Historische Überschwemmungen in US-Metropole

Katastrophen-Videos aus New York zeigen erschreckendes Ausmaß: U-Bahn und Flughafen völlig überflutet

In der Nacht zum Donnerstag sorgte Hurrikan „Ida“ in New York für einen Rekordregen. Historische Überschwemmungen sorgten für Chaos in der US-Metropole.

New York - Ausläufer des Hurrikans „Ida“ haben der Millionenmetropole New York den stärksten Regen der Geschichte gebracht und für heftige Überschwemmungen gesorgt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief den Notstand aus. Straßen und Wohnungen standen am späten Mittwochabend (Ortszeit) teilweise etwa einen Meter unter Wasser. Der U-Bahnverkehr kam komplett zum Erliegen. Auch der Flughafen Newark wurde teilweise überflutet, der Flugverkehr wurde zwischenzeitlich eingestellt.

Unwetter in New York: Hurrikan „Ida“ sorgt für Rekordregen in der US-Metropole

„Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen“, schrieb de Blasio in der Nacht zum Donnerstag bei Twitter. Die Menschen sollten in Häusern Schutz suchen und nicht auf die Straße gehen, um den Rettungskräften die Arbeit zu ermöglichen. Der Bundesstaat New York rief ebenfalls den Notstand aus. In der US-Metropole wurde eine Reisesperre verhängt. „Alle Nicht-Notfallfahrzeuge müssen sich außerhalb der Straßen und Autobahnen von NYC befinden“, teilte die Stadt via Twitter mit.

Die heftigen Regenfälle sorgten für Überschwemmungen und Chaos auf den Straßen New Yorks.

Innerhalb von nur einer Stunde fielen im Central Park in Manhattan rund 80 Millimeter Regen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. Damit pulverisierte das Unwetter den bisherigen Rekord, den Tropensturm „Henri“ erst vor gut einer Woche mit 49 Millimeter für 60 Minuten aufgestellt hatte. Insgesamt ist der Sommer 2021 in New York nicht nur sehr heiß und sonnig, sondern auch der regenreichste in der Geschichte der Stadt.

Unwetter: Katastrophen-Videos aus New York zeigen erschreckendes Ausmaß

Durch die heftigen Regenfälle fiel in mehr als 5000 Haushalten der Strom aus. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie sich Straßen in Flüsse verwandelten. Autos wurden davongetrieben, U-Bahn-Stationen überschwemmt, der Verkehr lahmgelegt. Fahrgäste saßen teilweise in feststeckenden Zügen fest.

Ein Video von Unicef-Sprecher Joe English zeigte den Queens Boulevard im gleichnamigen Stadtteil, der so überflutet war, dass Fahrgäste in einem Linienbus auf die Sitze steigen mussten. „Der Queens Boulevard in Maspeth/Corona ist im Moment ein buchstäblicher Fluss. Bus voll durchflutet, mehrere Autos im Wasser stecken geblieben. Absolut verrückt“, teilte English auf Twitter mit.

In der Stadt Passaic im Bundesstaat New Jersey, etwa 20 Kilometer von New York City entfernt, sei ein älterer Mann in seinem Auto von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken. Das sagte der Bürgermeister Hector Lora in der Nacht zum Donnerstag im Sender CNN. Zwei weitere Insassen aus dem Wagen habe die Feuerwehr noch retten können. (ph/dpa)

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