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Vulkanausbruch auf La Palma: Beeindruckendes Video zeigt „Lava-Tsunami“

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Von: Patrick Huljina

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Ein Haus ist mit der Asche des Vulkans in Las Manchas auf der Kanareninsel La Palma bedeckt.
Die Asche des Vulkanausbruchs auf La Palma bedeckt ganze Häuser. © Saul Santos/dpa

Seit rund vier Wochen spuckt der Vulkan auf La Palma Lava. Auf Twitter wurde nun ein beeindruckendes Video geteilt, das einen „Lava-Tsunami“ zeigt.

La Palma - Der Vulkanausbruch auf La Palma* dauert bereits knapp vier Wochen an. Tausende Menschen mussten evakuiert werden, etliche Erdbeben erschüttern die Kanareninsel immer wieder. Am Freitag (15. Oktober) ist nun der Lavafluss aus dem Vulkan heftiger und wesentlich schneller geworden.

Vulkanausbruch auf La Palma: Video zeigt „Lava-Tsunami“

Das vulkanologische Institut der Kanaren, Involcan, sprach angesichts beeindruckender Videoaufnahmen in einem Tweet sogar von einem „Lava-Tsunami“. Das Twitter-Video zeigt die mehr als 1000 Grad heiße Lava* mit einer enormen Geschwindigkeit in Richtung Meer fließen.

Der Geologe José Mangas, Professor an der Universität Las Palmas de Gran Canaria, betonte jedoch, das Bild eines Tsunamis sei in diesem Zusammenhang etwas schief. „In diesem Fall kann nicht von einem Tsunami gesprochen werden, sondern von mehr als 1200 Grad heißen Lavaströmen, die wegen des steil abfallenden Geländes sehr schnell werden“, sagte er im staatlichen TV-Sender RTVE.

Vulkanausbruch auf La Palma: Experte vermutet Stabilisierung

Der Vulkanologe Juan Carlos Carracedo vermutete sogar, dass sich der seit fast vier Wochen andauernde Vulkanausbruch auf La Palma* stabilisiert habe, indem die Lava nun ohne Hindernisse aus dem Vulkan laufe, bis der Druck nachlasse. Wann das so weit sei, lasse sich aber nicht sagen.

Seit dem Beginn des Vulkanausbruchs in der Cumbre Vieja* im Süden von La Palma mussten schon mehr als 7000 Menschen ihre Häuser unterhalb des Vulkans verlassen und sich in Sicherheit bringen. Die Auswertung der Daten des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus ergab, dass bisher 1548 Gebäude von der Lava zerstört und eine Fläche von 700 Hektar von Lava und Asche bedeckt ist. Das entspricht etwa 980 Fußballfeldern. Ernsthaft verletzt wurde bisher niemand. Teilweise lag die Asche so hoch, dass von Häusern nur noch die Schornsteinspitze herausragte.

Ein Deutscher, der vor Ort lebt, beschrieb die verheerende Lage auf der Vulkaninsel*. (ph/dpa)

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