Vegan und glücklich

Wie Jenny ohne Shampoo, Zahnpasta und Co. auskommt

Berlin - Die Berliner Aussteigerin Jenny ernährt sich seit einigen Jahren nur noch von veganer Rohkost. Dadurch sei ihr Körper komplett entgiftet, Shampoo oder Zahnpasta somit komplett überflüssig. Wie lebt man damit?

Jenny aus Berlin und ihr Freund Can sind nun seit etwa dreieinhalb Jahren auf Weltreise. Diese legen sie auf dem Fahrrad zurück. Und das ist nicht das einzig Außergewöhnliche an den Beiden. Jenny und Can wollen ein ganz natürliches Leben führen. Can hat sie sozusagen auf diesen Weg gebracht. Auf ihrem Blog, auf Instagram und über einen YouTube-Channel machen die beiden Werbung für ihre extrem alternative Lebensweise.

Das Pärchen lebt ohne den ganzen Luxus-Schnickschnack, den man so gewohnt ist - also ohne Pflegeprodukte wie Seife, Shampoo, Zahnpasta, Cremes - und auch ohne Make up oder Medikamente. Nicht einmal Deo ist erlaubt und - laut Jenny - auch eigentlich gar nicht nötig. Wichtig für das chemiefreie Leben sei eigentlich nur die „richtige Ernährung“ - das bedeutet für sie: vegane Rohkost.

Waschen nur mit Wasser - wenn überhaupt

Jenny und Can nehmen ausschließlich pflanzliche Produkte zu sich. Tierische Produkte wie Fleisch, Milchprodukte oder Honig fallen weg. Zudem müssen die Nahrungsmittel unverarbeitet sein. Obst und Gemüse beispielsweise dürfen nicht gekocht werden, Zucker oder Brot bestehen ebenfalls aus verarbeiteten Pflanzenteilen.

Durch die Ernährung mit ausschließlich veganen Bioprodukten, Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und Co. bleibe der Körper von alleine gesund. So war Jenny beispielsweise seit Jahren nicht mehr beim Zahnarzt. Dabei putzt sie nicht mal regelmäßig ihre Zähne - und wenn, dann ohne Zahnpasta.

Nur Stress kann sie ins Schwitzen bringen

Mit der richtigen Ernährung sei der Körper von Natur aus so von Giften befreit, dass er auch Deo, Parfum oder Schminke nicht mehr brauche, um gesund und sauber zu sein. Ihr Körper schwitze nämlich keine giftigen Stoffe aus, die zu unangenehmen Gerüchen führen könnten. Nur wenn sie Stress hat schwitze sie ab und zu, so Jenny. Ihre Ernährungsweise, die sie als Erfolgsrezept für ein giftfreies Leben anpreist, empfindet sie daher nicht als Einschränkung.

Auf ihre Haut und ihr Haar kommt nichts, was sie nicht auch essen würde. Ihre Haare wäscht sie mittlerweile nur noch höchstens einmal in der Woche, lediglich mit Wasser. Am Anfang sei es schwierig gewesen, gibt sie auf ihrem Blog zu. Mittlerweile seien ihre Haare aber so voll und schön „wie lange nicht“. Auch auf das Rasieren von Beinen und Achseln verzichtet Jenny, um den natürlichen Schutzfilm ihrer Haut zu erhalten. 

Jenny ist froh, endlich so sein zu können, wie sie von Natur aus ist, ohne sich äußerlich anpassen zu müssen:  „Das weibliche ,schick machen‘ drückt sich jetzt eher darin aus, ein bisschen innere Seelenpflege zu betreiben. Wie gehe ich mit anderen um, wie viel lächle ich aus wirklicher innerer Freude, wie gesund bin ich.“

Freiheit für alle - Unterwäsche ade

Nicht mal Unterwäsche trägt Jenny. Diese würde den freien, naturverbundenen Körper nur einengen. Tampons und Binden enthalten ihr zu viele chemische Stoffe, also hat sie während ihrer Periode ein Höschen an, in das sie ein Tuch einlegt. Doch auch das wird sie nach eigener Aussage irgendwann nicht mehr brauchen.

Sie übt nämlich gerade die „freie Menstruation“, um bald ihre Monatsblutung steuern zu können. Frauen aus anderen Kulturkreisen hätten diese Methode auch gelernt, so Jenny auf ihrem Blog.

Mit ihrer neuen Lebensform ist Jenny vollauf zufrieden. Für sie bedeutet es Freiheit in höchster Form. 

Katharina Haase

Rubriklistenbild: © Screenshot Instagram

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