US-Ostküste zittert vor Hurrikan "Irene"

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Nach den Verwüstungen auf den Bahamas hat Hurrikan “Irene“ seinen Weg in Richtung US-Ostküste fortgesetzt.

New York - Nach den Verwüstungen auf den Bahamas hat Hurrikan “Irene“ seinen Weg in Richtung US-Ostküste fortgesetzt. In New York sollen Stadtteile evakuiert werden, für North Carolina verhängte US-Präsident Obama den Notstand.

Amerikanische Fluggesellschaften sagten bereits am Donnerstag mehr als 100 Flüge ab, die US-Eisenbahngesellschaft Amtrak kündigte an, die meisten Züge südlich der Hauptstadt Washington in den kommenden drei Tagen zu streichen. US-Präsident Barack Obama rief für den Staat North Carolina den Notstand aus. Erste Ausläufer des Sturms erreichten am Freitag die Küste des Staats.

Auf den Bahamas zerstörte “Irene“ hunderte Häuser. In den zwei kleinen Siedlungen Lovely Bay und Chesters auf der Insel Acklins wurden nach Behördenangaben 90 Prozent der Häuser verwüstet. Über Tote auf den unter Touristen beliebten Bahamas war nichts bekannt. Auf der stark bewohnten Insel New Providence ließ der Hurrikan Trümmer und umgestürzte Bäume zurück. Die Hauptstadt der Bahamas, Nassau, wurde größtenteils verschont.

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“Irene“ war erst der dritte Sturm seit 1866, der über die gesamte Länge der Bahamas hinwegzog. Nach Angaben des nationalen Hurrikanzentrums der USA in Miami war für die Inselgruppe mit 15 bis 30 Zentimeter Regen zu rechnen.

“Irene“ hatte bereits in Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und Haiti Schäden angerichtet, sechs Menschen kamen ums Leben. Der Hurrikan zog weiter Richtung USA, wo tausende Touristen vor “Irene“ flüchteten. Der Sturm bedrohte an der Ostküste des Landes bis zu 65 Millionen Menschen. Bis Donnerstagabend hatte der Hurrikan Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde. Sein Zentrum befand sich rund 785 Kilometer südwestlich von Cape Hatteras in North Carolina, wie das Hurrikanzentrum mitteilte. Der Sturm bewegte sich demnach mit 22 Stundenkilometern in Richtung Nord-Nordwest fort.

Schäden in Milliardenhöhe befürchtet

Für die Gegend von North Carolina bis New Jersey wurden Sturmwarnungen herausgegeben, in den Städten Washington, New York und Boston mussten sich die Menschen auf das Schlimmste gefasst machen. Der frühere Direktor des nationalen Hurrikanzentrums, Max Mayfield, rechnete damit, dass sich die Schäden durch “Irene“ in der Region auf Milliardenhöhe belaufen werden.

An der vor North Carolina gelegenen Inselkette Outer Banks waren bereits am Freitag erste Anzeichen von “Irene“ zu erkennen. Nach Angaben eines Meteorologen wurden dort zwei bis drei Meter hohe Wellen gesehen.

Präsident Obama verhängte für North Carolina den Notstand, mehr als 200.000 Menschen waren von dortigen Evakuierungen betroffen. Im US-Staat Maryland wurden tausende Bewohner und Touristen zum Verlassen der am Meer gelegenen Gemeinde Ocean City aufgefordert. Obama selbst wollte seinen Urlaub auf der Atlantikinsel Martha's Vineyard nicht abbrechen. Am Samstagvormittag werden er und seine Familie in Washington zurückerwartet. Wegen des erwarteten Hurrikans wurde die für dieses Wochenende geplante Einweihung eines Denkmals für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King in Washington abgesagt.

dapd

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