Rettungseinsätze laufen auf Hochtouren

Unwetter-Katastrophe in der Eifel: Mehrere Tote, etliche Vermisste - Betroffene bangen auf Hausdächern

Die Eifel, hier Esch im Kreis Ahrweiler, wurde vom Unwetter hart getroffen. In Schuld kam es zu einem Drama.
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Die Eifel, hier Esch im Kreis Ahrweiler, wurde vom Unwetter hart getroffen. In Schuld kam es zu einem Drama.

Das Unwetter hat zu einer Katastrophe in der Eifel geführt. Todesopfer sind inzwischen bestätigt, zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

Update vom 15. Juli, 7.51 Uhr: Im Zusammenhang mit den schweren Unwettern sind im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler in der Eifel mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Inwischen wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Landrat Jürgen Pföhler (CDU) rief die Menschen auf, möglichst zu Hause bleiben und „sich gegebenenfalls in höher gelegene Stockwerke“ zu begeben. „Die Lage ist sehr ernst“, sagte er. Es bestehe Lebensgefahr.

Heftige Unwetter mit Todesopfern in der Eifel - Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erklärte, sie „bange mit allen, die in Gefahr sind“, und dankte allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.

Allein im besonders betroffenen Ort Schuld, wo sechs Häuser einstürzten und mehrere weitere einsturzgefährdet waren, würden zudem 50 bis 60 Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. „Sehr viele“ Menschen befanden sich demnach auf den Hausdächern, die Rettungseinsätze liefen auf Hochtouren.

Unwetter-Katastrophe in der Eifel: Sechs Häuser stürzen in Fluten ein - etliche Vermisste

Ursprungsmeldung:

Schuld - Nach den heftigen Unwettern vom Mittwoch und der Nacht zu Donnerstag hat sich die Lage noch nicht in ganz Deutschland wieder entspannt. Schlimme Nachrichten kommen derweil am frühen Morgen aus dem Ort Schuld bei Adenau in der Eifel. Hier sollen in der Nacht sechs Häuser eingestürzt sein, wie der SWR berichtet.

Ausgelöst haben das Drama wohl heftige Überflutungen durch die Dauerregenfälle. Nach Angaben der Polizei werden ungefähr 30 Personen vermisst, berichtet der SWR weiter. Wie viele Menschen exakt vermisst werden, sei unklar. Die Lage ist laut einem Polizeisprecher sehr unübersichtlich. Und eine Fortsetzung des Dramas scheint nicht ganz ausgeschlossen. Demnach sind 25 weitere Häuer wohl instabil und drohen einzustürzen.

Unwetter-Katastrophe in der Eifel: Weitere Vorfälle in der Region

Die gesamte Region wurde von Unwettern schwer erwischt. Im Kreis Bitburg-Prüm sitzen laut Angaben des Eifekreises im Ort Waxweiler fünf Personen in einem Haus fest, welches komplett von Wassermassen umschlossen ist, berichtet der SWR. Laut einem Sprecher des Eifelkreises sei die Lage dramatisch, das Haus sei mit dem Boot nicht mehr erreichbar. Man warte auf die Luftrettung.

Etliche weitere Vorfälle wurden gemeldet. Etwa wurden zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes in Messerich auf dem Weg zum Einsatz vom Wasser eingeschlossen, warten nun auf dem Dach ihres Autos auf Hilfe. Auch in benachbarten Kreisen wurden Innenstädte vollständig geflutet, Brücken und Straßen gesperrt.

Dramatisch ging es auch in NRW zu. Hier verloren zwei Feuerwehrleute im Kampf gegen die Unwetter ihr Leben. (han)

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