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Vorsicht beim Plätzchenbacken! Gefährliche Bakterien in Mehl nachgewiesen - Kindern droht Lebensgefahr

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Von: Momir Takac

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Lebensmittelkontrolleure haben in einigen Mehl-Proben giftproduzierende Bakterien gefunden. Beim Plätzchenbacken ist deshalb besondere Vorsicht geboten.

Berlin - Zur Advents- und Weihnachtszeit gehören neben Punsch, Glühwein und Kerzenlicht natürlich auch Plätzchen. Gerade Kinder lieben es, beim Backen der Kekse mitzuhelfen. Gerne wird dabei auch der rohe Teig genascht.

Gefährliche Keime in fast jedem zehnten untersuchten Mehl nachgewiesen

Doch was eigentlich selbstverständlich ist, sollte dieser Tage lieber unterlassen werden. Denn Lebensmittelkontrolleure haben in fast jedem zehnten Weizenmehl gesundheitsschädliche Bakterien nachgewiesen. In 22 von insgesamt 242 Proben (9,1 Prozent) fanden sich sogenannte STEC-Bakterien, die schwere Darmentzündungen hervorrufen können. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit.

E.coli-Bakterien sind eigentlich Teil der gesunden Darmflora. STEC (Shiga-Toxin bildende E. coli) sind hingegen krankmachende Varianten. STEC besitzen die Eigenschaft, Giftstoffe zu bilden. Diese können dann besonders für immungeschwächte Menschen oder kleine Kinder sehr gefährlich werden. Ebenfalls wegen einer Gesundheitsgefahr ist für einen Bio-Snack für Kinder ein Rückruf eingeleitet worden.

STEC-Bakterien können bei Kindern akutes Nierenversagen auslösen

Akute Darmentzündungen könnten einen schweren Verlauf nehmen. Bei Kindern führt eine Infektion im schlimmsten Fall zu einem hämolytisch-urämischen Syndrom, das oft ein akutes Nierenversagen zur Folge hat. Wird es nicht rasch behandelt, besteht Lebensgefahr.

Trotz der Gefahren muss im Advent und zu Weihnachten auf Plätzchen aber nicht verzichtet werden. „Essen Sie Keks- oder Plätzchenteig möglichst nicht roh. Erst bei vollständiger Erhitzung im Backofen werden mögliche STEC-Bakterien im Mehl abgetötet; vorher sollten Sie Ihre Kinder nicht naschen lassen“, rät BVL-Präsident Friedel Cramer. Bei mehreren Drogerie-Ketten kam es unlängst zu einem Groß-Rückruf.

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