Gefährlicher Versandbetrug

Mann verschickte leere explodierende Pakete: Haft

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Der Angeklagte vor Gericht.

Frankfurt (Oder) - Ein Mann hat Pakete ohne Ware verschickt und diesen Betrug mit Pyrotechnik verschleiert. In einem Postauto explodierte die Fracht. Der Absender muss nun hinter Gitter.

Der Angeklagte, ein gelernter Koch, hatte ausgesagt, wegen massiver Geldsorgen im Internet Waren verkauft zu haben, die er gar nicht besessen habe. Diesen Betrug habe er vertuschen wollen - und einen Versandschaden inszeniert. Er verschickte im Juli 2014 zwei mit Sprengsätzen präparierte Pakete. Dazu besorgte er sich Napalm. Am heimischen Herd mischte er eine Mixtur mit Zeitzünder zusammen, die wie geplant funktionierte. Die Pakete flogen in die Luft, das Postauto brannte aus.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilte den 35-Jährigen am Mittwoch wegen besonders schwerer Brandstiftung, gefährlicher Brandstiftung und Betrugs in zwei Fällen zu fünfeinhalb Jahren Haft, wie eine Sprecherin sagte.

Glück im Unglück: Verletzt wurde bei der Explosion niemand, der Postbote war gerade nicht im Wagen.

dpa

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