In Shorts: Brite kämpft um Hundeleben im Eis-Fluss

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Essex - Der Hund von Malcolm Jarvis will einfach auf dem Eis tollen - doch er bricht in einen Fluss ein. Ohne zu zögern startet sein Herrchen eine wagemutige Rettungsaktion.

Als Paul Wenborne (52) aus dem englischen Essex an einem Fluss entlang spaziert, traut er seinen Augen kaum: Auf dem spärlich zugefroreren Gewässer robbt ein Mann. Nur in Unterhosen bekleidet versucht dieser verzweifelt, einen Hund aus dem eisigen Wasser zu ziehen.

Der todesmutige Hunderetter ist Malcolm Jarvis. Sein Hund Bentley ist wenige Augenblicke zuvor eingebrochen und kämpft im eiskalten Wasser um sein Leben.

Für den Besitzer gibt es keine Alternative: Ohne weiter darüber nachzudenken, zieht sich der Engländer bis auf die Unterhose aus und eilt seinem in Not geratenen Jack Russel Terrier zu Hilfe: „Ich zog schnell meine Klamotten aus und begab mich auf das Eis." Der 48-Jährige versucht, sich seinem Hund Bentley zu nähern.

Doch auch er muss auf die harte Tour lernen, dass das Eis auf dem Fluss Stour nicht dick genug ist, um große Lasten zu tragen. Das Eis knistert - und auch Jarvis bricht ein. "Mein Körper war voller Adrenalin. Ich kann mich gar nicht mehr an die Kälte erinnern." Doch Hund und Herrchen haben mehrere Schutzengel. "Ich griff nach Bentley und brachte uns beide in Sicherheit.“

Paul Wenborne verfolgt die Rettungsaktion vom Ufer aus. „Ich beobachtete die Szene mit zwei Freunden. Das war törichter Mut. Wir konnten gar nicht glauben, was wir da sahen“, erinnert sich Wenborne.

Auch bei der Feuerwehr stößt die Tierliebe nicht nur auf Begeisterung: „Dieser Rettungsversuch war ungemein gefährlich. Auch wenn das Eis einen soliden Eindruck macht, ist es an manchen Stellen nur so dünn wie eine Eierschale", erklärt Feuerwehrmann Stuart McMillan. "Wer ins Wasser einbricht, läuft Gefahr unter die Eisplatten zu geraten und zu ertrinken. Bereits nach wenigen Minuten gäbe es keine Rettung mehr.“

Malcolm Jarvis jedoch verteidigt seine Rettungsaktion: „Bentley versuchte verzweifelt zurück ans Ufer zu gelangen. Doch er schaffte es nicht aus eigener Kraft. Meine Familie und ich konnten nicht tatenlos zusehen, wie sein kleiner Kopf immer wieder unter Wasser sank. Die beißende Kälte ließ ihn langsamer werden. Wir konnten ihn doch nicht einfach sterben lassen.“ 

Jarvis erklärt weiter: „Ich weiß, dass Bentleys Rettung im Nachhinein unverantwortlich wirkt. Doch unser Hund ist ein Familienmitglied. Jeder andere Hundebesitzer hätte wahrscheinlich dasselbe getan.“

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