Strafe wird keine niedrige

Schreckliche Tierquälerei: Trump bereitet nun auch noch dem Tierschutz Sorge

Eine Seekuh schwimmt im Tiergarten in Nürnberg durch ihr Becken.
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Seekühe gelten als gefährdete Spezies.

In Florida ist eine Seekuh, mit dem Nachnamen des US-Präsidenten in den Rücken geritzt, aufgetaucht. Nun wurden Ermittlungen der US-Tierschutzbehörden gestartet.

  • Ein Video aus Florida von einer Seekuh geht viral.
  • In ihren Körper ist der Name des US-Präsidenten Donald Trump eingeritzt worden.
  • Die US-Tierschutzbehörden ermitteln - die Strafe wird keine niedrige sein.

Florida - Es sind verstörende Bilder und Videos, die am 11. Januar viral gingen. Ein unbekannter Tierquäler ritzte einer Seekuh einen ganz bestimmten Namen in den gesamten Rücken. Die Tiere sind trotz ihrer Größe für Menschen ungefährlich und sogar sehr friedlich. Heimisch sind sie in Ufernähe von Flüssen und Gewässern in Westafrika, sowie Mittel- und Südamerika.

Seekühe sind vor dem Aussterben bedroht und unterliegen aus diesem Grund einem besonderen Schutz. Nach dem US-Gesetz ist es demnach verboten, die Spezies zu jagen, zu belästigen, zu fangen und zu töten. Wird in Florida dagegen verstoßen, müssen die Tierquäler mit einer Geldstrafe von bis zu 500 US-Dollar rechnen, oder auch für 60 Tage in Haft kommen. Auf Bundesebene sieht das Ganze nochmal ein Stück härter aus. Hierbei kann es nämlich sogar zu einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr kommen sowie einer satten Geldstrafe, die bis zu 50.000 US-Dollar hoch ist.

USA: Nach Stürmung des Kapitols, sorgt der Name „Trump“ für nächsten Ärger in Florida

Einem Bericht der US-Zeitung „Citrus County Chronicle“ zufolge, soll ein Tiermisshandler der Seekuh in Florida das Wort „Trump“ in den Rücken geritzt haben. Auf einer Videoaufnahme sind die Buchstaben großflächig auf dem Tier zu erkennen. Es sind Bilder die fassungslos machen. Gerade noch schockten Trumps Anhänger mit der Stürmung des Kapitols, nun werden auch noch Tiere seinetwegen verletzt. Die Situation in Amerika ist ohne Zweifel besorgniserregend.

Gott sei Dank ist die Seekuh nach Aussagen von Beamten an die Nachrichtenagentur AP nicht ernsthaft verletzt worden. Die Buchstaben sind nämlich nicht direkt in die Haut geritzt worden, sondern auf Algen, die als Schicht auf der Haut des Tieres wachsen. Der US-amerikanische Dienst für Fisch- und Wildtiere (USFWS) ist nun zuständig für die Leitung der Ermittlungen zu dem Vorfall.

Täter aus Florida wird mit allen Mitteln gesucht - er ist zu schwerer Gewalt fähig

Auch die Naturschutzorganisation „Zentrum für biologische Diversität“ setzt sich für das ausfindig machen des Verantwortlichen ein. Dabei schrieb sie ganze 5000 US-Dollar für Informationen aus, die zur Verurteilung des Tierquälers führen. „Es ist herzzerreißend, dass diese Seekuh dieser abscheulichen, kriminellen Handlung ausgesetzt war“, so Jaclyn Lopez, die Direktorin des Zentrums.

Es ist klar, dass jeder, der diesem wehrlosen, sanften Riesen Schaden zugefügt hat, zu schwerer Gewalt fähig ist und sofort festgenommen werden muss.

Jaclyn Lopez, Direktorin des Zentrums für biologische Diversität

Allein in Florida leben um die 7500 Seekühe. Sie überwintern in den Gewässern des Homosassa-Flusses, welcher ein äußerst attraktives Ausflugsziel für Touristen ist. Dadurch, dass die Tiere minütlich an die Wasseroberfläche kommen müssen, um Luft zu schnappen, kann man sie im flachen Wasser leicht berühren. Dies macht die Säugetiere leider leicht angreifbar.

Nach Angaben der „Florida Fish and Wildlife Conservation Commission“ starben im Jahr 2020 ganze 637 Seekühe, von denen 90 Opfer von Bootsunfällen wurden. Weitere 15 wurden durch andere Interaktionen mit Menschen getötet. Die Ziffern sind eindeutig zu hoch bei einer so gefährdeten Spezies. (lp)

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