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Erneut blutige Schießerei in Kalifornien – Sieben Farm-Arbeiter tot

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Von: Kai Hartwig

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In den USA ereignet sich erneut eine tödliche Schießerei in Kalifornien. Auch in einem weiteren US-Bundesstaat sterben Menschen durch Schusswaffen.

Update vom 24. Januar, 22.33 Uhr: Die Meldungen über tödliche Schüsse in den USA reißen nicht ab. Nach einem weiteren Gewaltverbrechen in Kalifornien sind mindestens drei Menschen im US-Bundesstaat Washington in der Stadt Yakima durch Schüsse getötet worden.

Im Norden Kaliforniens versuchen Ermittler die Hintergründe über die Schießerei mit sieben Todesopfern in Half Moon Bay zu klären. Der mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden, sagte Sheriff Christina Corpus bei einer Pressekonferenz. Es handle sich um einen 66 Jahre alten Mann, erklärte sie am Dienstag. Ursprünglich hatten die Behörden das Alter des Mannes mit 67 angegeben. Der Tatverdächtige sei nach der Tat in seinem Fahrzeug zu einer Polizeiwache gefahren und auf dem Parkplatz in Gewahrsam genommen worden. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gewalttat im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz des Täters stehe und dass der Mann alleine gehandelt habe, sagte Corpus. Der Täter sei ein Angestellter der Pilzfarm gewesen, die der erste der beiden Tatorte war.

Erneut blutige Schießerei in Kalifornien – Sieben Farm-Arbeiter tot

Update vom 24. Januar, 16.45 Uhr: Im US-Bundesstaat Kalifornien sind erneut mehrere Menschen Opfer tödlicher Schusswaffengewalt geworden: An zwei Tatorten in Half Moon Bay, südlich von San Francisco, kamen am Montag sieben Menschen ums Leben. Eine weitere Person wurde lebensgefährlich verletzt.

Der mutmaßliche Schütze, ein 67-jähriger Mann, sei festgenommen worden, sagte Sheriff Christina Corpus bei einer Pressekonferenz. Das Motiv für das Verbrechen sei nicht bekannt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann alleine handelte. Er habe unter anderem in einem Landwirtschaftsbetrieb Schüsse abgegeben, hieß es. An einem Tatort fand die Polizei vier Leichen und ein schwer verletztes Schussopfer. In der Nähe, in einem weiteren Betrieb, seien drei Menschen durch Schüsse getötet worden, erklärte Corpus.

Ein Tatort in Half Moon Bay im US-Bundesstaat Kalifornien
Einer der beiden Tatorte in Half Moon Bay im US-Bundesstaat Kalifornien. © Karl Mondon/dpa/Bay Area News Group

US-Präsident Joe Biden nannte die Tat einen „sinnlosen Akt der Waffengewalt“ und versprach der Gemeinde die volle Unterstützung der Regierung. „Die Geißel der Waffengewalt in ganz Amerika“ erfordere strengere Waffengesetze, schrieb der demokratische Präsident am Dienstag. Auch der kalifornische Gouverneur, Gavin Newsom, drückte seine Betroffenheit aus. „Tragödie über Tragödie“, schrieb der Demokrat auf Twitter. Er habe am Montag gerade Verletzte von dem Vorfall in Monterey Park im Krankenhaus getroffen, als er über die nächste Schießerei in Half Moon Bay informiert worden sei, so der Politiker.

Tödliche Schießerei in Kalifornien (USA): Mann erschießt offenbar sieben Farm-Mitarbeiter

Erstmeldung vom 24. Januar: San Francisco/Half Moon Bay – Im US-Bundesstaat Kalifornien hat es nur zwei Tage nach der Bluttat in einem Tanzclub erneut eine tödliche Schiesserei gegeben. Südlich von San Francisco in Half Moon Bay schoss nach Polizeiangaben am Montag auf zwei nahe beieinander gelegenen Farmen offenbar ein Mann um sich. Dabei wurden an beiden Tatorten insgesamt sieben Farm-Arbeiter erschossen. Bei dem Täter handelt es sich ersten Erkenntnissen nach um einen Kollegen der Opfer, er wurde inzwischen festgenommen.

Polizeichefin Christina Corpus gab an, dass am Montagnachmittag ein Notruf eingegangen sei. Die ausgerückten Polizeibeamten hätten danach auf einer Farm vier Leichen mit Schussverletzungen entdeckt. Ein fünftes Opfer sei mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. „Kurz danach wurden drei weitere Todesopfer mit Schusswunden an einem anderen Tatort entdeckt“, erklärte Corpus.

Anschließend sei der mutmaßliche Täter zu einer Polizeistation in Half Moon Bay gefahren. Dort warteten bereits Fernsehteams auf eine Pressekonferenz der Polizei. Auf den von den TV-Journalisten gemachten Aufnahmen war zu erkennen, dass bewaffnete Polizeikräfte einen offenbar asiatisch-stämmigen Mann zu Boden drücken und überwältigen. Nach Polizeiangaben ist der Tatverdächtige 67 Jahre alt, in seinem Auto wurde eine halbautomatische Waffe gefunden.

Tatmotiv laut Polizei noch unklar – US-Präsident Biden über Gewalttat informiert

Das Motiv für die Tat blieb zunächst unklar, bei den Opfern handelte es sich nach Polizeiangaben um Kollegen des Festgenommenen. Laut dem Bericht eines Lokalsenders kamen die Getöteten alle aus China. Der Angriff sei vor den Augen anderer auf den landwirtschaftlichen Höfen lebenden Menschen verübt worden, darunter mehrere Kinder, sagte Corpus. „Dass Kinder so etwas erleben müssen, es ist einfach unfassbar“, meinte die Polzeichefin.

Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden kontrollieren den Tatort von Schüssen in Half Moon Bay, Kalifornien
Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden kontrollieren den Tatort in Half Moon Bay, Kalifornien. © Jeff Chiu/dpa

Laut einem Sprecher des Weißen Hauses wurde US-Präsident Joe Biden über den Vorfall informiert. Er kämpft seit längerem erfolglos für eine Verschärfung des Waffenrechts in den USA.

Tödliche Schießerei auch in Iowa: Zwei Tote in Hilfszentrum für Jugendliche

Auch im Bundesstaat Iowa ereignete sich am Montag ein Schusswaffenangriff. Dort wurden zwei Menschen in einem Hilfszentrum für Jugendliche in Des Moines getötet, ein weiteres Opfer wurde schwer verletzt.

Die Todesopfer und der Verletzte seien „Jugendliche oder junge Erwachsene“ gewesen, gab die örtliche Polizei an. Inzwischen wurden nach Hinweisen von Anwohnern drei Verdächtige festgenommen, hieß es weiter.

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