Im Streit weggeworfen

Verlobungsring bremst Bahnverkehr

Bremen - Die Bahn hat diverse Gründe für Verspätungen. Doch das ist auch noch nicht oft vorgekommen. Die Suche nach einem weggeworfenen Verlobungsring hat in Bremen kurzzeitig den Zugverkehr gestört.

Auf der Suche nach seinem weggeworfenen Verlobungsring hat ein Mann in Bremen kurzzeitig den Zugverkehr gestört. Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, hatte der 26-Jährigen den Ring bei einem Streit mit seiner vier Jahre jüngeren Verlobten am Bahnhof Hemelingen ins Gleisbett geschleudert - dies unmittelbar darauf aber "so sehr" bereut, dass er eine Suche startete. Auch seine Partnerin verzieh ihm und half mit.

Nach Angaben der Beamten übersahen die beiden jungen Leute allerdings, dass sie sich bei ihrer Aktion in höchste Lebensgefahr begaben. Auf der Strecke seien Züge mit bis zu 160 Stundenkilometern unterwegs, es bleibe beim Herannahen eines Zuges lediglich eine Reaktionszeit von zwei Sekunden. Ein Lokführer erkannte den Angaben zufolge die Gefahr und rief eine Streife der Bundespolizei.

Diese raste mit Blaulicht zum Ort des Geschehens und klärte die Lage. Insgesamt mussten bis dahin drei Züge bis auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen. "Am Ende war alles gut", teilten die Ordnungshüter weiter mit. Der Ring sei gefunden worden und das Paar habe sich wieder versöhnt. Allerdings habe sich eine Anzeige wegen der Behinderung des Bahnverkehrs "nicht vermeiden lassen".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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