Die Bilder werden Sie elektrisieren

Fotograf macht unfassbaren Fund in diesem Stollen

Paris - Der belgische Hobbyfotograf Vincent Michel hat eine mysteriöse Entdeckung gemacht: In einem verlassenen Stollen fand er ein Oldtimergrab. Wo die Autos herkommen, bleibt schleierhaft.

Der Belgier Vincent Michel ist ein sogenannter „Urban Explorer“. Der hauptberufliche Lehrer besucht verlassene Orte in Städten - und fotografiert zerfallene Kirchen, Industrieanlagen, Theater. Vor einigen Monaten machte er allerdings einen besonders spannenden Fund: In einem verlassenen Stollen stieß er auf verrostete Oldtimer. 

Für dieses Fotomotiv war er bis nach Zentralfrankreich gereist. Gerüchten zufolge sollte sich dort ein verborgener Stollen in einem verlassenen Steinbruch befinden. Doch die Entdeckung, die der Hobbyfotograf dort machte, war noch spektakulärer als gedacht: Rund 30 Fahrzeuge befanden sich in dem Stollen. Größtenteils waren diese Autos über 70 Jahre alt, stammten also noch aus der Vorkriegszeit. "Beim Anblick fühlte ich mich, als hätte ich eine Zeitreise gemacht und fragte mich, wie das möglich war", sagt Michel laut Daily Mail.

Er veröffentlichte die Bilder der Entdeckung bereits im August 2016, elektrisiert damit aber nach wie vor das Internet. Deshalb berichteten in der Folge viele Medien über die spektakulären Fotos, unter anderem die Daily Mail. Den genauen Fundort in Zentralfrankreich will der Hobbyfotograf jedoch nicht bekanntgeben.

Trésor de Guerre

Ganz unbekannt dürfte der Stollen allerdings in der Vergangenheit nicht gewesen sein: Einige Autos waren regelrecht ausgeschlachtet, nur noch die Karosserie blieb übrig, wie Michel berichtet. Auch die restlichen Oldtimer, größtenteils französische Marken wie Citroen, Renault und Peugeot, waren alles andere als in einem guten Zustand: Sie sind stark verrostet, das feuchte Klima in dem verlassenen Steinbruch hat den Wagen heftig zugesetzt. 

Mysteriös: Woher die Oldtimer wohl kommen?

Fraglich ist, wer die Autos in diese Umgebung gebracht haben könnte. Wie der Finder auf seiner Seite bei flickr mutmaßt, könnte das Geheimnis mit dem Zweiten Weltkrieg zusammenhängen. Im Jahr 1940 wollten viele Franzosen verhindern, dass ihre Wertgegenstände in die Hände der deutschen Wehrmacht gelangen würden - und versteckten sie. Womöglich fuhren die Dorfbewohner die Autos in einer “Nacht-und-Nebel-Aktion“ in den verlassenen Stollen, der beinahe unbekannt war. Vielleicht versuchten sie, die Autos so vor den Deutschen zu verstecken. 

Gegen diese Theorie spricht laut Spiegel allerdings, dass sich in dem Stollen auch einige neuere Modelle befinden - beispielsweise ein Citroen Typ H, der erst ab 1948 produziert wurde. Der belgische Entdecker Michel erklärt dies folgendermaßen: „Wahrscheinlich hat der spätere Besitzer der Mine noch ein paar Autos hier abgestellt, ehe er verstarb und die Geschichte damit völlig in Vergessenheit geriet."

Aber: Warum holte nach dem Zweiten Weltkrieg niemand mehr die zurückgelassenen Autos ab? Waren sie nicht mehr fahrtüchtig, kehrten die Besitzer nie zurück? Der Fall ist und bleibt mysteriös. Für den Hobbyfotografen Vincent Michel bleibt die Entdeckung aber vor allem ein hervorragendes Kameramotiv.

bau

Rubriklistenbild: © Vincent Michel

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