Über 200 Schulen nach Mers-Ausbruch in Südkorea geschlossen

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Südkoreanerinnen versuchen sich in Seoul mit Mundschutzmasken vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Foto: Yonhap

Seoul (dpa) - Angesichts der steigenden Zahl von Mers-Patienten und erster Todesfälle infolge der ansteckenden Atemwegserkrankung sind in Südkorea mehr als 200 Schulen vorsorglich geschlossen.

Die meisten der 230 betroffenen Schulen befinden sich in der nördlichen Provinz Kyonggi, in der vor zwei Wochen der erste Mers-Fall gemeldet worden war. Wie lange die Schulen geschlossen bleiben, sei unklar, sagte ein Sprecher des Erziehungsministeriums am Mittwoch. Das Ministerium hatte es zuvor den Schulen überlassen, ob sie den Unterricht vorübergehend einstellen. 

Die Zahl der bestätigten Mers-Fälle im Land stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Dienstag von 25 auf 30. Unter den fünf neuen Fällen seien vier Menschen, die direkt oder indirekt mit dem ersten Patienten in Südkorea in Kontakt gekommen waren. Bei diesem handelt es sich um einen 68 Jahre alten Mann, bei dem nach der Rückkehr von einer Nahost-Reise das Mers-Virus nachgewiesen wurde.

Am Dienstag hatten die südkoreanischen Behörden bekanntgegeben, dass eine 58-jährige Frau und ein 71 Jahre alter Mann infolge einer Erkrankung mit Mers gestorben seien. Das Mers-Virus wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Es gehört zu den Coronaviren, zu denen auch das Sars-Virus zählt, an dem bei einem Ausbruch 2003 rund 800 Menschen starben.

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