Helfen Sie Flüchtlingshelfern

tz-Aktion mit UNICEF: Kampfjets haben unser Zuhause zerbombt

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Alltag in der Altstadt von Homs: Kinder spielen zwischen den Trümmern, während ein Vater Wasser auf einem Fass mitten auf der Straße abkocht.

München - In Syrien herrscht Bürgerkrieg und besonders davon betroffen sind wie so oft die Unschuldigen: Mit tz und UNICEF können Sie den Flüchtlingskindern mit einer Spende helfen.

"In ganz Syrien gibt es keinen einzigen sicheren Ort für Kinder“, sagt Hanaa Singer, Leiterin von Unicef Syrien. Im fünften Jahr nach Beginn des Bürgerkrieges fürchten die Eltern jeden Tag um das Leben ihrer Kinder , wenn sie auf der Straße spielen, wenn sie – falls überhaupt noch möglich – in die Schule gehen, wenn sie nachts im Bett liegen.

Allein 2014 wurden mindestens 60 Schulen bei Angriffen getroffen. Im September dieses Jahres starben in einem Unicef-Kinderzentrum in Aleppo sechs Jugendliche, 19 Kinder verloren ihr Leben auf einem Spielplatz in Homs. Ingesamt sind inzwischen mindestes 11 000 Kinder während des Konflikts getötet worden. Doch nicht nur Heckenschützen, Fassbomben und Granaten fordern fast täglich neue Opfer. Die Familien haben nicht mehr genug Wasser und Essen. Verletzungen und Krankheiten können nicht mehr behandelt werden.Mit jedem Tag, den der Bürgerkrieg andauert, werden die Kinder weitere grausame Erfahrungen machen. Wenn sie überhaupt überleben.

Viele Familien sind mehrfach vertrieben worden

Viele Familien in Syrien sind bereits mehrfach vertrieben worden im verzweifelten Versuch, in ihrer Heimat zu bleiben. Und viele kämpfen nach wie vor darum, in Syrien leben zu können. Die Flucht in ein anderes Land oder nach Europa ist der letzte Ausweg.

Besonders Kinder sind von dem Bürgerkrieg betroffen.

Azis Saedoon el Madi stammt aus dem syrischen Rakka, wo französische Kampfjets derzeit gleich mehrere Hochburgen des IS attackieren. Er hat mit seiner Familie eine Odyssee im eigenen Land erlebt, ist mal bei Verwandten untergekommen, mal bei Freunden dort, bis er es mit seinen fünf Buben und Mädchen in den Libanon geschafft hat. Das ist über ein Jahr her. Eine erwachsene Tochter lebt noch in Aleppo, ihr Haus ist zur Hälfte zerbombt. Eine Seite des Gebäudes hat keine Wände mehr. „Am Anfang dachten wir, es würde nur für ein paar Wochen sein und die Lage würde sich schon wieder beruhigen“, erzählt der 40-Jährige. „Doch es wird immer aussichtsloser. Alles ist zerstört bei uns in Rakka, da können wir doch nicht zurück“, sagt der Familienvater verzweifelt.

Rund vier Millionen Syrer mussten fliehen

Rund vier Millionen Syrier (Gesamtbevölkerung rund 20 Millionen) haben ihre Heimat verlassen, die meisten davon suchen Hilfe in den Nachbarländern, zum Beispiel im Libanon. Dort leben inoffiziell rund zwei Millionen Flüchtlinge, obwohl das Land selbst nur 4,5 Millionen Einwohner zählt. Würde man die Zahlenverhältnisse auf Deutschland übertragen, würden hier 27 Millionen Flüchtlinge leben.

Das Lager, in dem sich Azis e Madi aus ein paar Holzlatten und Planen ein Zuhause gezimmert hat, besteht seit vier Jahren. Inzwischen besteht ein Aufnahmestopp. Alle 400 Plätze in den 40 Zelten sind voll. Die meisten Menschen hier wissen inzwischen, dass sie noch länger ausharren müssen. Sie versuchen, Arbeit zu finden. Während der Erntezeit helfen sie auf den Feldern, im Winter gibt es aber kaum eine Chance auf ein Einkommen. „Immer wieder reden wir hier darüber, wie es wohl in Europa wäre, ob wir dort wohl Arbeit finden können.“ Aber letztendlich bleiben alle da. „Wir wollen doch nach Syrien zurück, jeden Tag denke ich an meine Heimat, jeden einzelnen Tag.“

Dorit Caspary

Alltag der syrischen Flüchtlinge 2015

  • 6,5 Millionen Syrer – davon 3,5 Millionen Kinder – sind Vertriebene im eigenen Land.
  • Mindestens 11 000 Kinder wurden getötet.
  • Drei Viertel der Menschen leben in Armut.
  • Nur noch die Hälfte der Menschen hat Zugang zu sauberem Wasser.
  • 6000 Schulen sind zerstört.
  • Nur eins von drei Krankenhäusern funktioniert.
  • 4,2 Millionen Flüchtlinge sind aus Syrien in die Nachbarländer geflohen.
  • 142 479 Mädchen und Buben wurden seit 2011 als Flüchtling geboren.
  • 700 000 Flüchtlingskinder aus Syrien in den Nachbarländern gehen nicht zur Schule.
  • Die Kinderarbeit nimmt massiv zu: In manchen Regionen trägt fast die Hälfte der Flüchtlingskinder zum Familieneinkommen bei – oft sind sie die Hauptverdiener.
  • 2797 schwerste Fälle von Kinderrechtsverletzungen sind dokumentiert – ein Bruchteil der tatsächlich begangenen Taten.

10 Euro spenden – Traumpreise gewinnen

Für all unsere Leser ist es seit Jahren eine Herzenssache, die tz-Weihnachtsaktion zugunsten von Unicef zu unterstützen. Immer waren sie großzügig und gemeinsam haben wir viel erreicht. Einer unserer Spender hatte jedes Jahr besonderes Glück und wurde zum Beispiel als Gewinner eines Autos gezogen. Noch nie haben sich so viele Menschen für Menschen in Not eingesetzt wie jetzt – für die syrischen Flüchtlinge hier bei uns in Bayern, aber auch vor Ort in deren Heimat. Deshalb möchten wir dieses Jahr nicht nur einen Preis unter allen Lesern, die mindestens zehn Euro spenden, verlosen, sondern gleich drei Gewinne im Gesamtwert von über 15 000 Euro. Wie Sie, liebe Leser, vielleicht bald mit Costa auf Kreuzfahrt in die Karibik gehen, Inhaber eines neuen Trenoli-Pedelecs oder eines Loewe-Smart-TV werden, lesen Sie hier:

Sie möchten online bei Unicef spenden? Hier finden Sie den direkten Zugang zu unseren Spendenkonten.

Sie möchten per Telefon spenden? Mit einem Anruf unter der Nummer 089/44 333 444 spenden Sie einmalig 10, 15 oder 30 Euro, die von Ihrer Telefonrechnung abgebucht werden.

Sie möchten an der Verlosung teilnehmen? Wichtig: Bitte notieren Sie Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger, auf Ihrer Online-Überweisung, oder geben Sie diese Daten bei Ihrem Spendenanruf an. Damit wir Sie erreichen können, falls das Los auf Sie fällt. Die Gewinner unserer Preise ziehen wir nach Abschluss unserer Spendenaktion im Februar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie selbst aktiv werden, eine Veranstaltung oder Spendensammlung für unsere Aktion organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary war im Libanon, hat die Flüchtlingskinder besucht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dort dringend gebraucht und ist gut angelegt. Unsere Unicef-Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@tz.de.

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