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Fans des Metal-Festivals trauern um Uwe Trede: Dunkle Wolken über Wacken

Wacken-Festival
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Das Wacken-Festival.

Die Metal-Community ist in großer Trauer - und insbesondere die Fans des Wacken-Festivals: Uwe Trede ist tot.

Wacken - Große Trauer bei den Machern des traditionsreichen Metal-Festivals Wacken Open Air und vielen Besuchern: Uwe Trede ist im Alter von 80 Jahren gestorben. „Unser ältester Freund, Wegbereiter und Unterstützer Uwe Trede ist im Alter von 80 Jahren von uns gegangen. Ohne Uwe wäre das Wacken Open Air in seiner heutigen Form nicht möglich geworden“, heißt es in einem Nachruf auf der offiziellen Homepage.

Wacken Open Air: Große Trauer um Uwe Trede

Wacken-Gängern ist der Name Trede sicherlich ein Begriff, denn: Auf dem Gelände seiner Familie stehen bis heute die Bühnen des Metal-Events. Er sei erster Fürsprecher des Festivals gewesen, heißt es im Nachruf. Seiner Unterstützung sei es zu verdanken, dass das Festival „glatt über die Bühne gehen konnte und der Rückhalt im Dorf stetig wuchs.“ Trede bot aber nicht nur seine Wiese an, er beteiligte sich auch mit neuen Ideen an der Organisation.

Auf der offiziellen Wacken-Homepage wird nicht nur seine Treue und Loyalität gewürdigt - Uwe Trede zeigte sich wohl auch oft erfinderisch: „So verschwand etwa eines Tages eine Unterschriftenliste gegen das Festival auf Nimmerwiedersehen, als Uwe zufällig des Weges kam. Die feine Art? Sicherlich nicht. Aber Uwe war eben auch hartnäckig und wusste, was er wollte und wie er zum Ziel kommt.“

Wie Trede 2010 in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau* erklärte, sei er zwar in all den Jahren nicht zum Metal-Fan geworden. Aber definitiv zum Fan des Festivals und der dortigen Leute: „Wissen Sie, ich habe hier noch keine Schlägerei erlebt. Nicht eine. Wenn hier 100 Leute zum Feuerwehrfest kommen, prügeln sich die Einheimischen auch mal.“ Die Wacken-Gäste seien hingegen - die Optik täuscht - „ganz liebe Leute. Die kommen, um zu feiern.“

Wacken Open Air: Uwe Trede wurde zum Star und gab Autogramme

Trede sei spätestens seit dem berühmten Wacken-Dokumentarfilm „Full Metal Village“ sogar zu einem „öffentlichen Star im Wacken-Kosmos“ geworden, so heißt es in dem offiziellen Nachruf. Das bestätigte auch Trede selbst in dem Interview 2010: „Jeder Dritte erkennt mich. Wenn ich über die Koppel fahre, halten sie mich an und sagen: ‚Sie müssen Bauer Uwe sein.‘ Und dann muss ich Autogramme geben, da komme ich nicht mehr vom Fleck.“

Wie bekannt und beliebt die Wacken-Legende war, zeigt sich auch in den Reaktionen in den Sozialen Medien. „Du wirst uns immer in Erinnerung bleiben“, heißt es dort. Viele Kommentare sammelt auch ein Posting des NDR., „Auch von mir und meiner Frau herzliches Beileid der Familie. Habe Uwe selbst als netten und freundlichen Menschen kennengelernt! R.I.P. in Frieden lieber Uwe“. Mancher erinnert sich an gemeinsame Begegnungen. „Er hat mich 2001 mit dem Trecker zum Zeltplatz mitgenommen. Er war wirklich super“ und „Habe schon mit ihm vor 60 Jahren gefeiert. Mein Beileid den Hinterbliebenen“, schreiben sie. Trauer gibt es auch in der Schlager-Branche - ein Sänger, der für zwei Evergreens sorgte, ist tot. (lin) (fr.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks)

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