Unglück in den französischen Pyrenäen

Wanderer stürzt in Felsspalte und überlebt dort fünf Tage lang

Perpignan - Er wollte wohl einfach nur eine schöne Wanderung erleben. Doch dieser Ausflug wurde für einen Mann zum Albtraum. Zuletzt triumphierte aber der Schutzengel.

Fünf Tage lang hat ein in den französischen Pyrenäen vermisster Wanderer in einer knapp 15 Meter tiefen Felsspalte ausgeharrt. Rettungskräfte fanden den nur leicht verletzten Mann am Mittwochvormittag, wie die Bergwacht mitteilte. "Es ist ein wahres Wunder. Er ist wohl schon am Freitag (in die Spalte) gestürzt."

Der Mann war am Freitag alleine zu einer Wanderung aufgebrochen. Weil er nicht zurückkehrte, suchten von Samstag an französische und spanische Rettungskräfte nach ihm und überprüften dabei auch alle Felsspalten auf seiner möglichen Wanderroute. Am Mittwochvormittag reagierte der Mann dann "mit einem Stöhnen" auf die Rufe der Rettungskräfte. "Er hat wohl fünf Nächte auf dem Boden dieses Loches verbracht", sagte der örtliche Bergwachtleiter Sébastien Grandclément. Der Mann erlitt Knöchelverletzungen und eine Unterkühlung.

Einen wahren Schutzengel hatte auch ein Vierjähriger aus Mühlheim an der Ruhr. Er war aus einem Fenster gestürzt - direkt in die Arme seines Lebensretters.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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