Es ging um 6000 Euro

Urteil: Kein Mindestlohn für Klofrau

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Die Klage der Toilettenfrau wurde abgewiesen.

Hamburg - Die Klage einer Toilettenfrau auf Zahlung des Mindestlohns für Reinigungskräfte ist am Donnerstag vom Hamburger Arbeitsgericht abgewiesen worden.

Die Frau habe nicht beweisen können, dass sie mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit der Reinigung von WC-Räumen beschäftigt gewesen sei, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Die 58-jährige Klägerin hatte gefordert, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber sie im Nachhinein als Reinigungskraft anerkennt und den ihr damit zustehenden tariflichen Mindestlohn zahlt. Einschließlich Prämien habe sie bei dem Subunternehmen eines Hamburger Kaufhauses an manchen Monaten lediglich rund 4,30 Euro pro Stunde verdient, erklärte ihr Anwalt.

Vor Gericht sei es jedoch sehr schwer nachzuweisen, dass ein Beschäftigter durch die Art seiner Tätigkeit doch Anspruch auf einen Mindestlohn habe, sagte die Gerichtssprecherin. Die Toilettenfrau hätte den Umfang ihrer Reinigungsarbeiten genau belegen müssen. Das sei nicht der Fall gewesen. Vor dem Richterspruch hatten sich die beiden Parteien nicht auf einen Vergleichsvorschlag einigen können.

Bei dem Prozess ging es um 6000 Euro, die die Klägerin nachträglich geltend machte. Sie hatte ein halbes Jahr lang in Vollzeit bei der Servicefirma gearbeitet. Fast die ganze Zeit über habe sie dabei die Toiletten eines Kaufhauses gereinigt. Für 40 Stunden wöchentlich erhielt sie von dem Subunternehmen einen vereinbarten Grundlohn von 600 Euro brutto im Monat. Ende September kündigte sie. Der Anwalt der beklagten Firma sagte, die Klägerin sei hauptsächlich als WC-Aufsicht eingestellt worden.

dpa

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