Religiöse Vorschrift missachtet

Video: Sikhs retten Männer mit Turban vorm Ertrinken

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NDTV zeigte ein mit einem Smartphone aufgenommenes Video, auf dem zu sehen ist, wie die Sikhs die jungen Männer die steilen Betonwände hochziehen.

Neu Delhi - Eigentlich ist es ihnen nicht erlaubt, ihre Turbane in der Öffentlichkeit aufzuwickeln, doch als zwei indische Männer mehrere junge Leute vor dem Ertrinken retten konnten, zögerten sie keine Sekunde.

Angehörige der Religionsgemeinschaft der Sikh werden in Indien als Helden gefeiert: Sie haben mit ihren neun Meter langen Turbanen mehrere junge Männer in Indien vor dem Ertrinken gerettet, berichtete die indische Zeitung „Times of India“ am Mittwoch. Dabei ist es ihnen aus religiösen Gründen eigentlich nur gestattet, die Kopfbedeckung zuhause beim Baden abzunehmen.

Der Vorfall ereignete sich laut der Zeitung im Dorf Sullar Gharat im nördlichen Bundesstaat Punjab, als zahlreiche Hindus ihre Statuen des Elefantengottes Ganesha in einem Gewässer versenken wollten. Bei dem religiösen Ritual, das jährlich vollzogen wird, seien vier junge Männer ausgerutscht und in den Kanal gefallen, berichtete der TV-Sender NDTV. Alleine kamen sie die steilen Betonwände nicht mehr hinauf, die starke Strömung drohte sie, unter Wasser zu ziehen.

"Ich hatte keine Zeit nachzudenken", zitiert der TV-Sender Inderpal Singh, einen der Retter. Ein anderer Sikh sei auf die andere Seite des schnell fließenden Gewässers gelaufen und habe es ihm gleichgetan. „Mein erster Impuls war es, auch in den Kanal zu springen, um zu versuchen, sie zu retten. Aber ich kann nicht schwimmen“, sagte der zweite Retter, Kanwaljit Singh, dem Sender.

dpa

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