Verstoß gegen Datenschutz

Vermieterin verlangt von Wohnungsinteressentin Schwangerschafts-Nachweis

Eine Frau arbeitet an einem Laptop in ihrem Wohnzimmer.
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Eine Vermieterin in Stuttgart verlangte von einer Interessentin Auskunft über eine mögliche Schwangerschaft.

Ein Fall in Stuttgart macht hellhörig, denn er ist in Hinblick auf den Datenschutz äußerst bedenklich: Als eine Frau eine Wohnung anschauen wollte, forderte die Vermieterin eine Schwangerschaftsauskunft.

Stuttgart - Dass Vermieter sich im Voraus über zukünftige Mieter informieren wollen, ist selbstverständlich. Was jedoch eine Stuttgarter Vermieterin kürzlich von einer Wohnungsinteressentin per Fragebogen forderte, ist in Augen des Mieterbundes nicht erlaubt. Der Vorfall, über den die Stuttgarter Zeitung berichtete, wirft Fragen auf: Offenbar verlangte die Vermieterin von der Wohnungssuchenden einen Schwangerschaftsnachweis. Klar ist: Ein Vermieter benötigt bestimmte Daten, um mit jemandem ein Mietverhältnis eingehen zu können. Natürlich darf der Vermieter, wenn er einen Mieter endgültig ausgesucht hat, Fragen zu dessen Einkünften stellen. Willkürliches Datensammeln im Bewerbungsprozess ist jedoch gesetzlich nicht erlaubt. Wie BW24* berichtet, war eine Stuttgarterin geschockt, was eine Vermieterin von ihr wissen wollte.

Absurder Vergleich zeigt, dass Mieten in Stuttgart inzwischen Luxus ist (BW24* berichtete). *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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