Wegen Windkraftanlagen?

Umweltexperten beklagen Angriffe auf Adlerhorste

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Ein Seeadler (lat. Haliaeetus albicilla) fliegt bei Sachsendorf in Brandenburg über dem Oderbruch. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Sie sind das Wappentier Brandenburgs. Doch manchmal stehen Adler auch Windrädern im Weg. Angriffe auf ihre Horste sind die Folge.

Prenzlau (dpa) - In der Uckermark im Norden Brandenburgs häufen sich nach Angaben von Umweltexperten Angriffe auf Adlerhorste. Der uckermärkische Umweltdezernent Karsten Stornowski vermutet wirtschaftliche Interessen hinter den Attacken.

Die Tiere sollen demnach vertrieben werden, um Windräder bauen zu können. Die müssen bestimmte Mindestabstände zu den Horsten haben.

"Von Ausnahmen kann keine Rede sein", erklärte Vogelschutzexperte Lars Lachmann vom Nabu Deutschland. Bundesweit komme es im Zusammenhang mit Windkraftanlagen immer wieder zu Vertreibungen.

In Brandenburg wurde der Schutzstatus von verlassenen Nestern von eigentlich bis zu zehn auf nur noch zwei Jahre verkürzt. "Wenn die Adler jetzt vertrieben werden, könnte schon in zwei Jahren ein bislang für die Windkraft gesperrtes Areal doch genutzt werden", sagte Stornowski. Eine konkrete Zahl zu Übergriffen auf Adler in der Uckermark liegt nicht vor. Das Brandenburger Umweltministerium spricht mit Blick auf Attacken gegen Greifvögel in der Uckermark von "absoluten Ausnahmen".

Windkrafterlass mit Niststättenerlass

Nabu - Horste werden absichtlich zerstört

Rotmilan-Attacke in Hessen

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