit der Berge erleben. Eine Schönheit , für die viele Nepalesen blind geworden sind. Zu groß ist die Armut, zu verzweifelt sind die Verhältnisse, in denen sie leben.

Das Dach der Welt wird Nepal auch genannt. Der Himalaya und ­seine mächtigen Achttausender erheben sich majestätisch über das Land und seine Menschen.

Das Dach der Welt, es fasziniert jedes Jahr Tausende Touristen, die die Schönheit der Berge mit eigenen Augen sehen möchten. Eine Schönheit , für die viele Nepalesen blind geworden sind. Zu groß ist die Armut, zu verzweifelt sind die Verhältnisse, in denen sie leben.

Das Dach der Welt, es bietet seinem Volk keinen Schutz. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Fast 40 Prozent der Menschen müssen mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Etwa zwei Millionen Kinder sind zu schwerer Arbeit in Steinbrüchen, Fabriken oder auf dem Feld gezwungen. Fast 600 000 Kinder haben noch nie eine Schule besucht. 49 Prozent aller Mädchen und Buben sind mangel- oder schwer unterernährt.

Die Kinder vom Dach der Welt – die tz will ihnen helfen. Wie so oft haben wir uns bei unserer Weihnachtsaktion zugunsten von Unicef für Hilfsprojekte in einem Land entschieden, das derzeit nicht im Licht der Öffentlichkeit steht, das aber dringend auf Unterstützung angewiesen ist.

Unicef leistet nachhaltige Entwicklungshilfe in Nepal: Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen senkt die Kindersterblichkeit, indem es die Babys gegen die gefährlichsten Kinderkrankheiten impft. Unter­ernährte Kinder erhalten Aufbaunahrung, kranke Kinder medizinische Versorgung – und Schulkinder die Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung.

Auch Astina, das kleine Mädchen auf dem großen Foto, wird dank Unicef in die Schule gehen dürfen. Wir haben die Zweijährige und ihre vier älteren Geschwister in einem Bergdorf kennengelernt. Unicef hat dort eine Schule gebaut. Seitdem dürfen die Kinder endlich lesen und schreiben lernen. Denn Bildung ist der Schlüssel im Kampf gegen Elend und Armut.

Astinas Familie lebt in einfachsten Verhältnissen in einer kleinen Hütte, ohne Strom oder fließendes Wasser. Alle schlafen in einem Raum. Nur der Vater fehlt – wie die meisten Männer aus seinem Dorf schuftet er als Hilfsarbeiter in Indien, weil es in Nepal keine Arbeit gibt. Aber auch das, was er im vergleichsweise reichen Nachbarland verdient, reicht kaum zum Überleben. Die Weltwirtschaftskrise hat die arme Bevölkerung Nepals hart getroffen. Die Nahrungsmittelpreise sind in astronomische Höhen ­geschossen, die meisten Haushalte geben rund 60 Prozent ihres geringen Einkommens für Essen aus – in vielen Familien gibt es nur jeden zweiten Tag eine warme Mahlzeit.

Auf ihrer Reise durch Nepal haben tz-Reporterin Simone Herzner und die ehrenamtliche Münchner Unicef-Mitarbeiterin Claudia Graus viele Kinder wie Astina kennengelernt. Denn wie immer hat sich die tz persönlich von den Hilfsprojekten überzeugt, für die wir Spenden sammeln. Wir geben Ihnen unser Wort: Die Spenden kommen an! Und sie bringen Licht in die finstere Zukunft der Kinder!

In den nächsten Wochen bis Weihnachten werden wir Ihnen auf einer täglichen Sonderseite von den Erlebnissen während unserer Nepal-Reise und von den Kindern erzählen. Und wir werden Sie um Spenden bitten für die Ärmsten der Armen, die ohne unsere Hilfe nicht überleben könnten. Seit 22 Jahren organisiert die tz nun schon Weihnachtsaktionen für Unicef – und jedes Mal haben Sie, verehrte Leser, uns großzügig dabei unterstützt. Die Kinder zählen auch dieses Jahr auf Sie. Werden Sie wieder zum Lebensretter. Gemeinsam können wir die Welt bewegen.

Simone Herzner

Die Stadt hilft wieder Unicef

Unter der Schirmherrschaft von Edith von Welser-Ude sammelt auch die Stadt München wieder für Unicef. In der Stadtinfo im Rathaus können Sie nicht nur die beliebten Unicef-Grußkarten für Ihre Weihnachtspost kaufen oder den Nachwuchs vom 5. bis 10. Dezember bei der Bastelaktion mitmachen lassen, während Sie Weihnachtseinkäufe erledigen: Geben Sie am besten auch gleich nicht mehr benötigte, aber gut erhaltene Haushaltsgegenstände, Bücher, Spielsachen usw. für den guten Zweck ab. Oder auch Weihnachtsgeschenke vom letzten Jahr, die im Regal verstauben – Stadtinfo-Leiter Albert Dietrich freut sich über alle Sachen, die er bei der alljährlichen Versteigerung zugunsten von Unicef im Prunkhof des Alten Rathauses unter den Hammer bringen kann.

Bitte, helfen Sie mit einer Spende

"Ich bin der festen Überzeugung, dass ­jeder Mensch auf ­dieser Welt, der einen bekannten Namen trägt, die Pflicht hat, seine Prominenz für die Kinder in Not einzusetzen.

Ich empfinde es als meine oberste Pflicht, den Kindern, so viel ich nur ­irgendwie kann, zu helfen – und ­auch andere Menschen von einer Spende zu überzeugen. Die Zukunft unserer Welt sind die Kinder von heute. Und es sind Millionen Kinder, die unsere Hilfe brauchen.

Es sind Kinder aus Fleisch und Blut. Jedes Mädchen, jeder Junge, hat ­einen Namen, hat Gefühle, Ängste und Träume. Angesichts des Leids dieser Kinder muss ich sagen: Wir leben in einer furchtbaren Welt. ­Darum sollten wir so viel helfen, wie wir nur können. Jeder von uns sollte geben, so viel er kann.

Liebe tz-Leser, vor allem die ­Mädchen brauchen unsere Hilfe, denn sie haben noch weniger ­Chancen als die Jungen. Es macht mich traurig, dass in Ländern wie Nepal nur ein Junge etwas zählt. Die Familien dort wünschen sich ­unbedingt Söhne, in der Hoffnung, dass sie später als erwachsene ­Männer die Familie versorgen. Wenn die Frauen ein Mädchen zur Welt bringen, ist die Enttäuschung groß. Die Familien versuchen es so lange, bis endlich ein Junge das Licht der Welt erblickt. Ein Teufelskreis, denn die Eltern können ihre Kinderschar oft nicht einmal richtig ernähren, ­geschweige denn zur Schule ­schicken.

Unicef hilft allen Kindern in Not. Ganz besonders stärkt das UN-Kinderhilfswerk die Rechte der ­Mädchen und hilft, den Teufelskreis aus Armut und Diskriminierung aufzubrechen. Liebe tz-Leser: Unicef ist ein lebenswichtiger ­Partner für Millionen von Kinder. Bitte, ­helfen und spenden auch Sie."

Sir Christopher Lee

Schauspieler und Unicef-Ehrenbotschafter

Die Unicef-Konten

Stadtsparkasse München

Kto.-Nr. 263 525

BLZ 701 500 00

Commerzbank

Kto.-Nr. 326 900 000

BLZ 700 800 00

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