Schauspielerin appelliert: "Wir alle können etwas tun!"

UNICEF: Salma Hayek bei den Flüchtlingskindern

Salma Hayek bei den Flüchtlingskindern: Mit Khadija (r.) hat sie ein Bild gefertigt, auf dem sie ihren Körperumriss um den des Mädchen malen ließ. Ihre Botschaft: Wir Großen beschützen euch Kleine.

Sie war in Kalkutta bei den Slumkindern, in Sierra Leone und vielen anderen Ländern, wo sie Kinder in großer Not gesehen hat. Dieses Jahr will Schauspielerin Salma Hayek die syrischen Flüchtlingskinder unterstützen.

Für ein paar Tage reiste die Tochter eines libanesischen Vaters in dessen Heimat, um sich im Bekaa-Tal selbst ein Bild von der Lage zu machen. "Noch nie hat mich eine Situation so emotional mitgenommen wie der Moment, als die Kinder angefangen haben zu singen", erzählt Schauspielerin Salma Hayek. "Die Anstrengung der Kinder zu spüren, einen Weg zurück ins Leben zu finden, ihre Stimmen zu hören, das hat mich fast zusammenbrechen lassen", so die Mutter einer acht Jahre alten Tochter. Gerne hätte Salma Hayek (Frida, From Dusk till Dawn) geweint, aber sie hat sich zusammengerissen, Stärke gezeigt. Sie wollte die Kinder doch zum Lachen bringen, nicht zum Weinen.

Salma Hayek nahm sich viel Zeit für die Kinder, spielte und lachte mit ihnen. Khadija war ganz begeistert: "Ich kannte sie zwar nicht, aber ich finde, sie ist eine ganz tolle Frau"

Mit Khadija (10) hat sich die 49-Jährige besonders angefreundet. Das Mädchen leidet an Diabetes, genau wie Salma Hayek als Kind. "Sie hat mich verstanden und wusste gleich wie es ist, wenn man sich immer müde fühlt und wenn man keine Süßigkeiten essen darf", sagt Khadija. Gemeinsam haben die beiden ein Kunstwerk geschaffen. Salma Hayek legte sich auf eine Plane und ließ ihren Umriss zeichnen. Dann legte sich Khadija auf die Plane und wurde von der Schauspielerin umrahmt. "Sie hat mir erklärt, dass sie mich in ihrem Bild haben möchte, als Zeichen, dass ich immer einen Platz in ihrem Herzen haben werde", erzählt das syrische Mädchen. 

Khadija.

Seit vier Jahren lebt es mit seiner Familie nun in einem Behelfslager im Libanon. Am Anfang dachte sie, dass sie bald wieder nach Syrien könne. Aber inzwischen glaubt Khadija nicht mehr daran. Ganz im Gegenteil. Das Leben wird von Jahr zur Jahr härter. Trotz ihrer Krankheit arbeitet sie auch im Sommer bei über 30 Grad zehn Stunden auf dem Kartoffelacker. Pausen darf sie keine machen. "Sonst kommt der Aufseher, schlägt uns und droht damit, uns aus dem Lager zu vertreiben." Khadija hätte einfach gerne ihr altes Leben in Syrien zurück: "Ich war glücklich, hatte Spaß, bin in die Schule gegangen. Jetzt bin ich immer müde, so wahnsinnig müde." Ihr einziger Lichtblick ist das Unicef-Kinderschutzzentrum. "Wenn ich keine Doppelschichten machen muss, komme ich sofort nach der Arbeit hierher." Um zu lernen und für ein paar Stunden Kind zu sein. Das Bild von ihr und Salma Hayek ist für alle sichtbar aufgehängt. "Sie war so nett zu uns allen, ich mag sie wirklich sehr", schwärmt Khadija. Die wenigen Stunden mit dem Star wird sie nicht vergessen. 

Die Schauspielerin hat ihr Mut gemacht. Sie auch unterstützt, fest an ihren Traum, einmal als Ärztin zu arbeiten, zu glauben. Die Zehnjährige will unbedingt wieder zur Schule gehen. "Ich stehe auf der Warteliste und bekomme hoffentlich bald einen Platz." Nach ihrem Besuch im Libanon hat Salma Hayek einen Appell verfasst: "Millionen Kindern aus Syrien wird ihre Kindheit geraubt, ihre Heimat und alles, was sie lieben. Was mich mit am meisten betroffen hat ist, dass viele nicht zur Schule gehen können und stattdessen arbeiten müssen. Aber allen Widerständen und schrecklichen Erlebnissen zum Trotz geben sie ihre Hoffnung nicht auf. Wir alle können etwas dafür tun, dass hier keine verlorene Generation heranwächst und die Arbeit von Unicef unterstützen."

Spenden Sie

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion Bei uns daheim ist Krieg – Kinder auf der Flucht. Wir helfen vor Ort. Der Erlös geht an die Kinder im Libanon, die durch den Krieg des IS in Syrien alles verloren haben – ihr Zuhause und ihre Zukunft – und trotzdem hoffen, bald wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Gemeinsam mit Unicef und Ihnen, liebe Leser, wollen wir diese Kinder vor allem mit ganz konkreten Bildungs- und psychologischen Betreuungsprojekten unterstützen und ihnen so ein kleines Stück Normalität und Kindheit in ihrer zerstörten Welt geben. Aber vor allem: die Hoffnung auf ein friedliches Leben daheim in Syrien.

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit über 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt, so übernimmt beispielsweise der Münchner Telekommunikationsdienstleister multiConnect GmbH alle Gebühren für Ihre Telefonspende.

Die Spendenkonten

Commerzbank:

IBAN: DE78 7008 0000 0326 900000 

BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München:

IBAN: DE70 7015 0000 0000 263525

BIC: SSKMDEMM

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