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Behörden auf spanischer Urlaubsinsel erklären Katastrophe für beendet: „Hat 85 Tage gedauert“

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Panoramabild des Vulkans auf La Palma im Dezember 2021.
Vorerst ruhig: der Vulkan auf La Palma. © Miguel Calero/Imago

Nach rund drei Monaten geben Experten auf La Palma nun Entwarnung. Rückkehrer sollen aber gut lüften, bevor sie ihre Bleiben wieder betreten.

La Palma - Für die leidgeprüften Menschen auf La Palma gab es am Samstag eine gute Nachricht: Der Vulkanausbruch auf der Kanareninsel ist nach Einschätzung der Experten beendet. „Die Eruption hat 85 Tage und 18 Stunden gedauert“, sagte Behördenvertreter Julio Pérez vor Journalisten.

Die Aktivität des Vulkans war zuletzt zehn Tage lang auf niedrigem Niveau verharrt. Dennoch warnten die Behörden, der immer noch namenlose Vulkan bleibe unberechenbar und könne auch plötzlich wieder zu neuem Leben erwachen. Zudem seien die immer noch austretenden Gase gefährlich.

Alle, die zu ihren Häusern in der Nähe des Vulkans zurückkehrten, um Asche zu beseitigen oder wichtige Gegenstände zu sichern, sollten die Gebäude vorher mindestens 15 Minuten gut lüften, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE.

Vulkanausbruch auf Urlaubsinsel La Palma: 900 Millionen Euro Schaden

Der Vulkanausbruch war der erste auf der Kanareninsel seit 50 Jahren. Rund 7000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, viele von ihnen verloren ihr gesamtes Gut. Auf der Insel in Spanien leben rund 83.000 Menschen.

Seit Beginn des Ausbruchs am 19. September hat die mehr als 1000 Grad heiße Lava laut dpa fast 2900 Wohnhäuser und andere Bauten zerstört. Knapp 1200 Hektar wurden mit einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Die Schäden werden auf mehr als 900 Millionen Euro geschätzt. (AFP/dpa/frs)

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