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Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Suche nach zehntem Täter geht weiter - Wäldchen wurde bereits im Sommer Tatort eines Verbrechens

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Die Polizei Freiburg konnte den neunten Tatverdächtigen der Gruppenvergewaltigung festnehmen. 

Zwei Monate nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg sitzen neun Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Doch die Fahndung nach einem zehnten Täter läuft weiter. 

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Das Wichtigste im Überblick

  • Eine 18-Jährige soll am 14. Oktober in Freiburg vergewaltigt worden sein, mutmaßlich von mehreren Männern.  
  • Eine Disco habe sie am Abend des 13. Oktobers mit einem 22-Jährigen (dem Hauptverdächtigen) gegen Mitternacht verlassen. 
  • Neun dringend tatverdächtige Männer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren sitzen in U-Haft.
  • Acht der Tatverdächtigen stammen laut Polizei aus Syrien, einer ist Deutscher.
  • Im Oktober 2016 war ebenfalls Freiburg der Tatort einer Vergewaltigung, über die ganz Deutschland sprach: Der Flüchtling Hussein K. vergewaltigte eine Studentin (19), danach ermordete er sie. Er wurde später zur Höchststrafe verurteilt. 

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Update, 8. Dezember, 8.45 Uhr: Noch immer ist die Polizei in Freiburg auf der Suche nach einem zehnten mutmaßlichen Täter. Trotz DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers, konnte der dringend Tatverdächtige bislang nicht ausfindig gemacht werden. Unterdessen berichtet der „Schwarzwälder Bote“, dass der Tatort der schrecklichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg offenbar bereits im Juni dieses Jahres ebenfalls Tatort eines furchtbaren Verbrechens wurde. Demnach soll ein 30-jähriger Deutscher während einer Kostümparty eine junge Frau in genau diesem Waldstück zu Boden gerissen und dann vergewaltigt haben. 

In der kommenden Woche beginnt vor dem Freiburger Landgericht der Prozess gegen den dringend Tatverdächtigen der Vergewaltigung im Juni, wie der „Schwarzwälder Bote“ berichtet. 

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Suche nach zehntem Verdächtigen geht weiter

Update vom 7. Dezember, 16.17 Uh r: Neun Tatverdächtige im Fall der mutmaßlichen Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg sitzen in Untersuchungshaft. Noch sucht die Polizei weiter nach einem zehnten Täter, der DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers hinterlassen hat. 

Der Mann sei unbekannt, sagte eine Polizeisprecherin in Freiburg am Freitag. Seine Identität konnte bislang nicht ermittelt werden.

Update vom 1. Dezember, 10.42 Uhr: Nach dem jüngsten Fahndungserfolg sucht die Polizei nach einem weiteren unbekannten Mann, der an der Freiburger Gruppenvergewaltigung beteiligt gewesen sein soll. Von ihm waren Körperspuren an der Kleidung des Opfers gefunden worden. Der Abgleich mit europaweiten Datenbanken, in der Verdächtige gespeichert sein könnten, habe bislang kein Ergebnis gebracht, sagte eine Sprecherin der Freiburger Polizei.

Nach Gruppe-Vergewaltigung in Freiburg: Neunter Verdächtiger festgenommen

Update vom 30. November, 15.04 Uhr: Das Amtsgericht Freiburg hat am Freitag Haftbefehl gegen den weiteren Verdächtigen, der am Donnerstag festgenommen wurde, erlassen, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Der 18-jährige Syrer sitze nun in Untersuchungshaft, heißt es. Körperspuren von ihm seien nach der Tat an der Kleidung des Opfers gefunden worden.   

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Update vom 30. November, 11.15 Uhr: Nachdem Mitte Oktober eine 18-Jährige vermutlich von mindestens zehn Tätern vergewaltigt worden war, konnte die Polizei Freiburg zunächst nur acht Verdächtige festnehmen. Doch am Donnerstag waren die Beamten bei ihrer Fahndung erfolgreich. Laut einer Pressemitteilung der Polizei konnte der „neunte dringend Tatverdächtige“ festgenommen werden. Dabei handle es sich um einen 18-jährigen Syrer, der vor wenigen Tagen freiwillig eine Speichelprobe abgegeben habe. So konnte die Freiburger Polizei auch einige DNA-Spuren der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung dem jungen Mann zuordnen. 

Der 18-Jährige ist der Polizei bereits wegen Körperverletzungsdelikten, Beleidigung und einem Betäubungsmitteldelikt bekannt. Freitagnachmittag wird er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg einem Haftrichter vorgeführt. 

Sechs Wochen nach Gruppen-Vergewaltigung: Freiburger Polizei mit nächtlicher Großaktion

Update vom 24. November, 9.20 Uhr: Sechs Wochen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg hat die Polizei ihre Präsenz in der Stadt deutlich ausgeweitet. In der Nacht zum Samstag startete sie ihre erste großangelegte Kontroll- und Fahndungsaktion. Im Einsatz waren mehrere hundert Polizisten, sagte ein Polizeisprecher. Sie überprüften die ganze Nacht an zahlreichen Stellen in der Stadt Personen und Fahrzeuge. Den Angaben zufolge gab es mehrere Festnahmen. Beteiligt an der Aktion waren auch Beamte der Bundespolizei und Fahndungsspezialisten des Landeskriminalamtes.

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Solche Razzien und Kontrollen werde es künftig regelmäßig geben, sagte Freiburgs Polizeipräsident Bernhard Rotzinger. Ziel sei es, Verbrechen zu verhindern und aufzuklären sowie das Sicherheitsgefühl der Menschen in Freiburg zu verbessern.

Auch schrecklich: Die Polizei fahndet jetzt öffentlich nach zwei Männern, denen vorgeworfen wird, Anfang Oktober eine junge Frau nach einem Jahrmarkt-Besuch vergewaltigt zu haben.

Nach Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg - Erhöhte Polizeipräsenz soll Sicherheitsgefühl stärken

Update vom 15. November, 16.04 Uhr: Das Sicherheitsgefühl soll in Freiburg gestärkt werden, kündigte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Freiburg an. 

40 zusätzliche Polizeibeamte sollen, so Strobl, weiterhin in Freiburg verbleiben. Nach einer Serie von Verbrechen hatte das Land bereits im vergangenem Jahr nach Freiburg geschickt. Vor allem am Abend und am Wochenende sollen die Beamten im Stadtzentrum Präsenz zeigen. Das Konzept sei ganz speziell - wie ein Maßanzug - auf die Stadt Freiburg zugeschnitten, sagte Innenminister Strobl. 

Neu hinzu kämen nun fünf Einsatzgruppen für die Freiburger Kriminalpolizei. 

Gruppen-Vergewaltigung: „..., wenn sie sich nicht an unsere Gesetze halten“ - Freiburgs OB mit klarer Botschaft

Update vom 8. November, 11.36 Uhr: Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) fordert, wie Welt.de berichtet, nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung konsequentes Handeln von Justiz und Polizei. „Die Botschaft muss sein, dass Leute ihren Schutzstatus verlieren, wenn sie solche Taten begehen und sich nicht an unsere Gesetze halten", sagte Horn demnach gegenüber der Zeitung Welt vom Donnerstag. „Gegebenenfalls müssen wir über Abschiebeerleichterungen nachdenken." 

Gegen den Hauptverdächtigen lag bereits seit dem 10. Oktober ein Haftbefehl wegen Drogenhandels vor. Eine Festnahme war jedoch erst für den 24. Oktober geplant.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: „Handlungsbedarf“ - Ministerpräsident findet deutliche Worte

Update vom 6. November, 12.37 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht nach der Gruppen-Vergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg „Handlungsbedarf im Umgang mit kriminellen Asylbewerbern“, sagte der Grünen-Politiker einem Bericht der „Welt“ am Montagabend in Stuttgart. Kretschmann habe Verständnis dafür, dass viele Menschen empört seien, wenn sie sähen, was der Hauptverdächtige auf dem Kerbholz hat, wird der Ministerpräsident zitiert. Auch mögliche Gesetzesänderungen würden derzeit geprüft.

Freiburgs Polizeipräsident sorgt mit diesem Ratschlag für Empörung

Update vom 5. November, 11.49 Uhr: Im Falle der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg sorgt eine Aussage des Freiburger Polizeipräsidenten Bernhard Rotzinger in einem Interview für Empörung.

Dem „Spiegel“ sagte Rotzinger, in einer offenen Gesellschaft sei „nicht jedes Delikt zu verhindern“. Eine Vollkaskoversicherung könne den Bürgern nicht geboten werden. „Einen Ratschlag habe ich aber: Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol oder Drogen", wird der Polizeipräsident zitiert. Worte, die für viele klingen, als hätten Opfer mit ihrem Verhalten Einfluss auf derartige Verbrechen. In sozialen Netzwerken sorgte der Ratschlag für Empörung.

Deutliche Worte findet diese Twitter-Userin: „#Rotzinger Du wurdest vergewaltigt? Das tut mir leid. Aber du bist auch ein bissl selbst schuld. Das nächste Mal bitte keinen Alkohol trinken“ und versieht ihren Post noch mit den Hashtags #kotz, #selbstschuld und #opferschutz.

Ähnlich dieser Kommentar:

In der Süddeutschen Zeitung wurde die Aussage des Polizeipräsidenten ebenfalls kritisch kommentiert:

Update 4. November

19.51 Uhr Die Ankündigung von Baden-Württembergs Innenministerium, mehr Polizisten in Freiburg einzusetzen, hat einen Streit zwischen den Polizeigewerkschaften über den Sinn entfacht. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält mehr Polizisten für den falschen Weg. „Der Fall Freiburg bindet sehr viel Personal, alleine durch die Einrichtung einer großen Sonderkommission“, sagte GdP-Landeschef Hans-Jürgen Kirstein. „Aber man darf nicht in Hysterie verfallen und sollte nicht erneut mehr Polizisten nach Freiburg schicken. Dort gibt es bereits Verstärkung, und jeder Beamte, den ich entsende, fehlt woanders“, sagte Kirstein der „Heilbronner Stimme“ (Montag).

CDU-Politiker erwägt Abschiebungen nach Syrien - die News vom Samstag

19.34 Uhr: CDU-Innenpolitiker Mathias Middelberg hat die Abschiebung von straffälligen Asylbewerbern aus Syrien ins Gespräch gebracht. "Wir können nach so abscheulichen Taten wie in Freiburg nicht einfach weitermachen wie bisher", sagte Middelberg der Welt. Die Abschiebung von Schwerstkriminellen und Gefährdern müsse "jetzt auch für Syrien auf den Prüfstand". "Wo eine Abschiebung möglich ist, muss der Schutz unserer Bevölkerung Vorrang haben vor einem Bleibeinteresse von Gewalttätern. Am Beispiel Irak sehen wir, dass solche Wege möglich sind."

13.15 Uhr: Der baden-württembergische SPD-Politiker und frühere Landesinnenminister Reinhold Gall sagte der Heilbronner Stimme vom Samstag: „Warum der Haftbefehl gegen einen erwachsenen Intensivstraftäter nicht vollzogen wurde, ist mir jedenfalls nicht erklärlich und muss aufgeklärt werden". Gall wandte sich zugleich gegen Forderungen nach schärferen Gesetzen. Stattdessen sollten erst einmal "die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden“, wandte er sich gegen einen Vorstoß des derzeitigen baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl (CDU). 

Generell einen härteren Kurs gegen straffällig gewordene Asylbewerber verlangte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Negative Seiten der Zuwanderung dürften nicht verharmlost werden, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Er forderte, junge Straftäter, die mit kleineren Straftaten aufgefallen seien und nur noch geduldet würden, müssten gezwungen werden, in Asylbewerberheimen zu bleiben, bis sie die Ausreise antreten könnten.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Ermittlungen gegen vier weitere Verdächtige

7.21 Uhr: Wie Bild.de erfahren haben will, soll gegen vier weitere Verdächtige ermittelt werden. Ob ihnen die genetischen Fingerabdrücke zugeordnet werden können, sei unklar. Zuvor war von mindestens acht Tätern die Rede gewesen: einem Deutschen und sieben Syrern. Alle acht sitzen in Untersuchungshaft.

6.48 Uhr: Die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg hat die Debatte über die Abschiebung Schwerstkrimineller neu angefacht. Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Mathias Middelberg (CDU) forderte in der Zeitung „Die Welt“ (Samstagsausgabe) eine Neubewertung des Abschiebestopps für Syrien: „Wir können nach so abscheulichen Taten wie in Freiburg nicht einfach weitermachen wie bisher“, sagte Middelberg. „Die Abschiebung von Schwerstkriminellen und Gefährdern muss jetzt auch für Syrien auf den Prüfstand.“

Gruppen-Vergewaltigung: Details aus der Pressekonferenz zum Nachlesen

An dieser Stelle endet die Live-Berichterstattung zur Pressekonferenz. 

+++ Zum Schluss noch eine Aussage der Polizei zur Sicherheitslage in Freiburg: „Die Sexualdelikte in der Stadt Freiburg nehmen stark zu.“   

+++ Die Verdächtigen waren offenbar syrische Kurden, fünf der sieben Syrer sind vorbestraft. Drei Tatverdächtige präsentieren sich im Internet auf Fotos mit Waffen. „Dies lässt die Nähe zur YPG oder der PKK zu. Wir können das nicht verifizieren“, so Bernd Belle. 

+++ Bernd Belle erklärt den Haftbefehl: Man habe Anfang des Jahres große Mengen Marihuana  beschlagnahmt, der Tatverdächtiger sei einer der Abnehmer gewesen, er habe auch weiter geliefert, ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet, Haftbefehl erlassen worden, aber es habe keinen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort gegeben. Am 23.10. sollte die Festnahme erfolgen. Alles sei bereits geplant gewesen. Zu spät. Belle: „Wenn die Medien schreiben, die Polizei hätte die Tat verhindern können, stimmt das, doch das war in der Form nicht vorhersehbar.“  

Hauptverdächtiger soll schon mit zwei weiteren Männern eine Frau vergewaltigt haben

+++ Mächtel über die Täter: „Auch Täter haben Persönlichkeitsrechte. Aber man kann  sagen, dass fünf der sieben Syrer vorbestraft sind, bei dem Haupttäter handelt es sich um einen Intensivtäter.“ Gegen den 22 Jahre alten Hauptverdächtigen wird wegen einer anderen Vergewaltigung ermittelt. Er soll mit einem weiteren Verdächtigen aus dem jetzigen Fall und einer weiteren Person an einer Vergewaltigung beteiligt gewesen sein. Die Tat soll sich im vergangenen Jahr in der Wohnung des 22-Jährigen zugetragen haben.

+++ Belle: Das Opfer befindet sich in professioneller Betreuung. Auf uns wirkt sie stabil. 

Polizei sucht mindestens zwei weitere Verdächtige 

+++ Belle: Heute morgen haben wir zwei neue DNA-Treffer von Personen ausgemacht, die Ermittlungen diesbezüglich laufen  - diese sind bis jetzt nicht identifiziert und nicht identisch mit einem der bisher verhafteten acht Verdächtigen.

+++ Kriminaldirektor Bernd Belle schildert, wie und wann sich die Geschädigte bei der Polizei  meldete. 

+++ Michael Mächtel: Was wissen wir?  Die Geschädigte begibt sich zu einer Party in  Freiburg, sie konsumiert Drogen, der Frau wird dann ein offenes Getränk gereicht, kurz nach Mitternacht verlässt die Frau mit einem Mann das Lokal. Dieser Mann konnte als Haupttäter ermittelt werden. Draußen soll es gegen den Willen des Opfers zur sexuellen Handlungen und in der Folge zur Vergewaltigung gekommen sein. Anschließend soll der mutmaßliche Täter mehrere Männern informiert haben. Diese sieben Männer befinden sich in Untersuchungshaft. 

+++ Michael Mächtel von der Staatsanwaltschaft Freiburg weist auf die umfassende Klärung des Geschehens hin, bevor Konsequenzen gezogen werden könnten.  

+++ Es geht los. Zwei Themenblöcke: Die Ermittlungen sollen dargestellt werden, zudem wird die Polizei einen Überblick über die Sicherheitslage in Freiburg geben. 

+++ Die Journalisten warten und erwarten sich vor allem eine Antwort auf die Frage: Warum wurde der Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen nicht vollstreckt?

10.30 Uhr: Fast drei Wochen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg äußern sich  Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagvormittag (10.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz. 

9. 32 Uhr: Nach dem Mord an einer Studentin vor zwei Jahren wollte Freiburg viel für die Sicherheit tun, jetzt kam es zu einer Gruppenvergewaltigung. Hat die Stadt ein Sicherheitsproblem?  Der Sicherheitsstaatssekretär und frühere Freiburger Regierungspräsident Julian Würtenberger (CDU), Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn und der Polizeipräsident besprachen jetzt in einer Krisensitzung die prekäre Sicherheitslage der Großstadt mit 230.000 Einwohnern, die seit 2001 diejenige im Südwesten mit der höchsten Kriminalitätsrate ist.

Update 2. November, 08.19 Uhr: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag (10.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz äußern. Geplant sind Erläuterungen zum Ermittlungsverfahren, wie es in einer Pressemitteilung hieß.

Ein zunächst nicht vollstreckter Haftbefehl gegen einen Verdächtigen sorgt nämlich für Ärger und bringt Innenminister Thomas Strobl (CDU) in Erklärungsnot. FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke forderte Aufklärung dazu, warum der Haftbefehl vom 10. Oktober zunächst nicht vollzogen wurde. Der schwere sexuelle Übergriff geschah in der Nacht zum 14. Oktober.

Der Mann, gegen den bereits der Haftbefehl wegen eines anderen Deliktes vorlag, soll mit der 18-Jährigen die Disco verlassen haben. Der Haftbefehl wurde erst am 21. Oktober vollstreckt - obwohl nach Angaben der „Bild“-Zeitung darauf vermerkt war, dass der Mann als Intensivtäter einzuschätzen sei.

Auch der Vizechef der SPD-Landtagsfraktion, Sascha Binder, sagte: „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, aus welchen Gründen der Haftbefehl tatsächlich nicht vollstreckt wurde.“ Der Innenminister müsse sich in der nächsten Sitzung des Innenausschusses äußern. Das Innenministerium fühlt sich zu Unrecht angegriffen.

Integrationsbeauftragte fordert: Täter von Freiburg sollen „hart bestraft werden“ - Die News vom Donnerstag

Update 1. November, 14.41 Uhr: Freiburgs evangelischer Stadtdekan Markus Engelhardt hat die Drohbotschaften gegen Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) als erschreckend und alarmierend bezeichnet. Die anonymen Drohungen seien "nicht nur feige, sondern das genaue Gegenteil dessen, was Tradition des christlichen Abendlandes ist", teilte Engelhardt am Donnerstag mit, wie „Focus“ berichtet. 

Update 1. November, 7.42 Uhr: Nach der Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg fordert Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Asylbewerber über Gleichberechtigung und Sexualität in Deutschland zu informieren. „Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten - und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt“, sagte die CDU-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag).

Zudem sprach sich Widmann-Mauz für eine rasche Bestrafung der mutmaßlichen Täter in Freiburg aus. „Die Täter müssen vor Gericht gestellt und hart bestraft werden“, sagte sie.

In der Nacht zum 14. Oktober soll eine junge Frau nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern in Freiburg vergewaltigt worden sein. Acht sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Das waren die Nachrichten vom Mittwoch

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn fordert härtere Gangart gegenüber straffälligen Flüchtlingen.

Update 31. Oktober, 16.10 Uhr: Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) hat nach Anfeindungen im Internet seine Accounts auf Twitter und Instagram deaktiviert. In Folge der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 18-Jährigen hätten den OB in den sozialen Medien Beleidigungen und Morddrohungen erreicht, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. 

Die Masse an Nachrichten sei nicht mehr zu bewältigen gewesen. Der 33-Jährige, der bisher sehr aktiv über soziale Medien kommunizierte, sei aber weiter über Facebook erreichbar. Damit wolle er zeigen, dass er sich nicht wegducke.

Update 31. Oktober, 8.15 Uhr: Die mutmaßliche Vergewaltigung einer 18-Jährigen durch mehrere Männer in Freiburg beschäftigt auch die baden-württembergische Landesregierung. Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte am Dienstag ein Treffen seines Ministeriums mit Polizei und Stadt Freiburg am Mittwochvormittag an. Nach Angaben des Ministeriums nehmen Strobls Staatssekretär Julian Würtenberger, Freiburgs Polizeipräsident Bernhard Rotzinger und der Oberbürgermeister der Stadt, Martin Horn (parteilos), an dem Treffen im Freiburger Rathaus Teil. Thema ist demnach die Sicherheitslage in Freiburg in Hinblick auf den Vergewaltigungsfall.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Erdogan-Anhänger nutzen Vorfall für Propaganda

Update 31. Oktober, 7.21 Uhr: Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau in Freiburg durch mehrere Männer sind im Internet schwere Vorwürfe aufgetaucht - die den faden Beigeschmack einer Propaganda von Erdogan-Anhängern hat.

Huffingtonpost.de bezieht sich in einem Artikel auf ein Facebook-Posting, in dem steht, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe Deutschland vor den mutmaßlichen Tätern gewarnt. In dem Posting wird demnach zudem erklärt: „Acht von den Freiburger Vergewaltigern waren auf der PKK-Terroristen-Liste, die Erdogan an Deutschland übergeben hat. Er wollte sie in der Türkei vor Gericht stellen, weil gefährlich. Doch der Verfassungsschutz reagierte nicht ... so, und nun schimpft alle weiter auf Erdogan, ihr Deppen!“ (Statement wurde zum besseren Verständnis minimal umgestellt). Allerdings nennt derjenige, der das Posting online stellte, keinerlei Quellen für diese Behauptung.

Auf Nachfrage bei der Polizei Freiburg zitiert huffingtonpost.com diese Antwort: “Eine solche Liste ist dem Staatsschutz des Polizeipräsidiums Freiburg nicht bekannt.” Allerdings soll es laut Berichten im September tatsächlich zu einer Übergabe einer Terrorliste mit 69 Namen an Angela Merkel und dem Außenministerium gekommen sein.

Video: Demonstrationen nach Gruppen-Vergewaltigung 

Gruppenvergewaltigung Freiburg: Haftbefehl lag seit 10. Oktober vor

Update vom 30. Oktober, 19.08 Uhr: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg haben die Ermittler nähere Angaben zu einem der Verdächtigen gemacht. Gegen ihn habe bereits seit dem 10. Oktober ein Haftbefehl vorgelegen, der aber nicht vollzogen werden konnte, da sein Aufenthaltsort zu dem Zeitpunkt nicht sicher gewesen sei. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Freiburg mit. Das Fahndungsdezernat sei dann eingeschaltet worden. Der Haftbefehl sei am 21. Oktober vollstreckt worden. Wegen welcher Straftat der Haftbefehl vorlag, ließen die Ermittler offen. Zunächst waren ermittlungstaktische Gründe für die Verzögerung angegeben worden.

Wie jetzt bekannt wurde, beschuldigt auch in München eine 15-Jährige sechs Männer der Gruppen-Vergewaltigung.

Update vom 30. Oktober, 14.50 Uhr: Die Sicherheitslage in Freiburg bleibt nach der mutmaßlichen Gruppen-Vergewaltigung das beherrschende Thema: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl von der CDU sagte nach Angaben des Südkurier am Dienstag, dass sein Staatssekretär Julian Würtenberger an diesem Mittwoch nach Freiburg fahren werde. Nach Angaben des Ministeriums sollen außerdem Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) und Freiburgs Polizeipräsident Bernhard Rotzinger teilnehmen.

Update vom 30. Oktober, 12 Uhr: Um die Sicherheitslage in Freiburg zu verbessern, wollen sich Vertreter der Stadt am Mittwoch mit Polizei und Baden-Württembergs Innenministerium im Rathaus zusammensetzen. Das sagte Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) am Dienstag dem SWR.

Update vom 30. Oktober, 7.18 Uhr: Mittlerweile werden immer mehr Details zum mutmaßlichen Haupttäter M. bekannt. Wie die Bild berichtet, sollen gegen ihn mehrere Verfahren gelaufen sein. Unter anderem soll der 21-Jährige erst im August in der Wohnung eines minderjährigen Mädchens onaniert haben, in den vier Wänden einer weiteren Jugendlichen soll er außerdem Pornos geguckt und das Mädchen dazu gedrängt haben, sein Glied anzufassen.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Das waren die Nachrichten vom 29. Oktober

22.37 Uhr: Während der AfD-Abschlusskundgebung vor dem Rathaus blockierten Gegendemonstranten sämtliche Wege zu dem Platz. Deshalb konnten die Teilnehmer erst etwa 40 Minuten nach Ende der Veranstaltung abziehen. Um kurz nach 21.00 Uhr hatten sich beide Demonstrationen aufgelöst.

Video: Demonstrationen nach Gruppenvergewaltigung in Freiburg

20.56 Uhr: Polizisten hielten die beiden Gruppen auseinander. Allerdings musste der AfD-Zug über eine andere Strecke umgeleitet werden, nachdem Gegendemonstranten ihn auf der geplanten Route blockiert hatten. Immer wieder kam es laut Augenzeugen zu Rangeleien zwischen Polizisten und Gegendemonstranten, die versuchten, den AfD-Zug aufzuhalten. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Der parteilose Oberbürgermeister Martin Horn hatte zuvor zur Besonnenheit aufgerufen. „Ich hoffe, dass die Demonstrationen friedlich bleiben und nicht weitere Gewalt und Hass nach sich ziehen. Es gibt in Freiburg keinen Raum für Straftäter und so furchtbare Straftaten“, sagte Horn der Deutschen Presse-Agentur. Aber es gebe auch keinen Raum für Menschen, die solche grausigen Straftaten dann politisch instrumentalisierten.

Update, 19.40 Uhr: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg haben sich am Montagabend zwei Demonstrationen in der Stadt formiert. Die AfD hatte zu einer Versammlung aufgerufen - an ihr nahmen nach Angaben eines Polizeisprechers 300 bis 500 Menschen teil. Mehrere Gruppen bildeten eine Gegendemonstration, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen. Hier zählte die Polizei rund 1500 Menschen. Polizisten hielten die beiden Gruppen auseinander. Allerdings musste der AfD-Zug über eine andere Strecke umgeleitet werden, nachdem Gegendemonstranten ihn auf der geplanten Route blockiert hatten.

Update vom 29. Oktober, 18 Uhr:

Derzeit befinden sich acht Männer in Untersuchungshaft. Sieben davon sind Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren. Allerdings wird einer der Männer nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums im Ausländerzentralregister als Iraker geführt. Er selbst habe sich als Syrer bezeichnet. Außerdem sitzt ein 25 Jahre alter Deutscher in U-Haft. Gegen einen der Männer bestand bereits ein Haftbefehl. Dieser wurde aber nach Angaben des Innenministeriums bis zu der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 14. Oktober noch nicht vollstreckt. Ein Sprecher nannte als Grund Ermittlungstaktik der Polizei - konkreter wurde er nicht.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: berauschendes Mittel in Blut einer 18-Jährigen nachgewiesen

Im Blut des Opfers wurde ein berauschendes Mittel nachgewiesen. Die junge Frau hatte nach Polizeiangaben angegeben, von einem Mann ein Getränk angenommen zu haben und später in wehrlosem Zustand missbraucht worden zu sein.

Nach Vergewaltigung einer 18-Jährigen soll Sicherheitslage in Freiburg geprüft werden

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Sicherheitslage in Freiburg solle noch einmal geprüft werden. „Selbstverständlich werden wir mit der Stadt Freiburg und der Polizei vor Ort über Maßnahmen beraten, wie wir die Sicherheitslage weiter verbessern können.“ Er sei persönlich mit Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) und dem Polizeipräsidium in engem Kontakt, sagte Strobl. Die Polizei in Freiburg war nach Straftaten bereits verstärkt worden.

So soll der Täter die 18-Jährige in die Falle gelockt haben

Update vom 29. Oktober, 12.31 Uhr: Nach der Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat sich ein Zeuge zu Wort gemeldet, der miterlebt haben will, wie das Opfer nach draußen gelockt wurde. Der Täter soll die 18-Jährige in der Disko kennengelenrt haben und ihr eine „Pille in Herzform“ gegeben haben, so die Schilderungen des Zeugen gegenüber der Bild. Anschließend habe er die junge Frau nach draußen gelockt, mit dem Vorwand ihr dort seine Tattoos zeigen zu wollen.

Demonstrationen in Freiburg nach Vergewaltigung einer 18-Jährigen

Update vom 29. Oktober, 12.14 Uhr: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg wollen Demonstranten in der Stadt auf die Straße gehen. Während die rechtspopulistische AfD für Montagabend zu einer Versammlung aufrief, wollen Gegendemonstranten vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens warnen.

Die rund 230.000 Einwohner zählende Stadt war schon nach dem Mord an einer Studentin vor rund zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten. Deswegen war ein junger Flüchtling festgenommen und im März verurteilt worden. Die damalige Tat sowie weitere Verbrechen in und um Freiburg hatten überregional eine Debatte über die deutsche Flüchtlingspolitik ausgelöst. Dies wiederholt sich nun.

ZDF-Journalistin Dunja Hayali äußert sich auf Facebook nach Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg

Update vom 28. Oktober, 19.18 Uhr: Die Journalistin Dunja Hayali wendet sich via Facebook in einem sehr langen Post an die Öffentlichkeit. Einige Leute sind die Moderatorin nach der Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg in den sozialen Netzwerken auf verschiedene Art und Weise angegangen. Nun äußert sich Dunja Hayali zu den Kommentaren und Nachrichten. 

„Die Gruppenvergewaltigung, die in Freiburg passiert ist, ist entsetzlich, schrecklich, widerlich und abstoßend. Wie übrigens jede Vergewaltigung. Und jeder Täter gehört auch entsprechend bestraft. Anteilnahme und Mitgefühl gelten aber auch hier zunächst und ganz deutlich dem Opfer“ , betont Dunja Hayali. 

Die ZDF-Moderatorin wisse nicht, was sie perfider finden solle und schreibt, „die, die einem nun das Gleiche wünschen, weil mir die ‚Erfahrung‘ bestimmt helfen werde....Oder die, die sich hämisch darüber freuen, dass die Täter Flüchtlinge/Asylsuchende waren.“

ZDF-Moderatorin Dunya Hayali kritisiert Abschiebungeverfahren

Dunya Hayali spricht auch die Problematik bei Abschiebungen an. „Dass Abschiebeverfahren zu lange dauern, dass sie aus 1000 Gründen rechtlich nicht umgesetzt werden (können) und auch Weiteres in diesem Zusammenhang kann ja kein Ist-Zustand bleiben!“, schreibt die Journalistin. Ihrer Ansicht nach müsste dringend etwas geändert werden. Schon weil anständige Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten zum Sündenbock gemacht und unter Generalverdacht gestellt würden und für die, die sich um Schutzbedürftige kümmern. Und weiter schreibt sie: „Für uns alle, die in diesem Land friedlich, sicher und beschützt zusammenleben wollen.“

In einem letzten Absatz wendet sich Dunya Hayali direkt an ihre Kritiker, die sie „irgendwelche Unverbesserlichen“ nennt. Die Moderatorin steht trotz ihrer Forderung weiter „für eine offene, tolerante, hilfsbereite Gesellschaft“. Ihrer Ansicht nach sei nicht alles „entweder-oder“ oder „schwarz-weiß“. Und so sei es möglich, Dinge, die schieflaufen, zu kritisieren und anzuprangern.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Es gibt möglicherweise noch mehr Täter 

Update vom 28. Oktober, 18.10 Uhr: Stundenlang hat eine Gruppe von jungen Männern eine 18-Jährige in Freiburg vergewaltigt. Die 13-köpfige „Ermittlungsgruppe Club“ arbeitet auf Hochtouren und wertet die Spuren aus, wie die deutsche Nachrichtenagentur berichtet. Es sei möglich, dass es weitere Täter gebe. Über am Tatort und am Opfer gefundene Körperspuren könnten diese ermittelt werden. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Mutmaßlicher Täter soll Opfer bestimmte Droge verkauft haben

Update vom 28. Oktober, 9.24 Uhr: Wie die Bild berichtet, soll die 18-Jährige in der Disco nicht nur ihren späteren Peiniger kennengelernt haben. Der mutmaßliche Haupttäter M. soll der jungen Frau vor seiner furchtbaren Tat auch eine  bestimmte Droge verkauft haben: eine Ecstasy-Tablette. Danach gab er ihr offenbar ein Getränk aus - ob sich darin K.o.-Tropfen befanden, müssen Ermittlungen ergeben.

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer hat unterdessen am Sonntag gefordert, die Bewegungsfreiheit von gewaltbereiten Asylbewerbern mit einer Wohnsitzauflage in entlegenen und „sicheren Landeseinrichtungen“ weitgehend einzuschränken. Der „Spurwechsel raus aus den Städten“ greift laut Palmer dann, wenn Polizei, Ordnungsbehörden und Sozialarbeiter vor Ort Kenntnis von Flüchtlingen haben, die wiederholt Gewaltbereitschaft zeigten, aber keine Integrationsanstrengungen. „Dann kann die jeweilige Kommune einen Antrag beim Land auf Erlass einer Wohnsitzauflage in einer staatlichen Einrichtung stellen. Das Instrument existiert bereits, das erfordert also keine Gesetzesänderung“, führte Palmer aus.

Auch in oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen wurde am Sonntagmorgen eine versuchte Vergewaltigung angezeigt. Eine junge Frau war auf dem Heimweg von einer Bar - und wurde plötzlich in einen dunklen Hof gezogen (Merkur.de*).

News vom Samstag zur Gruppen-Vergewaltigung - Demos angekündigt 

Update 13.10 Uhr: Nach der Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg sind einem Bericht der „Badischen Zeitung“ zufolge für Montag zwei Demos angekündigt. Der frühere Freiburger Stadtrat Sebastian Müller habe für Montag, 18.30 Uhr, zu einer Kundgebung auf den Platz der Alten Synagoge eingeladen unter dem Motto: "Mein Entsetzen ist keine Rechtfertigung für euren Hass." Die AfD habe ebenfalls zu einer Kundgebung aufgerufen. 

Gruppenvergewaltigung in Freiburg - Vater des Hauptverdächtigen spricht 

Update, 11.38 Uhr: Inzwischen hat sich der Vater des Hauptverdächtigen geäußert. "M. war nach unserer Flucht immer wieder aggressiv. Er hatte Ärger mit der Polizei, wurde sogar schon verurteilt, weil er jemanden anderen verletzt hat. Wenn mein Sohn die Frau vergewaltigt hat, werde ich dafür sorgen, dass er nicht in Deutschland bleibt", sagte er „Bild“

Gruppenvergewaltigung in Freiburg - Jetzt reagiert der Club-Betreiber 

Update vom 27. Oktober, 9.25 Uhr: Im Velvet-Club, einem der beiden Clubs an der Hans-Bunte-Straße in Freiburg, ist man erleichtert über die Festnahmen: "Wir freuen uns, dass der schlimme Fall so schnell geklärt werden konnte", sagte einer der Betreiber der Badischen Zeitung. „Wir sind dankbar für die schnelle Ermittlungsarbeit der Polizei und hoffen, dass wir durch unsere Kooperation dazu beitragen konnten", äußerte er sich weiter und sicherte den Ermittlungsbehörden die fortdauernde Unterstützung zu.

Freiburg: Bis zu 15 Täter bei der Gruppenvergewaltigung? 

Update vom 27. Oktober, 6.55 Uhr: Sieben Syrer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren sowie ein 25 Jahre alter Deutscher sitzen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg in U-Haft. Doch es könnten noch weitaus mehr Täter gewesen sein. Laut der Bild-Zeitung gehen die Ermittler von bis zu 15 möglichen Tätern aus. Eine 13-köpfige Ermittlungsgruppe namens „Club“ versuchte die Hintergründe der Tat aufzuklären. 

Nach Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Oberbürgermeister meldet sich zu Wort

Update vom 26. Oktober, 21.23 Uhr: Der Oberbürgermeister von Freiburg hat die Tat verurteilt. Für Straftäter dürfe es keine Toleranz geben, sagte Martin Horn (parteilos) am Freitag in Freiburg. Er warnte zudem vor vorschnellen Urteilen. Straftaten wie diese dürften nicht dazu dienen, Flüchtlinge pauschal zu verurteilen. Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Migranten verhalte sich gesetzestreu. 

Ziel müsse es nun sei, Freiburg gemeinsam mit der Polizei sicherer zu machen. Dazu gab es bereits erste Maßnahmen: So zeigte eine bessere Beleuchtung an Straßen und Wegen bereits Wirkung.

Gruppen-Vergewaltigung nach Disco-Besuch in Freiburg - 18-Jährige stundenlang missbraucht

Update vom 26. Oktober, 19.53 Uhr: Wie die Bild berichtet, soll das Martyrium der jungen Frau vier Stunden lang gedauert haben. Dabei beruft sich das Boulevardblatt auf die Aussage der 18-Jährigen bei der Polizei. Außerdem sollen an der jungen Frau DNA-Spuren gesichert worden sein, die wenige Tage nach der Tat einen Treffer in der DNA-Analyse-Datei ergeben haben sollen. Am Samstag folgte dann die Festnahme des ersten Verdächtigen.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Tatverdächtigen waren wegen anderer Straftaten bekannt

Update vom 26. Oktober, 19.01 Uhr: Nach der Tat waren die Männer geflüchtet, die Polizei hatte zunächst keine Spur. Die nun Festgenommenen seien der Polizei wegen anderer Straftaten bereits bekannt, sagte die Sprecherin. Die meisten von ihnen lebten in Flüchtlingsunterkünften in und um Freiburg. Ob sie sich zu den Vorwürfen geäußert haben, wollten die Ermittler zunächst nicht sagen.

Gruppen-Vergewaltigung nach Disco-Besuch: 18-Jährige hatte keine Chance sich zu wehren

Update vom 26. Oktober, 18.44 Uhr:

Die Ermittlungen der Polizei zur mutmaßlichen Gruppenverwaltigung in Freiburg laufen. Jetzt wurden neue Details zur Tat bekannt. Noch sei unklar, was sich in dem Getränk befunden habe, sagte eine Polizeisprecherin. Nach der Einnahme des Getränks und dem Verlassen der Diskothek sei die junge Frau wehrlos gewesen. Sie habe keine Chance gehabt, die Vergewaltigungen zu verhindern. 

Nach Disco-Besuch: 18-Jährige von mehreren Männern vergewaltigt

Das war die Erstmeldung vom 26. Oktober 2018:

Freiburg - In Freiburg soll eine 18-Jährige von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeibericht bereits Mitte Oktober. Acht Männer wurden festgenommen. Dabei handelt es sich nach Informationen der dpa um sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren sowie um einen 25 Jahre alten Deutschen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, sitzen die Männer unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft.

Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Opfer ist 18 Jahre alt

Die 18-Jährige soll in der Nacht auf den 14. Oktober mit einer Freundin in einer Discothek in der Hand-Bunte-Straße in Freiburg zu Gast gewesen sein. Dort soll sie laut Polizei von einem nicht näher bekannten Mann ein Getränk bekommen haben. Gegen Mitternacht habe die Frau dann gemeinsam mit dem Mann die Diskothek verlassen. 

Mehrere Unbekannte an sexuellem Übergriff in Freiburg beteiligt

Daraufhin kam es nach Angaben der Opfers in einem nahe gelegenen Gebüsch zu einem sexuellen Übergriff durch einen der mutmaßlichen Täter. „Nach diesem sollen weitere, bislang ebenfalls unbekannte Täter sich an der zwischenzeitlich wehrlosen Frau vergangen haben“, so die Polizei. Derzeit ermittelt eine 13-köpfige Ermittlergruppe des Freiburger Polizeipräsidiums.

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dpa/tz

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