Vorbereitungen für Berliner Mauerfall-Feier

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Mauerfall am 9. November 1989.

Berlin - In Berlin werden letzte Vorbereitungen für die große Feier zum 20. Jahrestag des Mauerfalls getroffen. Staats-und Regierungschefs kommen am Abend in die Hauptstadt.

An der einstigen Nahtstelle der Teilung werden am Abend (19.00) die Staats- oder Regierungschefs aller EU-Mitgliedsstaaten, US-Außenministerin Hillary Clinton und der russische Präsident Dmitri Medwedew erwartet. Symbolisch soll bei der Feier in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Mauer noch einmal fallen, indem 1000 bemalte übermannsgroße Domino-Steine der Reihe nach umstürzen.

20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos

20 Jahre Mauerfall: Wir haben die emotionalsten Bilder von damals zusammengestellt. Von der historischen SED-Pressekonferenz bis zur Trabi-Kolonne nach West-Deutschland. Klicken Sie sich durch. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Am 9. November 1989 gibt SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz, die live im DDR-Fernsehen und im Radio übertragen wurde, die Öffnung der Grenzen bekannt. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Schabowski verliest eine neue Reiseregelung, nach der jeder DDR-Bürger ohne Voraussetzungen aus dem Land ausreisen darf. Auf die Zwischenfrage eines Journalisten, ab wann diese Regelung in Kraft trete, antwortet er irrtümlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis (...) ist das sofort, unverzüglich.“ © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Von da an gibt es kein Halten mehr: Ost- und West-Berliner stürmen die Mauer. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Tausende Menschen tanzen und singen vor dem Brandenburger Tor. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Geschichte zum Mitnehmen: Dieser Mann hackt sich ein Stück Mauer ab. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Hier feiern die Menschen an einer Kontrollstation. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Ostberliner klettern die Mauer nach West-Berlin hoch. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Ein Berliner reicht zwei ostdeutschen Grenzbeamten seine Hand. Die bleiben mit hinter dem Rücken verschränkten Armen unbewegt stehen. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Ostberliner besteigen die Mauer Richtung Westen. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Diese Berliner wollen mit dem Hammer und bloßen Händen die Mauer einreißen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Mit Wunderkerzen feiern die Demonstranten den Fall der Mauer. 28 Jahre trennte das Bauwerk die Berliner. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Mit vereinten Kräften erklimmen die Menschen die Mauer. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Jubelszenen am 9. November 1989. Diese Bilder bewegten die Welt. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Feiernde mit einer Deutschlandfahne auf der Grenzmauer. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Tausende Ostberliner fahren nach der Mauereröffnung mit ihren Trabis in den Westen. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Diese Berliner Schuljungen zeigen stolz die Mauerstücke, die sie mitgenommen haben. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Menschenauflauf an einer Berliner Grenzstation. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Dieser Mann versucht, mit einem Hammer die Mauer einzureißen. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Freude pur auf der Mauer vor dem Reichstag. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Grenzbeamte vor einem Segment der Mauer, das die Berliner heruntergerissen haben. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Diese Bilder sprechen Bände: Die Trennung zwischen Ost- und Westdeutschen ist Geschichte. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Sie singen und tanzen auf der Mauer vor dem Reichstag. © ap
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Verkehrschaos: Tausende Trabis tuckeln nach der Mauereröffnung in den Westen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Stau, Hupkonzerte und Jubelrufe auf den Straßen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Riesenandrang an einem Grenzübergang in den Westen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Mit dem Taxi lassen sich diese Ostdeutschen in den Westen bringen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Die Schranken an der Grenze haben ihre Bedeutung verloren. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Hupend bahnen sich die Trabifahrer ihren Weg durch die feiernden Menschen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Diese DDR-Grenzbeamten bekommen von Westdeutschen Blumen auf die Mauer gereicht. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Lachend und weinend liegen sich die Menschen in den Armen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Auf in die Freiheit! Kilometerlang schieben sich die Kolonnen auf den wenigen Autobahnen Richtung Westen. © dpa
20 Jahre Mauerfall: Die bewegendsten Fotos zum Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin
Dass die Menschen am Tag des Mauerfalls stundenlang unterwegs sind, störte damals keinen. © dpa

Merkel warnte davor, in alte Diskussionen um Verteilungskämpfe zwischen Ost und West zurückzufallen. “Wir sollten die Bedürfnisse auch der Erneuerung in den alten Bundesländern nicht gegen das, was in den neuen Bundesländern passiert, ausspielen“, sagte die Kanzlerin im ARD-“Morgenmagazin“. Gleichewertige Lebensverhältnisse gebe es dann, wenn die strukturellen Unterschiede zwischen Ost und West behoben seien.

Ost-Produkte, die die DDR überlebten

Schönstes Beispiel eines Produkts, das die DDR überlebt hat, ist der Sekt mit der roten Aluminiumkappe. „Rotkäppchen“ aus der VEB Sektkellerei Freyburg war die bekannteste Sektmarke der DDR. Inzwischen steht das süffige Getränk in fast jedem Supermarkt. 90 Millionen Flaschen wurden letztes Jahr ausgeliefert. Rotkäppchen-Sekt hat es geschafft, sich als Kultmarke zu etablieren. © Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH
Auch das alte DDR-Waschmittel Spee hat eine erstaunliche Karriere hingelegt. Es kommt aus dem 1921 von Henkel gegründeten Werk Genthin (Sachsen-Anhalt), das 1945 enteignet und 1990 von der Treuhand zurückgekauft wurde. Seit über zehn Jahren ist Spee in ganz Deutschland auf dem Markt und durch die Werbekampagne mit dem Preisfuchs („Die schlaue Art zu waschen“) auch hinlänglich bekannt. © Henkel
Das Spülmittel fit ist nach eigenen Angaben heute Marktführer bei Handspülmitteln im Osten. Die im sächsischen Hirschfelde angesiedelte Firma kaufte die westdeutschen Marken Rei in der Tube, Sanso und Kuschelweich. Sie hat heute 110 Mitarbeiter und will jetzt „Schritt für Schritt“ auch in die westdeutschen Supermärkte. © fit
Der Bautz’ner Senf gehört schon seit Jahren zu Develey in Unterhaching. Er wird allerdings immer noch im sächsischen Bautzen produziert. © Develey
Der Spreewald war schon zu DDR-Zeiten die Gemüsekammer des Ostens. Vor allem Gurken wachsen hier ohne Ende und werden auf spezielle Weise eingelegt. Allmählich wandern auch sie gen Westen. © Spreewaldhof
Schokolade gehörte mangels Kakao nicht unbedingt zu den geschmacklichen Highlights der DDR. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Halloren-Kugeln gingen immer. Sie stammen, wie der Name sagt, aus Halle und sind dort seit über 200 Jahren bekannt. In der frühen DDR-Zeit als eine Art Praline für Arme kreiert, zeigten die Halloren-Kugeln nach der Wende ein neues Potenzial. Neben dem Klassiker mit schwarz-weißem Innenleben gibt es inzwischen verschiedenste Variationen. © Halloren
Burger Knäckebrot stammt aus Burg bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt und war einst die erste Knäckebrot-Fabrik in Deutschland. Noch heute ist das Knäcke die Nummer 1 in Ostdeutschland. Seit 2001 gehört das Unternehmen zur Firma Brandt. © dpa
1946 gründete der Bäcker Oskar Kompa in der Kleinstadt Apolda in Thüringen einen Handwerksbetrieb, der später das einzigartige „im Waffeleisen gebackene Kusperbrot“ unter dem Namen Filinchen zum Kult machte. Der Name ist eine liebevolle Erinnerung an den Kosenamen seiner Jugendfreundin. © dpa
Erdbeermäulchen von Frischli sind inzwischen weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus bekannt und haben weitere Werke zum Beispiel in Bayern. © dpa
Grabower Küsschen sind heute weit bekannt und waren früher aber nicht das einzige Produkt der Firma. 1951 wurde die Firma zu Volkseigentum und stellte vor allem Schaumküsse und Gebäck her. © dpa
Die Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH ist für ihre Brühwürste und Konserven noch heute bekannt. © dpa
Im Nu Malzkaffee stammt von der Röstfein Kaffee GmbH aus Magdeburg und war in der DDR ein beliebtes Heißgetränk. © dpa
Der beliebteste Kaffee in Ostdeutschland war allerdings der Rondo Melange. Röstfein hatte neben der Rösterei in Magdeburg zu DDR-Zeiten noch sechs weitere Standorte. © dpa
Köstritzer Schwarzbier stammt aus Bad Köstritz bei Gera in Thüringen. Das Unternehmen ist heute Marktführer in der Schwarzbierbrauerei. In der DDR war Köstritzer eines der wenigen Exportbierunternehmen. Heute gehört die Marke zu 100 Prozent zu Bitburger. © dpa
Dederon Mininetze sind auch 20 Jahre nach Ende der DDR noch bekannt und verbreitet. Inzwischen kann man sie für acht Euro in In-Läden kaufen. © dpa
Nudossi ist für viele das „Ost-Nutella“. Noch heute versüßt es vor allem ostdeutsche Frühstücksbrötchen und hat sogar deutlich mehr Haselnüsse als Nutella. © dpa
„Teigwaren Riesa“ ist seit zehn Jahren Marktführer in Ostdeutschland. Zu DDR-Zeiten war das Unternehmen der größte Nudel-Hersteller. Dank eines schwäbischen Investors findet man die Nudeln auch in Westdeutschland. © dpa
„Nun liebe Kinder gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht.“ - diese Wendung kennt wohl jeder. 1959 flimmerte das Sandmännchen erstmals über die Fernsehschirme in Ostdeutschland. Bis 1990 gab es drei Versionen der Gutenacht-Sendung im geteilten Deutschland. Das DDR-Sandmännchen wurde eingestellt. © dpa
Die Schlager Süßtafel gilt als Paradebeispiel für das Industriedesign der DDR. Die Bezeichnung „Süßtafel“ erlaubte den Verzicht auf Kakaoanteile. Seit 2000 gibt es die Schlager Süßtafel mit veränderter Rezeptur wieder. © dpa
Beliebte Backmischung für Eierkuchen: Komet Eierkuchenmehl. Die gibt‘s heute noch. © dpa
"Brauselimonade mit Frucht- und Kräutergeschmack" lautete 1954 das Patent für Vita-Cola. In Ostdeutschland kaufen heute mehr Menschen Vita-Cola als Pepsi. © dpa

Der frühere Bürgerrechtler Arnold Vaatz warnte bei aller Freude über das Ereignis auch vor DDR-Nostalgie. “Es ist allerdings auch notwendig, dass man der Frage nachgeht, wie es denn wirklich dazu gekommen ist, und dabei die innere Entwicklung der DDR mit einzubeziehen“, sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete dem “Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag). “Die Menschen wollten Veränderungen. Das scheinen die DDR-Nostalgiker manchmal zu vergessen.“

dpa

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