Prozesseröffnung noch unklar

14-Jährige betäubt und mehrfach vergewaltigt: Staatsanwaltschaft Ulm erhebt Anklage gegen fünf Männer

Prozess gegen mutmaßlichen Steinewerfer auf der A7
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Staatsanwaltschaft

Wiederholte Vergewaltigung: Gegen fünf Männer wurde in Ulm Anklage erhoben - sie sollen eine 14-Jährige mehrfach vergewaltigt und zuvor betäubt haben.

  • Fünf Männer aus Ulm sollen eine 14-Jährige mehrfach vergewaltigt haben.
  • Vor den Taten soll das Mädchen von ihnen betäubt worden sein.
  • Jetzt wurde Anklage erhoben.

Ulm - Die Staatsanwaltschaft Ulm hat jetzt Anklage gegen fünf Männer erhoben. Sie sollen in der Halloween-Nacht 2019 eine 14-Jährige mehrfach vergewaltigt haben. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Angeklagten das Mädchen erst an diesem Abend kennengelernt und sie dazu überredet, sie in ihre Wohnunterkunft in der Umgebung zu begleiten.

Dort soll dem Mädchen eine mit Betäubungsmitteln versetzte Flüssigkeit verabreicht worden sein. Anschließend wurde das Mädchen mehrfach vergewaltigt, wie die Staatsanwaltschaft Ulm in einer Pressemitteilung schreibt.

Wiederholte Vergewaltigung in Ulm: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Weiter heißt es, dass dem Mädchen auch am darauffolgenden Tag nochmals das Betäubungsmittel verabreicht wurde. Einer der Männer habe sie daraufhin erneut vergewaltigt.

Weil die Täter zwischen 14 und 26 Jahren alt sind, wurde die Anklage von der Großen Jugendkammer des Landgerichts Ulm erhoben. Die Männer stammen aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak - zwei von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft. Wann der Prozess eröffnet werden kann, ist laut dpa noch unklar.

Kurz nach der Tat hatte der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czischs mit einer Aussage für Diskussionen gesorgt - er sei schockiert über die Tat und dankbar für die schnelle Reaktion der Sicherheitsbehörden, frage sich aber auch, was ein 14-jähriges Mädchen nachts in Ulm wolle, wie die Südwestpresse schrieb. Noch am gleichen Tag hatte er die Aussage als missverständlich bezeichnet. „Selbstverständlich trägt das Mädchen keinerlei Schuld. Die Schuld an dieser Tat liegt ausschließlich und eindeutig bei den mutmaßlichen Tätern.“

kat mit dpa

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