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Neuerungen 2022 im Überblick: Änderungen bei Porto, Benzin-Preisen und Plastiktüten-Aus

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Von: Ines Baur

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Ein Mann schleppt mehrere bunte Plastik Einkaufstüten.
Aus is! Ab Januar 2022 gilt in Deutschland ein Verbot für Plastiktüten. © Fleig/Eibner-Pressefoto/Imago

Der Steuerfreibetrag und der Mindestlohn steigen an, es gibt Änderungen bei Hartz IV und die Ära der Plastiktüten ist zu Ende. Eine kurze Zusammenfassung verbraucherrelevanter Neuerungen.

München - Es ist nur noch ein kurzer Zeitraum bis zum Jahreswechsel 2021 / 2022. Das neue Jahr bringt Verbraucherinnen und Verbrauchern hierzulande wie immer einige Neuerungen, Gesetzesänderungen und auch Verbesserungen.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung ab Januar von 585 Euro

Die Mindestvergütung (für Azubis) ist seit 2020 im Berufsbildungsgesetz festgeschrieben. Ausbildungsbetriebe müssen demnach ihren Auszubildenden eine angemessene Vergütung zahlen. „Für Lehrverträge, die seit dem 1. Januar 2022 beginnen, gilt jeweils für das erste Ausbildungsjahr eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung von 585 Euro“, schreibt die deutsche Handwerks Zeitung. Im Jahr 2021 waren es mindestens 550 Euro. Für das zweite, dritte und vierte Ausbildungsjahr gibt es entsprechende Aufschläge.

Supermärkte und Discounter müssen Elektroaltgeräte annehmen

Ihre alten oder defekten Elektrogeräte - etwa Föhn oder Wasserkocher - können Verbraucher und Verbraucherinnen ab 1.Januar 2022 in Discountern oder Supermärkten abgeben. Diese müssen den Elektroschrott annehmen, wenn die Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und sie des Öfteren im Jahr Elektrogeräte verkaufen. Bis zu einer Kantenlänge von 25 cm hängt die Abgabe nicht mit einem Neukauf zusammen.

Online-Händler müssen alte Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen und recyclen. Hintergrund dieser Auflegen ist, dass in Deutschland bisher weniger Elektroaltgeräte gesammelt werden als von der EU vorgeschrieben.

Porto wird teurer

Die Deutsche Post erhöht 2022 ihre Portogebühren um 4,6 Prozent. Zuletzt wurden diese vor drei Jahren angepasst. Ab dem 1. Januar kostet ein Standardbrief dann 85 statt 80 Cent, eine Postkarte kostet 70 statt 60 Cent. Einschreiben werden um 15 Cent teurer.

Kükentöten ab 2022 in Deutschland verboten

Jedes Jahr wurden laut Bundesregierung allein in Deutschland etwa 45 Millionen Hühnerküken getötet. Das routinemäßige Töten der frisch geschlüpften, männlichen Küken ist in Deutschland ab Januar 2022 verboten. Deutschland ist mit dem Gesetz weltweit Vorreiter.

Benzin und Diesel wird teurer

Wegen der steigenden CO₂-Steuer, die dazu dient, den Klimaschutz attraktiver zu machen, steigen auch die Preise, die Verbraucher an Tankstellen zahlen müssen. Statt 25 Cent je Tonne ausgestoßenem CO₂ sind dann 30 Cent fällig

Das Aus für die Einkauftüten aus Plastik

An den Kassen der deutschen Supermärkte sind sie ab Januar 2022 Geschichte - die Plastiktüten. Weiterverkauft werden dann nur noch Papier-, Jute- oder stabilere Mehrwegplastik-Taschen. Lediglich die dünnen Plastikbeutel in den Obst- und Gemüseabteilungen dürfen weiter genutzt werden.

Kündigungs-Button ist Pflicht

Ab Juli 2022 ist der sogenannte Kündigungsbutton Pflicht. Wer einen Vertrag online abschließt, muss ihn genauso gut online - ohne viel Aufhebens - kündigen können. Die Regelung ist Teil des „Gesetzes für faire Verbraucherverträge.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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