Einsatz im Yosemite Nationalpark

Amerikaner bekämpfen Waldbrände mit Feuer

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Die Einsatzkräfte im Yosemite Nationalpark bekämpfen die Flammen jetzt mit einer Drohne und Gegenfeuer.

Los Angeles - Um die Waldbrände in der Sierra Nevada einzudämmen, setzen die US-Feuerwehrleute nun neue Einsatzmittel ein: Eine Drohne und Gegenfeuer sollen den Yosemite Nationalpark retten.

Die seit knapp zwei Wochen in der Sierra Nevada in Kalifornien wütenden Flammen sind weiter eingedämmt worden. 30 Prozent des Flächenbrandes seien mittlerweile unter Kontrolle, berichtete der US Forest Service. Bis das Feuer komplett besiegt sei, könnten aber noch knapp zwei Wochen vergehen, berichtete die „Los Angeles Times“ am Donnerstag (Ortszeit) online unter Berufung auf Einsatzkräfte.

Mit inzwischen knapp 780 verbrannten Quadratkilometern ist das Feuer laut Behörden eines der größten in der Geschichte Kaliforniens. Die Brandfläche entspricht etwa der Größe von ganz Hamburg, das 755 Quadratkilometer umfasst.

Mehr als 4800 Feuerwehrleute sind bisher im Einsatz gewesen. Steile Hänge erschweren die Arbeit in den brennenden Eichen- und Kiefernwäldern. Die Bodentrupps sind auf die Unterstützung von 20 Hubschraubern angewiesen. Mehr als 80 Planierraupen sind im Einsatz. Mit einem Gegenfeuer wollen die Brandbekämpfer verhindern, dass im berühmten Yosemite-Park ein größerer Schaden entsteht. Bei dem gefährlichen Vorgehen werden bestimmte Flächen abgebrannt, um zu verhindern, dass die Flammen sich unkontrolliert ausbreiten.

Selbst eine unbemannte Drohne der US-Nationalgarde hilft den Brandbekämpfern dabei, die verheerenden Buschbrände schrittweise einzudämmen. Der Flugkörper liefert aus der Vogelperspektive Luftbilder in Echtzeit und verschafft den Einsatzkräften so einen besseren Überblick, wie die „Los Angeles Times“ berichtete. Der unbemannte Flugkörper startete am Mittwoch und kreiste 20 Stunden über dem Feuer.

Der Brand war am 17. August nahe des Parks aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochen. Seither wurden der Feuerschutzbehörde Cal-Fire zufolge mehr als 110 Gebäude vernichtet, Tausende weitere - nördlich des Brandherdes - seien in Gefahr. Bislang verschont blieb das Zentrum der Naturoase, die jährlich von mehr als vier Millionen Touristen besucht wird. Allerdings wurden bereits mehrere Campingplätze und auch Zugangswege zu den riesigen, uralten Mammutbäumen gesperrt.

Die Wasser- und Stromversorgung im Ballungsgebiet rund um die Millionenmetropole San Francisco bleibt weiter in Gefahr. Es wird befürchtet, dass niedergehende Asche in der Meeresbucht der Stadt die Qualität der wichtigsten Wasserquelle für rund 2,6 Millionen Menschen beeinträchtigen könnte, zitierte der „San Francisco Chronicle“ (Mittwoch) die Behörden. Es sei bereits Wasser in andere Speicher gepumpt worden, um eine mögliche Verschmutzung abzuwenden.

Waldbrände verwüsten den Yosemite-Park

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dpa

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