Aktion "Helft den Kindern in Bangladesch"

Die Müllkinder von Dhaka

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Mit einem Haken durchstöbert Masud den Abfall auf einer der größten Mülldeponien des Landes.

München - Die tz hat gemeinsam mit UNICEF eine Spendenaktion für Bangladesch gestartet: Sie arbeiten jeden Tag zwischen Bergen von Müll  - die Kinder von Dhaka.

Der Gestank ist am schlimmsten. Shakil (10), Tante Shahida (40) und Megla (5) stört die säuerlich, vergammelte Luft wenig. Ganz im Gegenteil. Neue, volle Müllcontainer heißen neues Material, das sortiert und in Geld umgesetzt werden kann. Geld, das die Familie satt macht. Die Väter und Onkel der Kinder schaufeln einen Container am Straßenrand nach dem anderen leer. Papier wird voller Akribie glatt gestrichen, Plastikflaschen sind sehr wertvoll, kommen in einen eigenen Sack, der bis zu 50 Cent bei einem Müllhändler bringt. Die machen sich die Hände selbst nicht schmutzig, fahren die Deponien der Stadt ab und sammeln dort ein.

Die größte Halde von Dhaka umfasst 20 Hektar, befindet sich am Stadtrand. In der Deponie mit dem Namen Demra wühlen täglich hunderte von Kindern und Erwachsene in den stinkenden Bergen. Musud (11) ist einer davon. Er kann sich nicht mal Schuhe leisten, um in den Müllbergen herumzusteigen. Schneidet er sich an einer Scherbe, wird sich die Wunde entzünden. Aber Musud wird weiter Müll sammeln. Schließlich geht‘s ums Überleben.

Nur ein paar Meter weiter ist auch Khadija (11) auf der Suche nach Recycling- Gut. Viele der Müllkinder sind zehn, elf Jahre alt. Unicef kümmert sich um verletzte Kinder, zeigt den anderen, wo sie als Straßenkinder Unterschlupf finden. Überall in Dhaka arbeitet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mit NGOs (nichtstaatliche Hilfsorganisationen) zusammen und unterstützt diese auch finanziell. So entseht ein Netz von Hilfe, in dem möglichst viele Kinder aufgefangen werden und sogar in die Schule gehen können.

Einige der Müllkids, die wir treffen, leben noch nicht lange in der Stadt. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben sind ihre Familien aus Dörfern in die Stadt gekommen, die Hunderte von Kilometern entfernt sind. Manche mit nicht mehr als dem, was sie am Leib getragen haben. Schuhe gehören in den seltensten Fällen dazu.

Shakils Familie hat es schon zu einer eigenen Hütte am Rande der Müllcontainer gebracht. Darauf ist der Zehnjährige stolz. Seine Mutter sieht er selten. Sie arbeitet als Haushaltshilfe bei einer Familie. Oft sieben Tage die Woche. Der Vater ist als Rikschafahrer unterwegs. Das Gefährt gehört ihm nicht, wird vom Besitzer des Fuhrunternehmens gestellt. Gibt es keine Kundschaft, gibt es auch kein Einkommen. Weil die Eltern weg sind, kümmert sich Tante Shahida um Shakil und seine Schwester Megla. Von Schule hat er eine wage Vorstellung, aber drin in einem Schulgebäude war er noch nie. Sagt: „Brauch ich nicht, ich verdiene einfach so mein Geld.“

Was er heute so verdient hat? 20 Thaka. Das entspricht rund 20 Cent. 20 Cent für einen Tag am Müllcontainer.

Vielleicht ändert Shakil ja noch seine Meinung. Wenn er Zeit hat, will er sich die Slum-Schulen von Unicef mal anschauen. Hoffentlich.

Mit jedem Shirt 3 € spenden

Sie suchen ein Weihnachtsgeschenk, mit dem Sie nicht nur sich oder Ihren Lieben eine Freude machen? Dann haben wir genau das Richtige für Sie. Um unsere Spendenaktion für Unicef zu unterstützen, gibt‘s ab sofort drei Aktionsshirts von hessnatur. Die Langarmshirts aus reiner Bio-Baumwolle kosten für Damen und Herren je 29,95 Euro, für Kinder ist das Oberteil mit Rollkragen für 17,95 Euro zu haben. Egal ob groß oder klein, Sie haben die Wahl zwischen zwei Farben. Pro Shirt gehen drei Euro auf unsere Spendenkonten und damit an die Kinder in Bangladesch.

Seit 37 Jahren steht hessnatur für Ökomode, gilt als Pionier in Sachen ökologische und soziale Standards in der Textilproduktion. Konkret heißt das, die Kollektionen aus reinen Naturfasern werden ohne Kinderarbeit und zu gerechten Löhnen hergestellt. Das Sortiment umfasst inzwischen Damen- und Herrenbekleidung, Kleiung für Kinder und Babys, Heimtextilien, Wäsche und Schuhe.

2009 ließ das hessische Unternehmen erstmals ins Bangladesch T-Shirts produzieren – in einer einzigartigen Fabrik, gegründet von Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus. Im kommenden Jahr startet hessnatur ein neues Projekt in Bangladesch.

hessnatur-Laden München, Hohenzollernstraße 10, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr.

Für 10 Euro einen BMW 114i gewinnen

Das ist doch perfekt: 10 Euro spenden und mit ein bisschen Glück ein absolutes Traumauto gewinnen. Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Unicef-Konten einzahlen, verlosen wir einen BMW 114i im Wert von 24 680 Euro, den der künftige Besitzer bei der neuen Automag-Filiale in München-Trudering auch noch selbst zusammenstellen lassen kann. Wichtig: Bitte notieren Sie Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger, damit wir Sie erreichen können, falls das Los auf Sie fällt. Der Gewinner wird nach Abschluss unserer Weihnachtsaktion gezogen.

So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion „Helft den Kindern in Bangladesch“. Der Erlös geht zum Beispiel in die Slum-Schulen für Straßenkinder. Bitte geben Sie das Stichwort „Bangladesch“ an. Denn wir möchten nach wie vor auch den Opfern des Taifuns auf den Philippinen helfen (Stichwort „Taifun“).

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie automatisch von Unicef eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie deshalb im Feld „Verwendungszweck“ unbedingt Namen und Adresse an. Empfänger ist Unicef.

Die Spendenkonten:

- Commerzbank
Kontonummer 326 900 000
BLZ 700 800 00

- Stadtsparkasse München
Kontonummer 263 525
BLZ 701 500 00

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen, wollen Sie selbst aktiv werden, eine Veranstaltung oder Spendensammlung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary war in Bangladesch, um sich die Projekte für die Kinder anzusehen. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro ist dort gut angelegt. Sie erreichen unsere Unicef-Reporterin unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@tz.de

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