Die erste Seite 1989

Aktion von tz und Unicef: Wie alles begann

München - Die tz hat gemeinsam mit UNICEF eine Spendenaktion für Bangladesch gestartet. Heute berichten wir dazu vom Auftakt im Jahr 1999.

Wie kommt eine Regionalzeitung wie die tz 1989 dazu, für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen eine Weihnachtsaktion auf die Beine zu stellen? Karl Schermann, heute Chefredakteur des Münchner Merkur, damals Lokalchef der tz, hatte die Idee, die Werbewirksamkeit und die Macht der tz in den Dienst einer guten Sache zu stellen. „Ich war mir sicher, dass unsere Leser eine Spendenaktion mit einem top-seriösen Partner wie Unicef sofort unterstützen würden“, so Karl Schermann. Und er wusste, dass tz-Leser auch für die Hilfe einer überregionalen Aktion zu gewinnen waren. „Die Projekte, die wir mit unseren Aktionen unterstützt haben, waren jeden Cent wert und die tz-Leser konnten von Anfang an mitverfolgen, wo ihr Geld hinfließt. In Äthiopien beispielsweise haben wir das Waisenhaus von Abebech Gobena mitfinanziert, das heute fast autark arbeitet. Dank der Spenden der tz-Leser.“

Danke im Namen der Kinder

Liebe tz-Leser,

bei der allerersten tz-Weihnachtsaktion im Jahr 1989 veröffentlichte die Zeitung zahlreiche Artikel über die Situation von Straßenkindern in Brasilien.

Damals spendeten Sie, die tz-Leser, 464 085 Deutsche Mark, um Kindern in Brasilien zu helfen. Dank Ihrer Spenden, den Spenden weltweit und der Arbeit von Unicef und vielen anderen Organisationen konnte die Situation von Kindern und Jugendlichen in Brasilien schon drastisch verbessert werden. Beispielsweise ist die Lebenserwartung von brasilianischen Mädchen und Jungen gestiegen: Ein Kind, das 1990 im Land geboren wurde, hatte eine Lebenserwartung von rund 66 Jahren. Heute wird ein Mensch in Brasilien im Durchschnitt 73 Jahre alt. Außerdem haben die Kinder und Jugendlichen in Brasilien heute viel bessere Bildungschancen als noch vor einigen Jahren. Während im Jahr 2000 nur 51 Prozent der Kinder zwischen vier und fünf Jahren in die Vorschule gegangen sind, waren es zehn Jahre später schon 80 Prozent. Von den Kindern zwischen sechs und 14 Jahren haben im Jahr 2010 sogar 96 Prozent die Schule besucht.

Doch gibt es auch weiterhin viele Herausforderungen: Beispielsweise besuchen noch nicht einmal die Hälfte der Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren eine weiterführende Schule.

Die Kinder und Jugendlichen in Brasilien sind die Schwächsten in der Gesellschaft und sind am stärksten von Armut betroffen – besonders in den nördlichen und nordöstlichen Regionen des Landes. Unicef lässt die Kinder nicht im Stich und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Buben und Mädchen eine bessere Zukunft bekommen.

Dank Ihren Spenden, liebe tz-Leser, konnten wir bereits das Leben vieler Kinder, die heute schon junge Erwachsene sind, positiv verändern. Die tz-Aktion hat dazu einen wichtigen Teil beigetragen.

Dafür danke ich Ihnen herzlich,

Ihr Gary Stahl

Leiter Unicef Brasilien

Die erste Spenderin: Etwas vom eigenen Glück abgeben

Seitdem die tz in der Weihnachtszeit zu Spenden für Not leidende Kinder aufruft, steht Habelt zuverlässig auf der Spenderliste. Mit Vornamen heißt unsere Spenderin der ersten Stunde Julia. Mit ihrer Familie lebt sie im Münchner Stadtteil Freimann. „Wir haben angefangen zu spenden, als unsere große Tochter ein Baby war“, erinnert sich die Sachbearbeiterin. „Als junge Eltern haben uns die Berichte über die Kinder in der tz sehr berührt. Wir wollten ein bisschen von unserem Glück abgeben.“

Das erste Projekt

1989 sammelte die tz Spenden für die Straßenkinder in Brasilien

Automag berät BMW-Gewinner

Mit dieser Doppelseite startete am 1. Adventswochenende 1989 die erste Unicef-Weihnachtsaktion

Wer von einem Premium-Kompaktwagen träumt, derhat einen BMW 1er vor Augen. Auf der Straße ist er so agil wie kaum ein anderer seiner Klasse, in Sachen Sicherheit kassiert der Bestseller aus München Bestnoten. Diesen Traumwagen können Sie, liebe Leser, bei unserer Weihnachtsaktion zugunsten von Unicef gewinnen. Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten einzahlen, verlosen wir einen BMW 114i im Wert von 24 680 Euro. Dabei kann sich unser Gewinner das Fahrzeug bis zu diesem Wert selbst zusammenstellen. Bei der Auswahl stehen ihm die Fachleute von der BMW-Automag München in der neuen Filiale Trudering zur Seite.

Der Fünftürer ist schon als Basismodell mit allem ausgestattet, was modernen Fahrspaß ausmacht. Serienmäßig verfügt der BMW 1er über die umfangreiche EfficientDynamics Technologie. Selbstverständlich verfügt Ihr Traumauto, das im Werk Regensburg gefertigt wird, über Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, höhenverstellbare Fahrer- und Beifahrersitze, elektrisch verstellbare Außenspiegel, ein Radio mit CD-Laufwerk, eine Klimaanlage, umfassende Sicherheitsausstattung u. a. mit Front-, Seiten- und Kopfairbags und, und, und.

Aber jetzt auf die Straße: Dort schafft es der Vierzylinder mit 102 PS dank Turboschub in 11,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Spitze liegt knapp bei Tempo 200, der Verbrauch bei 5,5 Liter je 100 Kilometer.

Wichtig: Bitte notieren Sie Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger, damit wir Sie erreichen können, falls das Los auf Sie fällt. Den Gewinner ziehen wir nach Abschluss unserer Weihnachtsaktion im Februar 2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. tz und BMW wünschen viel Glück.

So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende – und sei sie noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion „Helft den Kindern in Bangladesch“. Der Erlös geht zum Beispiel in die Slum-Schulen für Straßenkinder. Bitte geben Sie das Stichwort „Bangladesch“ an. Denn wir möchten nach wie vor auch den Opfern des Taifuns auf den Philippinen helfen (Stichwort „Taifun“).

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie automatisch von Unicef eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie deshalb im Feld „Verwendungszweck“ unbedingt Namen und Adresse an. Bitte im Feld „Empfänger“ Unicef eintragen.

Weitere Infos unter: www.tz.de/unicef

Die Spendenkonten:

- Commerzbank
Kontonummer 326 900 000
BLZ 700 800 00

- Stadtsparkasse München
Kontonummer 263 525
BLZ 701 500 00

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen, wollen Sie selbst aktiv werden, eine Veranstaltung oder Spendensammlung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary war in Bangladesch, um sich die Projekte für die Kinder anzusehen. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro ist dort gut angelegt. Sie erreichen unsere Unicef-Reporterin unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@tz.de

HypoVereinsbank spendet 5000 Euro

Danke schön für diese tolle Aktion. Bei einer Weihnachtslesung von Moderatorin Nina Ruge in der Münchner HypoVereinsbank haben die Gäste mehr als großzügig gespendet. Neben schönen Geschichten, besinnlicher Musik und einem gemeinsamen Weihnachtsbasteln der Mitarbeiter von Unicef und der HypoVereinsbank sind 5000 Euro zusammengekommen und gehen auf die tz-Konten zugunsten der Taifun-Opfer auf den Philippinen. Geld, mit dem Unicef vor Ort viel bewegen kann.

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