Tragischer Vorfall in den USA

Grizzly zerrt Camperin mitten in der Nacht aus Zelt und tötet sie - jetzt wird der Bär gejagt

Eine Bärenfalle wurde auf einem Campingplatz aufgestellt. Ein Grizzly-Bär hat im Nordwesten der USA eine Camperin angegriffen und tödlich verletzt.
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Eine Bärenfalle wurde auf einem Campingplatz in den USA aufgestellt.

Sie stehen unter Schutz - nun soll ein Grizzly erschossen werden. In den USA griff ein solcher Bär eine Frau an. Sie wurde schwer verletzt und starb.

Deer Lodge / München - Im Nordwesten der USA hat ein Grizzly-Bär eine Camperin angegriffen und tödlich verletzt. Das 180 Kilogramm schwere Tier soll die 65-Jährige in der Nacht aus ihrem Zelt gezerrt haben. Das teilte die Wildtier- und Parkverwaltung (FWP) des Bundesstaates Montana mit. Geschehen sei der Vorfall in dem kleinen Ort Ovando.

USA: 65-Jährige wird von Grizzly aus dem Zelt gezerrt und erliegt ihren Verletzungen

Die 65-Jährige, eine pensionierte Krankenschwester aus Kalifornien, war nach Angaben des Sherrifs auf einer großen Fahrradtour gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Freund. Als sie in Ovando in der Nacht auf Dienstag übernachteten, ereignete sich der Bären-Angriff.

Der Parkverwaltung zufolge wurden die Camper zunächst durch die Geräusche geweckt. Sie hätten daraufhin die Lebensmittel aus den Zelten genommen und woanders sicher verstaut. Der Grizzly sei daraufhin verschwunden. Rund eine halbe Stunde später sei der Bär allerdings zurückgekehrt und habe die allein schlafende Frau in dem Zelt attackiert. Ihre Schwester und ihr Freund konnten den Grizzly noch mit Bärenspray vertreiben. Die 65-Jährige sei jedoch so schwer verletzt worden, dass sie starb.

„Kein normales Bärenverhalten“: Jagd auf Bär - Suche zunächst erfolglos

Wie Greg Lemon, Sprecher des FWP mitteilte, werde der Bär nun gejagt und erschossen. Grizzlys waren einst fast ausgerottet. Seit 1975 stehen sie in den USA unter Schutz.

FWP-Sprecher Lemon sagte jedoch: „Das ist kein normales Bärenverhalten.“ So aggressiv seien die Tiere meist nur, wenn sie Nahrung oder ihre Jungen verteidigten. Aus diesem Grund sei die Erlaubnis gegeben worden, den Grizzly zu erschießen. Bis zum Donnerstagabend (Ortszeit) blieb die Suche allerdings erfolglos. Das berichteten örtliche Medien. Die Campingplätze in der Umgebung wurden bis Sonntag geschlossen - Fallen seien ausgelegt worden. Zeitweise waren auch Hubschrauber im Einsatz.

Ovando ist mit seinen weniger als 100 Einwohnern ein beliebter Durchgangsort für Ausflügler. Er liegt in einer Region mit weitläufigen Wäldern nahe dem Glacier-Nationalpark. In der Gegend leben schätzungsweise 1000 Bären.

Auch im Yellowstone-Nationalpark hat ein Bär einen Mann angegriffen. Er konnte das Tier abwehren. Am Ende starben beide. (mbr/dpa)

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