Schweizer Unternehmen erklärt sich

Frucht mit Mondpreis sorgt für Kopfschütteln - „Muss wohl eine Versace-Melone sein“

Wassermelonen auf einem Bazar in Kashan.
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Der Feinkostladen Globus in Zürich verlangt für eine einzige Wassermelone 95 Euro. Dafür gibt es heftige Kritik. (Symbolbild)

Für eine einzige Melone verlangt ein Kaufhaus in Zürich stolze 100 Schweizer Franken. Das Geschäft erklärt den hohen Preis mit der Seltenheit der Melone.

Zürich - 100 Schweizer Franken für eine Wassermelone? Was sich nach einem Witz anhört ist in der Schweiz Realität geworden. Für umgerechnet fast 95 Euro verkauft das Kaufhaus Globus in Zürich die Melone, wie das Portal Inside Paradeplatz berichtet. Doch bei der Frucht handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Wassermelone.

Die Melone ist nicht nur sehr teuer, sondern auch noch ziemlich groß. 14,4 Kilo soll die 95-Euro-Melone laut Inside Paradeplatz wiegen. Das macht ungefähr 6,50 Euro pro Kilo. Zum Vergleich: In Deutschen Supermärkten liegt der Kilo-Preis zwischen 50 Cent und 2 Euro. Doch warum verlangt der Delikatessen-Laden nun so viel Geld für eine Wassermelone?

Globus verkauft Wassermelone für 95 Euro - Und erntet Kritik im Netz

Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte Blick den Preis der Melone damit, dass es sich dabei um eine sehr selten große Melone handle. „Wir beziehen diese von einem kleinen, exklusiven Anbieter aus Italien mit Fokus auf Qualität und Umwelt“, heißt es weiter.

Das bedeutet, dass nur natürliche Behandlungen auf dem Feld durchgeführt würden. Die Bestäubung erfolge zum Beispiel nur durch Bienen und bei der Ernte würden nur die reifsten Früchte genommen, erklärt die Sprecherin. „Solch große Wassermelonen sind selten erhältlich und aufwendiger in der Produktion“. Und die habe ihren Preis. Deshalb erfolge der Transport auch nur auf Schienen.

Im Netz erntet das Kaufhaus für seine Preise derweil Kritik. Das Portal Inside Paradeplatz spricht von Preisen „von einer anderen Galaxie“. Immerhin sei die Melone ja nicht aus Gold, sondern zu 95 Prozent aus Wasser. Auch Privatpersonen machen sich über das Unternehmen lustig: „Das muss wohl eine Versace-Melone mit Himalaya Wasser sein“, schreibt ein Benutzer bei Blick. Ob es sich dabei wirklich um die perfekte Wassermelone handelt? Das bleibt der Person zu testen, die 100 Franken für eine Melone ausgeben wird.

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