Unicef-Schule in Niger

Badaria möchte Lehrerin werden: „Danke, dass ich lernen darf“

+
Badaria rechnet, schreibt und liest für ihr Leben gern.

Mit Ihrer Spende - sei sie noch so klein - unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion „Wir  helfen in Niger“. Gemeinsam mit Unicef und Ihnen möchten wir den Buben und Mädchen im zweitärmsten Land der Welt eine Zukunft schenken.

Jeden Morgen verlässt Badaria ihr Zuhause mit einem Lächeln. Es geht zur Schule. „Ich freue mich immer auf den Unterricht. Für mich ist das der schönste Teil des Tages“, erzählt das acht Jahre alte Mädchen. Ihr Weg ist nicht allzu weit, also kann sie vor und nach der Schule noch  im Haushalt helfen. Ihre Aufgabe ist es, sich um die Tiere zu kümmern. Badaria füttert die drei Ziegen, zwei Schafe und zwei Hühner. Papa Ibrahim ist stolz auf seine Tochter. Wie auch auf seine anderen sechs Kinder. Sein ältester Sohn  hat es sogar schon zum Direktor einer Grundschule geschafft. „Bildung ist wichtig, wenn man etwas werden will. Ich weiß, auch wenn ich nur ein einfacher Bauer bin“, so der 55-Jährige. „Wir sind dankbar, dass unsere Kinder alle in die Schule gehen können und dass wir noch genug zu essen haben, dass der Hunger erträglich ist.“ Ibrahim arbeitet nicht nur auf seinen Feldern, er verdient sich bei einem Unternehmen, das Dünger herstellt, etwas dazu. „Ohne diese Arbeit, könnten wir nicht überleben.“

Bilder: Das beschwerliche Leben der Kinder in Niger

Roufaida(1) ist krank und hat Fieber, ihre Mutter sucht Hilfe im Gesundheitszentrum. © Islaman Abdou/Unicef
Nahrhafte Erdnusspaste soll die unterernährten Kinder wieder aufpäppeln. © Islaman Abdou/Unicef
Alleine können die Kinder die Tütchen mit der wertvollen Nahrung nicht essen, ihre Mütter unterstützen sie. © Islaman Abdou/Unicef
tz-Redakteurin Dorit Caspary besucht das Krankenhaus für unterernährte Kinder.  © Islaman Abdou/Unicef
Das rote Maßband zeigt: Djamilou (16 Monate alt) ist stark unterernährt. © Islaman Abdou/Unicef
Die Wassereimer werden von Ochsen aus dem Brunnen gezogen, Wasser holen ist Aufgabe der Kinder. © Islaman Abdou/Unicef
Drei Geschwister holen mit einer umfunktionierten Plastikplane Wasser aus einem Brunnen. © Islaman Abdo u/Unicef
Armai (7) schleppt Wasserkanister. © Islaman Abdou/Unicef
Die Mädchen in Niger wollen zur Schule gehen. © Islaman Abdou/Unicef
Oft ist der Weg zur Schule viele Kilometer lang. Eltern haben Angst, dass ihren Kindern auf dem Weg etwas passiert und verbieten ihnen den Schulbesuch. © Islaman Abdou/Unicef
Claudia Graus, stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland, im Gespräch mit den Offiziellen des Bezirks. Sie will wissen, was die Kinder am nötigsten brauchen. © Islaman Abdou/Unicef
Sollte im Alter von knapp 15 Jahren heiraten: Loutana. Jetzt hilft sie ihrer Mutter im Haus. © Islaman Abdou/Unicef
Durch Krankheit hat Ramatou (12, 2.v.r.)  die Stimme verloren. Ihre Freundinnen haben für sie eine eigene Zeichensprache entwickelt. Sie wollen später mal Geld mit gestrickter Babykleidung verdienen. © Islaman Abdou/Unicef
Dort Caspary begleitet Gambo Mounia bei seinem Gang durchs Dorf. Er ist quasi der Hausarzt im Dorf, ist von Unicef als Gesundheitsarbeiter ausgebildet worden. © Islaman Abdou/Unicef
Sueba (24) hofft, dass ihr Mädchen überlebt. Sie hat bereits drei Kinder nach der Geburt verloren. © Islaman Abdou/Unicef
Frühchen auf der Intensiv-Station des Bezirkskrankenhauses in Maradi, das hauptsächlich von Unicef finanziert wird. © Islaman Abd ou/Unicef
Unicef-Vorstand Claudia Graus besucht eine Grundschule und lernt die ersten Wörter in der Landessprache. © Islaman Abdou/Unicef
Badaria (8) freut sich jeden Tag, dass sie in der Unicef-Schule lernen kann. © Islaman Abdou/Unicef
Claudia Berger (Unicef Deutschland) schaut sich den Unterricht in den Schulen an. © Islaman Abdou/Unicef
Unicef stattet die Kinder mit Schulmaterial und Rucksäcken aus. © Islaman Abdou/Unicef
Gemeinsames Spiel nach der Schule mit einem alten Reifen. © Islaman Abdou/Unicef
Aufklärung in einem Dorf. Die Familien hören aufmerksam zu, sie lernen, wie sich Krankheiten ausbreiten und wie man das verhindern kann. © Islaman Abdou/Unicef
Die Kinder lassen sich von Unicef-Vorstand Claudia Graus deutsche Fingerspiele zeigen. © Islaman Abdou/Unicef
Erdnussernte © Islaman Abdou/Unicef
Mütter mit ihren kranken Kindern warten auf eine Behandlung im Krankenhaus. © Islaman Abdou/Unicef
Alle Kinder werden gemessen und gewogen. © Islaman Abdou/Unicef
Das Maßband zeigt deutlich: Der Bub ist gefährlich unterernährt. © Islaman Abdou/Unicef
Die Waage im Gesundheitszentrum: ein Plastikeimer, in den die Kinder hineingesetzt werden. © Islaman Abdou/Unicef
Claudia Berger (Unicef Deutschland) inspiziert die Medikamente und Produkte, die in Niger im Einsatz sind. © Islaman Abdou/Unicef
Malariaprophylaxe ist besonders während und direkt nach der Regenzeit wichtig. © Islaman Abdou/Unicef
Bassirou (10) arbeitet anstatt in die Schule zu gehen. Er fertigt Lehmbriketts, die für den Hausbau verwendet werden. © Islaman Abdou/Unicef
Knochenarbeit: Bassirou (10) schleppt die Lehmziegel zu einer Eselkarre. © Islaman Abdou/Unicef
Nach katastrophalen Regenfällen haben viele Familien ihr Zuhause verloren. Vor allem die Bewohner in der Nähe des Flusses Niger hat es hart getroffen. © Claudia Berger/Unicef
Das war einmal ein Zuhause für 9 Personen. Die Flut hat alles zerstört. © Claudia Berger/Unicef
Zarah Gadu (Mitte) und ihre acht Kinder stehen nach der Flut vor dem Nichts. © Claudia Berger/Unicef
Viel Spaß haben die Kinder mit den tz-Ballons. Ein Spielzeug, dass die meisten noch nie gesehen haben. © Islaman Abdou/Unicef
Danke liebe tz-Leser, dass Ihr uns helft! © Islaman Abdou/Unicef

Die meisten der Kinder träumen von Berufen wie Krankenschwester, Polizist oder Lehrerin

Trotzdem strahlt der Familienvater Zuversicht aus. „Ich will, dass meine Familie glücklich ist.“ Badaria ist es in der Schule. „Ich bin dankbar, dass ich lernen darf“, sagt das Mädchen. Unicef finanziert Großteile der Schule, hat eine Latrine gebaut und einen Wasserhahn. So haben alle Kinder wenigstens die Möglichkeit, etwas zu trinken, wenn sie schon den ganzen Tag nichts essen. Oft fällt es den 68 Mädchen und Buben der zweiten Klasse schwer, sich in dem stickigen Raum zu konzentrieren. Sie teilen sich 18 Schulbänke. Trotzdem  hören sie aufmerksam zu und versuchen so viel wie möglich zu lernen. Die meisten der Kinder träumen von Berufen wie Krankenschwester, Polizist oder Lehrerin. Wie Badaria. Sie möchte später in einem Gymnasium arbeiten. „Es ist bestimmt spannend, wenn man komplizierte Sachen erklären kann. Und die Fächer im Gymnasium sind sehr kompliziert“, erklärt Badaria ganz ernst.

Vor und nach der Schule füttert Badaria die Ziegen, zwei Schafe und zwei Hühner der Familie und hilft bei der Hirse-Ernte.

In der Dorfschule hat sie nur eine Tafel und ein paar Kreidestummel, mit denen sie arbeitet. Zu Hause holt sie ihren wertvollsten Besitz hervor. Zwei Schulhefte, einen Bleistift und einen Kugelschreiber. Damit übt sie Schönschrift. „Das muss ich können, wenn ich Lehrerin bin.“ Manchmal arbeitet sie noch zwei Stunden daheim in ihren Heften, bittet dann ihren Vater, sie abzufragen, ob sie alles richtig verstanden hat. Gerade nehmen die Kinder in der Schule das Datum durch. Badarias Lehrerin ist sehr zufrieden mit ihrer Schülerin: „Sie ist sehr fleißig, immer aufmerksam und besonders in Mathematik begabt. Sie kann schon sicher im Zahlenraum bis 100 rechnen.“ Badaria weiß auch schon, was sie mit ihrem ersten Gehalt als Lehrerin machen wird: „Ich habe nur zwei Kleider, eines davon ist zerissen, deshalb hätte ich gerne ein neues, schönes Kleid.“ Der ganz normale Wunsch eines kleinen Mädchens. 

Embed-Code

Es gibt verschiedene Wege zu spenden

Per Überweisung: Stichwort Niger

Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Empfänger ist Unicef

Per Online-Formular: Klicken Sie hier!

Die Spendenkonten

Commerzbank IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München IBAN: DE70 7015 00000000 263525 BIC: SSKMDEMM

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Für 10 Euro Nissan Qashqai gewinnen

Unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines unserer Spendenkonten überweisen, verlosen wir einen Nissan Qashqai im Wert von 22.780 Euro - zur Verfügung gestellt von den Münchner Nissan-Händlern. Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Gewinner wird nach Abschluss der Spendenaktion gezogen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nissan Qashqai zu gewinnen

Alle Informationen rund um die Spendenaktion finden Sie auf unserer Themenseite.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen? So erreichen Sie Unicef-Reporterin Dorit Caspary: Telefon 089/5306 512 und E-Mail dorit.caspary@tz.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Polizist erschießt Gorilla mit Maschinenpistole - Tierärztin war machtlos
Polizist erschießt Gorilla mit Maschinenpistole - Tierärztin war machtlos
„Unwort des Jahres" gewählt: Greta Thunberg dürfte drastische Begründung gefallen
„Unwort des Jahres" gewählt: Greta Thunberg dürfte drastische Begründung gefallen
Verrücktes Foto verwirrt User: Hübsche Mädels lenken von skurrilem Detail ab - sehen Sie es?
Verrücktes Foto verwirrt User: Hübsche Mädels lenken von skurrilem Detail ab - sehen Sie es?
Mann scrollt bei Google Maps über England - plötzlich macht er eine rätselhafte Entdeckung
Mann scrollt bei Google Maps über England - plötzlich macht er eine rätselhafte Entdeckung

Kommentare