Veröffentlichung von Überwachungsvideos rechtens

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Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller kann die Veröffentlichung von Überwachungsvideos nicht verboten werden.

Osnabrück - Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat offenbar keine rechtliche Handhabe, die von dem Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller angekündigte Veröffentlichung der Überwachungsvideos zu verhindern.

“Nach meinen Informationen sieht die Staatsanwaltschaft Duisburg keine Möglichkeit, die Pläne Schallers juristisch zu stoppen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der “Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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Die Behörde habe aber Schaller in einem Schreiben “dringend aufgefordert, das Material der sieben Überwachungskameras aus Gründen der Pietät und Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht zu veröffentlichen“, hob er hervor. Auch Wendt warnte Schaller rund vier Wochen nach der Katastrophe mit 21 Toten und Hunderten Verletzten vor dem Schritt an die Öffentlichkeit: “Es wäre das Allerletzte, die Hinterbliebenen im Netz mit den Bildern ihrer sterbenden Angehörigen zu konfrontieren.“ Zudem bestehe ein erhebliches Risiko, mit den Videoaufnahmen Zeugen der Vorfälle zu beeinflussen.

Gedenken an die Opfer der Loveparade

Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zündet Kerzen für die Opfer an © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hielt eine bewegende Rede © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, l), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 2.v.l.), Bundespräsident Christian Wulff (2.v.r.), seine Frau Bettina (M) und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nehmen unter anderem an der Trauerfeier teil. © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck (r), drückt vor der Salvatorkirche in Duisburg Angehörigen der Opfer der Loveparade-Katastrophe die Hand © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der nordrhein-westfälische Innenministe Ralf Jäger (SPD, M) und seine Frau (l) © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der Bundestagsfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Trittin, und Barbara Steffens (Güne), nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter auf dem Weg zur Trauerfeier © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Karl-Josef Laumann © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Fritz Pleitgen (M), Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr.2010 GmbH, und Oliver Scheytt (vorn), Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Der Vorsitzende der Linke-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen Wolfgang Zimmermann (l) und die Bundesvorsitzende der Linken Gesine Lötzsch © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Ingeborg Bongardt von der Angehörigenbetreuung der Loveparade-Katastrophe © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade: Ingeborg Bongardt zündet Kerzen für die Opfer an © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa
Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa
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Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa
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Gedenken an die Opfer der Loveparade © dpa/AP

Loveparade Kameras

Hier sehen Sie das Videomaterial der Überwachungskameras

“Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten“, kritisierte Wendt weiter. Unterdessen berichtete der WDR, dass es in der kritischen Phase im Lagezentrum von Veranstalter und Polizei nach Angaben einer Sicherheitsfirma zu technischen Störungen gekommen sein soll. Es habe Kamerabilder gegeben, die plötzlich verschwunden seien, sagte der Geschäftsführer der Kölner Sicherheitsfirma R.A.D., Robert Ahrlé, dem Sender. Die Kameras seien ausgefallen, weil sie von Ravern bei ihrer Flucht aus einem Tunnel unbeabsichtigt beschädigt worden seien.

DAPD

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