Alle Infos im News-Ticker

Unwetter in Italien: Video zeigt Ausmaß der Zerstörung

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Rapallo in Italien: Boote wurden nach schweren Unwettern an Land gespült.

Ein Unwetter versetzte fast ganz Italien in einen Alarmzustand. „Wir dürfen die Geschädigten nicht alleine lassen“, fordert ein Politiker. Wer soll helfen? Alle Infos im News-Ticker.

  • Schwere Unwetter mit Starkregen und Sturm hatten Italien über Tage im Griff.
  • Rund 30 Menschen kamen im Norden und Süden des Landes bisher ums Leben.
  • Zahlreiche Gebäude, Häfen und Straßen waren überflutet oder wurden komplett zerstört.
  • Die Regierung verspricht Hilfen und Maßnahmen in Höhe von 900 Millionen Euro.

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Unwetter in Italien: Video zeigt Ausmaß der Zerstörung

Update vom 14. November 2018 14.38 Uhr: Ein Video auf Twitter zeigt erneut das Ausmaß der Zerstörung, die das Unwetter in Rapallo ausgelöst hat. In dem Video sieht man zahlreiche zerstörte und teilweise gesunkene Boote und Jachten im Hafen der Gemeinde. Die Stadt in der Nähe von Genua traf es besonders schlimm. Der „Segelreporter“ berichtet, dass manche Quellen von bis zu 300 zerstörten Booten ausgehen.

Unwetter in Italien: Wie den betroffenen Gebiete jetzt geholfen werden soll

Update vom 14. November 2018: Wie die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ berichtet, hat Herbert Dorfmann, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Südtiroler Volkspartei, am Montag im EU-Parlament die Aktivierung des europäischen Solidaritätsfond gefordert. „Der Sturm und die Überschwemmungen Ende Oktober haben in Südtirol, im Trentino und in Belluno Schäden verursacht, die über viele Jahre hinweg spürbar und sichtbar sein werden. Wir dürfen die Geschädigten nicht alleine lassen“, sagte er.

Die Europäische Kommission hat den EU-Solidaritätsfonds 2002 in Leben gerufen, um Mitgliedsstaaten nach großen Naturkatastrophen schnell finanzielle Unterstützung zukommen lassen zu können. Seitdem wurde der Fonds nach Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben, Unwettern und Dürre 80 Mal aktiviert. Über fünf Milliarden Euro sind bis heute in 24 europäische Länder geflossen. In Italien kamen nach den Erdbeben in Molise, Abruzzen, Emilia Romagna und nach den Überschwemmungen im Veneto im Jahr 2010 insgesamt 2,5 Milliarden Euro zum Einsatz.

Unwetter in Italien verwüsten Strand - Video zeigt Zerstörung

Update vom 13. November 2018: Die Unwetter der vergangenen Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Am Wochenende trafen Sturm und Regen unter anderem auf Sizilien. Nach und nach wird das Ausmaß der Schäden sichtbar. Dort, wo vor wenigen Wochen noch Einheimische und Urlauber am Strand lagen, ist jetzt teilweise eine Spur der Verwüstung zu sehen. 

Viele Fotos und Videos in sozialen Netzwerken dokumentieren die Zerstörungen. Auf Instagram veröffentlichte gestern ein Nutzer ein Video aus Pozzallo in Sizilien. Der Mann steht am Strand und filmt einmal um sich herum. Zu sehen sind unter anderem große Palmen, die entwurzelt im Sand liegen.

Unwetter treffen Mazara del Vallo in Sizilien: 30 Boote zerstört

12. November 2018: Am Wochenende traf das Unwetter die sizilianische Fischerstadt Mazara del Vallo. Am Montag Vormittag hat der Bürgermeister Nicola Cristaldi laut dem „Giornale di Sicilia“ eine Sondersitzung einberufen. Die Bilanz bisher: 30 zerstörte Boote, davon wurden etwa zehn Boote für den Fischfang genutzt. Aber auch Häuser und Geschäfte seien beschädigt worden. Grund war die Überflutung des Flusses Mazaro nach schweren Regenfällen. 

Ein Instagram-Video zeigt, wie ein Fischerboot von den gewaltigen Fluten davongetragen wird.

Bürgermeister von Rapallo schlägt Alarm 

11. November 2018: Die schweren Unwetter der letzten Tage sind vorerst vorbei, erst jetzt wird das gesamte Ausmaß der Schäden sichtbar. Rapallo in Liguren steht vor einem ungewöhnlichen Problem: Der Schutt der zerstörten Luxusyachten verstopft Wasserleitungen in der Stadt, wie „La Stampa“ berichtet. Sieben Kanäle sind betroffen, wie Rapallos Bürgermeister Carlo Bagnasco in einem Video schildert. 

Luxusküste massiv zerstört

Update vom 10. November 2018: Die italienische Riviera mit ihren mondänen Luxusorten Portofino und Santa Margherita ist durch die Unwetter der letzten Tage schwer beschädigt. Ein Video der Region Ligurien zeigt die massiven Zerstörungen entlang einer der schönsten Küsten der Welt.

In Portofino haben die Wassermassen sogar den Boden der Piazza Martiri dell'Olivetta angehoben. Ein gewaltiger Riss zieht sich über den berühmten Platz. 

Unwetter in Italien/Sizilien: Vermisster tot aufgefunden

Update vom 9. November 2018: Die schweren Unwetter in Italien/Sizilien forderten ein weiteres Todesopfer. Die italienische Polizei fand auf einem überschwemmten Weinberg in Roccamena, südlich von Palermo, eine Leiche. Bei dem Todesopfer, das von einem Hubschrauber aus ausfindig gemacht wurde, handelt es sich um den vermissten Giuseppe L.. Der 40-jährige Arzt wurde seit dem 3. November vermisst, wie das italienische Nachrichtenportal ViaggiNews berichtete.

Seit Anfang November wüteten in Italien schwere Stürme, Gewitter und Starkregen, die unter anderem zu Überschwemmungen und zerstörten Wäldern führten. Bisher kamen dabei rund 30 Menschen ums Leben.

Unwetter in Italien: Aufräumarbeiten in Südtirol dauern Jahre - Riesige Wasserhose vor Genua

Update 18.39 Uhr: Nach schweren Unwettern in weiten Teilen Italiens hat Regierungschef Giuseppe Conte Soforthilfen für die betroffenen Regionen angekündigt. Insgesamt solle das Kabinett in seiner nächsten Sitzung die Bereitstellung von 153,5 Millionen Euro freimachen, sagte Conte am Mittwoch im Parlament. Der Ministerpräsident kündigte außerdem an, dass die Regierung in den kommenden drei Jahren 900 Millionen Euro in die Vorbeugung von Naturkatastrophen stecken will.

Update 16.21 Uhr: Das heftige Unwetter in Italien lässt noch nicht nach. Nach einigen Stunden Ruhe wurden in vielen Regionen des Landes wieder die Alarmstufen Gelb und Orange ausgerufen. Grund dafür sind neue schwere Regenfälle und Gewitter, die das Land bedrohen. 

Ein besonderes Phänomen sorgte in Genua für Aufregung. Vor der Küste der Stadt in Ligurien hat sich am Dienstag eine riesige Wasserhose gebildet, die für Angst unter den Bürgern gesorgt hat. Das berichtet die italienische Tageszeitung Corriere della Sera am Mittwoch. Viele haben das spektakuläre Ereignis mit Bildern dokumentiert, die dann auf den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Zum Glück ist es zu keinen Schaden gekommen: Die Wasserhose ist weit entfernt von der Stadt geblieben und die Lage hat sich in wenigen Minuten wieder normalisiert.

Update 7. November, 11.51 Uhr: Das Unwetter, das Italien in den vergangen Tagen heimgesucht hatte, sorgte auch in Südtirol für schwere Schäden. Nach ersten Schätzungen von Experten sollen in der Region rund eine Million Kubikmeter Holz von umgestürzten und entwurzelten Bäumen am Boden liegen, das jetzt aufgeräumt werden muss. Stärke Sturmböen hatten in den norditalienischen Wäldern gewütet. Die Aufräumarbeiten sollen nach ersten Einschätzungen drei Jahre dauern, das berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Auch in der Provinz Belluno in Venetien hat das Unwetter erhebliche Schäden, auch in den Wäldern angerichtet. Millionen von Bäumen wurden abgeknickt und stürzten unter anderem auch die Hänge hinunter. So wurde der Fluss Piave auch zum Symbolbild für das Ausmaß des Unwetters im Norden von Italien. Ein von der Feuerwehr veröffentlichtes Bild zeigt das ganze Ausmaß des Schadens. Die Wasseroberfläche ist unter den Massen an Holz fast nicht mehr zu erkennen. 

Dieses von der italienischen Feuerwehr zur Verfügung gestellte Foto zeigt umgestürzte Bäume, die den Fluss Piave hinuntertreiben.

Angelo Borrelli, der Chef des italienischen Zivilschutzes, sprach schon am Wochenende im Hinblick auf Belluno von einer „apokalyptischen Lage“. Insgesamt sollen zwischen Südtirol und Venetien etwa 14 Milllionen Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen sein. 

Tausende trauern auf Sizilien um die vom Hochwasser getötete Familie

Update 6. November, 16. 31 Uhr: Drei Tage nach dem Tod von neun Mitgliedern einer Familie bei der Überflutung ihres Hauses auf Sizilien haben ihnen tausende Menschen das letzte Geleit gegeben. Große Menschenmengen applaudierten auf der Straße, als die Särge mit den Flutopfern am Dienstag zur Kathedrale der Inselhauptstadt Palermo gebracht wurden.

Dort erinnerten die Trauergäste mit weißen Luftballons an die Todesopfer, zu denen auch drei Kinder im Alter von einem, drei und 15 Jahren zählen. Die Familie war in ihrem Landhaus in Casteldaccia nahe Palermo infolge eines Unwetters vom Hochwasser überrascht worden.

Trauergäste in Palermo erinnern mit weißen Luftballons an die Todesopfer des Hochwassers.

Unwetter in Italien/Sizilien: Schweigeminute in ganz Palermo

Zu Beginn der Trauerfeier um 11.00 Uhr gab es in ganz Palermo eine Schweigeminute für die Flutopfer. Die Geschäfte in der Stadt blieben bis zum Ende der Zeremonie geschlossen. Durch die Unwetter in Italien in der vergangenen Woche waren insgesamt mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.

Unwetter in Italien/Sizilien: Wut über die Behörden

Auf Spruchbändern an Geschäften in der Nähe der Kathedrale standen Botschaften wie "Palermo weint" und "Sizilien, steh auf und kämpfe" zu lesen. In der Bevölkerung herrscht Wut über die Behörden, weil viele der Todesfälle während der Unwetter vom Wochenende auf illegal errichtete Bauten zurückzuführen sind.

Dramatische Bilder nach Unwettern in Italien: Drohne zeigt Ausmaß der Zerstörung

Update 6. November, 12. 31 Uhr: Die Feuerwehr aus Genua hat ein Drohnenvideo veröffentlicht, das das Ausmaß der Zerstörung nach den Unwettern in Italien zeigt. Darauf sind die zerstörten Häfen und Straßen in Rapallo zu sehen: 

Unwetter in Italien: Dramatische Details zum Todeshaus auf Sizilien - neue Infos vom Brenner

Update 5. November, 20.46 Uhr: Nach den schweren Unwettern in Italien sollten Reisende insbesondere an Berghängen sehr vorsichtig unterwegs sein. Der Verkehr sei mancherorts durch Überschwemmungen und nach Murenabgängen eingeschränkt, erläutert der ADAC. Die Brennerautobahn A 22 sei inzwischen aber wieder frei. Besonders von Unwettern betroffen war nach Angaben des Deutsche Reiseverbandes (DRV) die Region Trentino-Südtirol. Auch in Belluno in Venetien gab es schwere Verwüstungen, Stromausfälle sowie zeitweise kein Trinkwasser.

Flut-Tragödie von Sizilien löst Debatte über illegales Bauen aus

Update 5. November, 15.58 Uhr: Das Unglückshaus in Casteldaccia auf Sizilien, in dem neun Familienmitglieder ums Leben gekommen sind, hätte so nie gebaut werden dürfen. Das Landhaus war ohne Genehmigung viel zu nah an einem Flussufer erbaut worden und hätte längst abgerissen werden müssen, sagte der Bürgermeister des Ortes am Montag. Die behördliche Abrissanordnung von 2008 sei aber einfach ignoriert worden.

Casteldaccias Bürgermeister Fabio Spatafora beklagte sich über das weit verbreitete Problem des Bauens ohne Baugenehmigung. Seine Verwaltung habe wenig Handlungsspielraum, wenn die Besitzer die Aufforderungen zum Abriss ignorierten: "In diesem Fall muss die Stadt das Anwesen kaufen oder es selbst abreißen lassen", sagte er. "Oft hat sie dafür aber nicht das Geld - so wie Casteldaccia."

Unwetter in Italien: Zwei Familien fast komplett ausgelöscht

Update 5. November, 9.02 Uhr: Die schweren Unwetter in Italien dauerten auch am Wochenende an und forderten immer mehr Todesopfer. Allein auf Sizilien kamen bei Überschwemmungen innerhalb weniger Stunden mehr als zehn Menschen ums Leben. Dramatische Szenen spielten sich in Casteldaccia nahe Palermo ab, wo zwei Familien fast komplett ausgelöscht wurden, als das Hochwasser eines Flusses ein Landhaus flutete. 

Seit einer Woche haben die Unwetter das Land fest im Griff, rund 30 Menschen starben bisher. Wegen der Schäden wachsen im Norden die Sorgen vor einer schwierigen Wintersport-Saison.

Unwetter in Italien: Monsterwelle durchbricht Restaurantfenster 

18.35 Uhr:Wie gewaltig die Kraft der Wassermassen in Italien war, zeigt ein Video, aufgenommen in einem Restaurant in Arenzano nördlich von Genua. Die Monsterwelle drückt gegen die Glasfront des Lokals und bringt die Scheiben zum Bersten. Unter der Wucht brechen die Glasscheiben und das Wasser fließt unaufhaltsam in das Lokal. Mehrere Menschen, darunter auch die Restaurantbesitzerin, mussten behandelt werden.

18.05 Uhr:  Nach den verheerenden Unwettern in Italien ist die Zahl der Toten landesweit auf über 30 gestiegen. Auf der süditalienischen Insel Sizilien starben allein in der Nacht zum Sonntag mindestens zwölf Menschen durch Überschwemmungen, darunter neun Mitglieder einer Familie, die in ihrem Landhaus nahe Palermo ums Leben kamen. In sechs Regionen Italiens galten weiterhin Sturmwarnungen. Der sizilianische Staatsanwalt Ambrogio Cartosio sprach nach einem Flug über Casteldaccia von einer "totalen Katastrophe". Die Behörden leiteten Ermittlungen ein, um zu klären, ob die Häuser nahe des Flusses den rechtlichen Sicherheitsvorschriften entsprachen.

Video: 15-jähriger versucht seine kleine Schwester zu retten

11:33 Uhr: Bei Überschwemmungen auf Sizilien sind weitere Menschen getötet worden. Zwei Italiener, die in Deutschland lebten, starben, als ihr Auto in der Provinz Agrigent von Wassermassen erfasst wurde. Das sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach es sich bei den Toten um Deutsche handele.

Unwetter in Italien: Neun Leichen aus geflutetem Haus geborgen - auch Kinder unter den Opfern

News vom 4. November 2018, 8.21 Uhr: Die schweren Unwetter in Italien haben weitere Todesopfer gefordert. Taucher bargen in der Nacht auf Sonntag bei einem „dramatischen Einsatz“ neun Leichen aus einem gefluteten Landhaus auf Sizilien, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Das Unglück geschah demnach unweit von Palermo in Casteldaccia. Dort war der Wasserpegel eines Flusses wegen der heftigen Regenfälle in der Region rapide angestiegen, wie italienische Medien berichteten. Bei den Toten handele es sich um Angehörige zweier Familien, unter den Opfern seien auch kleine Kinder.

„Eine entsetzliche Tragödie hat uns getroffen“, sagte der Bürgermeister von Casteldaccia, Giovanni Di Giacinto, laut der Nachrichtenagentur Ansa. Der Fluss habe nie eine Gefahr dargestellt. Ansa berichtete zudem von einem weiteren Toten, der im sizilianischen Vicari gefunden worden sei.

Die Situation im Norden des Landes hatte der Chef des Zivilschutzes am Samstag als „apokalyptisch“ bezeichnet. Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern hatten Schneisen der Verwüstung in Wälder gerissen, Straßen wurden durch Erdrutsche verschüttet. Vielerorts fehlten Strom und Trinkwasser. Am Sonntag wollte Innenminister Matteo Salvini die betroffene Region Venetien besuchen.

Unwetter in Italien: Deutsche Urlauberin von Blitz erschlagen

News vom 3. November 2018, 8.35 Uhr: Bei den schweren Unwettern in Italien ist eine deutsche Urlauberin ums Leben gekommen. Die 62-Jährige sowie eine 87-jährige Frau seien am Freitag auf der Insel Sardinien von einem Blitz erschlagen worden, teilten die Behörden mit. Die Frau sei auf der zu Sardinien gehörenden Insel San Pietro von einem Blitz getroffen worden, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor dem Unglück am Freitagnachmittag sei die Frau mit ihrem Mann und ihrem Sohn unterwegs gewesen, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und ADNkronos. Die drei waren laut Ansa zu einer Trekking-Tour aufgebrochen, als das Wetter noch gut war. Als das Gewitter aufzog, hätten sie sich auf den Rückweg zum Auto gemacht. Dann sei die Frau von dem Blitz getroffen und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden.

Damit stieg die Zahl der Toten der seit Tagen andauernden Unwetter in Italien auf mindestens 20 an. Seit Wochenbeginn herrschen in weiten Teilen Italiens Unwetter mit Starkregen und Sturm. Besonders betroffen ist der Norden des Landes. In der nordöstlichen Region Venetien wurden bei einem schweren Sturm am Donnerstag hunderte Bäume entwurzelt. "Es ist wie nach einem Erdbeben", sagte der Gouverneur der Region, Luca Zaia. Teile der Dolomiten glichen einer Landschaft "wie auf dem Mond". 160.000 Menschen seien zudem ohne Strom.

Wellen treffen auf das Ufer des Küstenortes Portofino

News vom 2. November 2018, 11.55 Uhr: Sizilien kommt einfach nicht zur Ruhe. Während der Katastrophenschutz schon die nächste Warnung für Palermo und Agrigento herausgegeben hat, liegen die Straßen in Sciacca, Ribera und Stazzone komplett unter Wasser und Schlamm. Laut Giornale di Sicilia hat die Bürgermeisterin von Stazzone, Francesca Valenti, ihre Mitbürger ebenfalls dazu aufgefordert, das Haus nicht zu verlassen und auch die unteren Stockwerke zu meiden. 

Unwetter in Italien: Viele Straßen überschwemmt - Bürgermeister warnt: „Nicht rausgehen“

News vom 2. November 2018, 6.33 Uhr: Während sich die Lage im Norden Italiens allmählich etwas entspannt und die Aufräumarbeiten beginnen, ist die Situation im Süden des Landes immer noch katastrophal. In Sizilien sind mehrere Straßen nicht mehr befahrbar, in Palermo steht das Wasser bis zu einem halben Meter auf mehreren Straßen. Antonio Bevilacqua, der Bürgermeister von Pietraperzia, rief die Einwohner seines Ortes dazu auf, möglichst nicht auf die Straßen zu gehen, wie „Giornale di Sicilia“ berichtet. 

Video: Unwetter in Italien - Catwalk mal anders

Unwetter in Italien: Die News vom 1. November 2018

News vom 1. November 2018, 16.20 Uhr: Auch die Dolomiten haben unter den heftigen Unwettern in Italien zu kämpfen. Wie ein Betroffener auf Facebook berichtet, sei durch die anhaltenden Regenfälle nicht nur eine Brücke eingestürzt, die ganze Region habe vielmehr mit einer regelrechten Katastrophe zu kämpfen. 

Unwetter in Italien: Luxus-Badeort von Außenwelt abgeschnitten - Opferzahl steigt

News vom 1. November 2018, 14.45 Uhr: Die Zahl der Unwetter-Opfer steigt weiter an. Ein 81-Jähriger stürzte beim Versuch sein vom Unwetter zerstörtes Haus zu richten in den Tod, wie „Il Messaggero“ berichtet, ein 53-Jähriger wurde von einem umfallenden Baum schwer verletzt und starb später im Krankenhaus. 

News vom 1. November 2018, 12.29 Uhr: In Lillianes, im italienischen Aosta-Tal, gibt es zwei weitere Todesopfer zu beklagen, wie italienische Medien berichten. Ein Baum krachte auf das Auto, in dem die beiden unterwegs waren.  

News vom 1. November 2018, 10.37 Uhr: Italien kommt nicht zur Ruhe: Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldet, rast auf den Stiefel eine neue Unwetterfront zu. Es gibt Warnungen für den gesamten Norden des Landes. Erwartet werden Regenmassen, Gewitter, Hagel und Stürme. Auch auf Ligurien kommt den Angaben zufolge wieder einiges zu. Die gesamte Küstenregion dort ist bereits jetzt schwer beschädigt.

Der Hafen von Rapallo.

Unwetter in Italien: Luxus-Badeort von Außenwelt abgeschnitten

News vom 1. November 2018, 08.48 Uhr:  In Ligurien an der italienischen Riviera waren in der Nacht zum Mittwoch 20 000 Menschen ohne Stromversorgung. Regionalpräsident Giovanni Toti schätzte die Schäden auf mehrere Hundert Millionen Euro. Der Luxus-Badeort Portofino ist von der Außenwelt abgeschnitten, weil eine Straße beschädigt wurde. Im Küstenort Rapallo riss der Sturm Jachten aus ihren Vertäuungen und ließ sie aufs Ufer krachen.

Venetiens Regionalpräsidenten Luca Zaia zufolge könnten sich die dortigen Schäden auf eine Milliarde Euro belaufen. In Venedig wurde der weltberühmte Markusdom von den Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen: Das Wasser stand 16 Stunden lang bis zu 90 Zentimeter hoch. Die rund 1000 Jahre alte Basilika ist nach den Worten von Verwaltungschef Carlo Alberto Tesserin an einem einzigen Tag um 20 Jahre gealtert. In einem überfluteten Restaurant in der Lagunenstadt hatte sich am Dienstag ein kurioses Bild geboten: Kellner brachten die Pizza in Gummistiefeln.

Unwetter in Italien: Markusdom unter Wasser, 180 Personen sitzen in den Alpen fest

News vom 31. Oktober 2018, 09.11 Uhr: Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern in Italien ist auf mindestens zwölf gestiegen. In der nordöstlichen Provinz Belluno wurde der Leichnam eines Handwerkers aus einem Wildbach geborgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Todesfälle gab es unter anderem in Südtirol und in der angrenzenden Provinz Trient. Nahe dem Adria-Ort Rimini starb ein Kite-Surfer.

In den Alpen saßen laut Ansa rund 180 Touristen und Saisonarbeiter fest, nachdem das Stilfser Joch von heftigem Schneefall blockiert worden war. Alle seien wohlauf, hieß es. „Weil sie sich nicht auf der Piste vergnügen können, entspannen sie sich beim Schwimmen im Pool oder in der Sauna“, sagte ein Hotelier über seine Gäste. Das 2757 Meter hohe Stilfser Joch ist der höchste Gebirgspass Italiens und verbindet Südtirol mit der Lombardei.

Video: Unwetter überflutet weltberühmten Markusdom in Venedig

In Ligurien an der italienischen Riviera waren in der Nacht zum Mittwoch noch 20 000 Menschen ohne Stromversorgung. Regionalpräsident Giovanni Toti schätzte die Schäden auf mehrere Hundert Millionen Euro. Der Luxus-Badeort Portofino ist von der Außenwelt abgeschnitten. In Venedig wurde der weltberühmte Markusdom von den Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen. Die rund 1000 Jahre alte Basilika ist nach den Worten von Verwaltungschef Carlo Alberto Tesserin an einem einzigen Tag um 20 Jahre gealtert.

Pizzeria in Venedig reagiert ungewöhnlich auf Unwetter in Italien

News vom 30. Oktober 2018, 17.27 Uhr: Auf den ersten Blick sieht es nach Alltag und Routine in einer Pizzeria in Venedig aus: Kellner warten neben dem Pizzaofen auf den italienischen Klassiker, um ihn zu den Gästen zu bringen. Doch erst beim Blick an den unteren Bildrand fällt auf, dass die Pizzeria unter Wasser steht. Doch die Kellner sind vorbereitet - oder besser gesagt gut ausgerüstet. Die nassen Eindrücke aus der Pizzeria gibt es in einem Video auf Facebook zu sehen, das bereits millionenfach angeschaut wurde. Allerdings sind nicht nur die Kellner vorbereitet. Auch die Gäste waten durch das knöchelhohe Wasser und sind dabei bestens vor dem Wasser geschützt, wie das Video zeigt. „Für Menschen, die in Venedig arbeiten, ist eine solche Situation völlig normal. Allerdings war der Wasserstand gestern schon außergewöhnlich, sagte Sciascia der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Touristen bahnen sich unter Arkaden am überfluteten Markusplatz ihren Weg. Schwere Unwetter haben fast ganz Italien getroffen und das öffentliche Leben teils lahmgelegt.

Unwetter in Italien: Opferzahl steigt weiter

Update 30. Oktober, 14.50 Uhr: Nach den schweren Unwettern in Italien ist die Zahl der Opfer weiter angestiegen. Seit Montag kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. In vielen Teilen des Landes blieben die Schulen auch am Dienstag geschlossen. Am Flughafen von Genua wurde der Betrieb bis 14.00 Uhr eingestellt.

Unwetter in Italien: Zehn Meter hohe Wellen - sämtliche Häfen geschlossen und Flüge gestrichen

News vom 30. Oktober 2018, 8.42 Uhr: Die Lage in Italien bleibt angespannt. In St. Martin in Thurn in Südtirol wurde am Montagabend ein freiwilliger Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Tote gab es laut Medienberichten unter anderem im Umland von Rom und Neapel.

Wegen der Unwetter wurden in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti am Montagabend in Genua mit. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der Küste der italienischen Riviera. Auch der internationale Flughafen Cristoforo Colombo in Genua war am Dienstagmorgen dicht. Alle Flüge seien gestrichen worden, meldete Ansa.

Video: Unwetter in Italien fordert Tote

In Venedig war am Montag das Hochwasser auf 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen, 70 Prozent der Altstadt standen unter Wasser. Am Dienstag besserte sich die Lage dort etwas, die Behörden erwarteten einen Wasserstand von noch 110 Zentimetern.

Unwetter in Italien: Acht Tote - Venedig überschwemmt - Polizei bringt Touristen in Sicherheit 

Rom - Der Sturm reißt Bäume aus, Venedig steht unter Wasser, Menschen sterben: Unwetter haben fast ganz Italien getroffen und schwere Schäden angerichtet. Mehrere Menschen werden von Bäumen erschlagen. Auf die Brenner-Autobahn in Südtirol rutschten Erdmassen. Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Österreich und Italien wurde am Montag zeitweise gesperrt. Venedig vermeldete ein Hochwasser, so schlimm wie seit zehn Jahren nicht mehr, der Markusplatz wurde evakuiert. Die Polizei brachte Touristen in Sicherheit. In Rom knickte der Wind Bäume um wie Streichhölzer, Antennen flogen von den Dächern.

In der Provinz Frosinone südlich von Rom kamen am Montag zwei Menschen ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. In Terracina in der Region Latium, in Neapel und in Savona in Ligurien starben insgesamt drei Menschen. Schon am Sonntag waren mindestens fünf Menschen gestorben.

Unwetter in Italien: In Südtirol rief der Zivilschutz die höchste Alarmstufe Rot aus

Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmte das Land praktisch von Nord bis Süd. Schulen und Kindergärten blieben in vielen Regionen geschlossen, darunter in Venetien, in Ligurien, in ganz Rom und in Teilen der Toskana. Auch am Dienstag sollten sie in vielen Orten, darunter in Rom, zu bleiben.

In Südtirol rief der Zivilschutz die höchste Alarmstufe Rot aus, das bedeute, dass ein „Katastrophenfall“ möglich sei. „Der Boden kann nur mehr wenig Wasser aufnehmen“, erklärte die Feuerwehr. Damit steige die Gefahr für weitere Erdrutsche. Auch die Flüsse dürften weiter anschwellen.

Auf der Autobahn zwischen Brenner und Sterzing hatte schon am Sonntag ein Erdrutsch mehrere Autos erfasst, es gab aber keine Schwerverletzten. Auf Bildern war zu sehen, wie Autos im braunen Schlamm feststecken. Der ADAC rief Autofahrer auf, die Gegend weiträumig zu umfahren.

In Venetien war die Lage angespannt. Vor allem in Venedig ist man Hochwasser gewohnt, doch die Lage am Montag war so kritisch wie selten. Bürgermeister Luigi Brugnaro zeigte sich in einem Video vor dem Markusplatz - dahinter reißende Wassermassen. Der Platz sei evakuiert worden, die Polizei trug Kinder durch das Wasser.

Unwetter in Italien: In Ligurien droht Sturmflut mit Wellen

Am Nachmittag wurden 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel gemessen - so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das bedeutet, dass 70 Prozent der historischen Altstadt überflutet sind. Und das Wasser in der Unesco-Welterbestadt sollte weiter steigen. Brugnaro rief alle Bewohner auf, zuhause zu bleiben. Im Hinterland, im bekannten Skiort Cortina d'Ampezzo, mussten Dutzende Menschen ihre Häuser räumen.

In Ligurien war ebenfalls höchster Alarm. Der Zivilschutz sprach von einer Sturmflut mit Wellen, die bis zu acht Meter erreichen könnten, meldete Ansa. In dem Ort Monterosso in der Touristengegend Cinque Terre mussten die Menschen Erdgeschosswohnungen verlassen.

In Rom knickten zahlreiche Bäume im Zentrum um, Autos wurden zerquetscht, Straßen gesperrt. Das Kolosseum, der Palatin-Hügel und die Kaiserforen wurden für Besucher gesperrt.

Weiter im Süden blieben Schiffe im Hafen, so wurde zwischen Neapel und der Insel Ischia der Verkehr eingestellt. In Alghero auf Sardinien sprachen Medien von Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle.

Immerhin: Am Dienstag sollte sich das Wetter ein wenig bessern, jedoch warnte der Wetterdienst 3B Meteo vor neuen Unwettern im Nordwesten.

Unwetter: Starkregen auch in Kroatien 

Nicht nur Italien, auch Kroatien war betroffen. Die Autobahnen rund um die nördliche Hafenstadt Rijeka wurden nach Medienberichten wegen Starkregens vorerst für den Verkehr gesperrt. Wegen Sturms mit Orkanböen fielen zwischen Dubrovnik und Rijeka zahlreiche Fährverbindungen vom Festland zu den Inseln aus. Der staatliche Wetterdienst erließ am Montagmorgen für die gesamte kroatische Küstenregion höchste Warnstufe.

Meldungen zum Wetter gab es auch aus der Schweiz: Wegen starken Schneefalls waren mehrere Alpenpässe gesperrt. Darunter ist auch der Gotthardpass, der letztmals vor zehn Jahren bereits Ende Oktober nicht mehr passierbar war.

In Österreich sollten angesichts von Hochwasser und drohender weiterer Regenfälle die Schulen in Teilen Kärntens und in Osttirol am Dienstag geschlossen bleiben, so die Behörden. Sorgen bereitet auch der Sturm.

Auch in Bayern spielt das Wetter verrückt: Neuschnee auf den Autobahnen.

dpa/fm

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