Die zehn peinlichsten No-Gos

Weihnachtsfeiern: Diese Blamagen sollten Sie sich ersparen

+
Lustig darf es zugehen - aber eskalieren sollte die Weihnachtsfeier nicht.

München - Wild rumgeknutscht, peinlich getanzt oder den Chef angelallt? Die alljährlichen Weihnachtsfeiern bergen ordentliches Pannen-Potenzial. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps, um Blamagen zu verhindern.

Dieser Termin steht rot im Kalender: die Weihnachtsfeier des Betriebs. Chic rausputzen, lecker essen, nett mit den Kollegen plaudern. Von Stunde zu Stunde lockert sich die Stimmung. Die Feier rockt! Party pur! Ein Gläschen Prosecco hier, ein Gläschen Wein dort. Musik? Nichts wie ab auf die Tanzfläche, locker die Hüfte kreisen und lauthals mitträllern. Was für ein Spaß.

Jaja, wenn da nur nicht der Tag danach wäre - der "Ich-schäme-mich-in-Grund-und-Boden-Tag". Hilft nichts. Vorbei ist vorbei. Jetzt müssen Sie damit leben, dass sich die Kollegen möglicherweise das Maul über Sie zerreißen. Im schlimmsten Fall gibt's auch noch eine vom Chef auf den Deckel.

Da hilft nur eins: Nach der Weihnachtsfeier Haltung bewahren und drüberstehen! Und vor allem: Im folgenden Jahr bei der Weihnachtsfeier nicht wieder die Partybombe spielen! Die Regel Nummer eins: Contenance bewahren! Dann sind Sie erstens nicht blau und kommen zweitens mit einem blauen Auge davon.

Weihnachtsfeier: Die zehn größten Fauxpas

Klar ist: Weihnachtsfeiern sind ein "Sehen-und-gesehen werden". Außerdem lauern überall Gefahren. Sinkt die Hemmschwelle, steigt die Wahrscheinlichkeit, mit Karacho in ein Fettnäpfchen reinzuschlittern. Damit Sie als Ergebnis ihres Auftritts nicht von der Karriereleiter geschubst werden, sollten Sie folgende Fehler vermeiden: 

  • Sie glänzen mit Abwesenheit

Ein plötzlicher Migräne-Anfall, ein ganz wichtiger Termin, ein Geburtstag eines Freundes - wer kennt sie nicht, die Klassiker der Ausreden. Okay, zwingen kann Sie niemand, an der Weihnachtsfeier teilzunehmen. Doch der Chef wird's registrieren: Minus-Punkt, das steht fest. Falls Sie doch erscheinen, dann aber pünktlich. Wer erst reinplatzt, während die Gesellschaft schon den zweiten Gang verspeist, fällt negativ auf.

  • Sie zeigen viel Haut

Ein offenherziges Dekoltee gehört zum Dirndl, nicht zum Outfit einer Weihnachtsfeier. Auch die ausgelatschten Turnschuhe, die durchlöcherte Jeans oder der Kuschelpulli sollten besser zuhause im Kleiderschrank hängen bleiben.

  • Sie verwandeln sich zur Läster-Schwester

"Boah, die neue Kollegin geht mir auf den Zeiger." Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und ziehen bei der Weihnachtsfeier einen anderen Mitarbeiter richtig durch den Kakao. Ups. Blöd. Der- oder diejenige steht am Buffet plötzlich hinter Ihnen. Das war's wohl vorerst mit der guten Zusammenarbeit. Statt lästern lieber ein plauschigeres Thema suchen.

  • Sie reden ihre Kollegen in den Schlaf

Smalltalk führen, heißt die Devise. Bloß keine heiklen Themen wie Religion, Krankheiten oder den Tod ansprechen. Und schon gleich zehnmal keine eintönigen Monologe halten. Damit bringen Sie die Stimmung schnell auf den Nullpunkt. Auch über das eigene Intimleben soll bei der Weihnachtsfeier der Schleier des Schweigens hängen. Versuchen Sie lieber etwas über Ihre Kollegen zu erfahren oder sich zu vernetzen. Falls der Chef mit am Tisch sitzt, verkneifen Sie sich Wünsche wie eine Gehaltserhöhung. Das ist bei einer Weihnachtsfeier völlig fehl am Platz.

Weihnachtsfeier-No-Go: Sie fallen über Ihren Chef her

  • Sie schmatzen, kleckern, rülpsen

Beim Essen zeigt sich, wer Manieren besitzt. Knigge lässt grüßen. Stapeln Sie deshalb nicht all die kulinarischen Köstlichkeiten des Buffets auf einmal auf Ihrem Teller. Bei einer Weihnachtsfeier ist noch keiner verhungert. Ebenso sollte die Besteckordnung - von außen nach innen- bekannt sein. Und dann das Non-Plus-Ultra: Versuchen Sie keine Geräusche von sich zu geben oder das Essen auf Ihrer Kleidung zu verteilen. Das schmeckt Ihren Tischnachbarn bestimmt nicht.  

  • Sie trinken einen über den Durst

Er fließt in Strömen. Kostenlos dazu. Wer kann da schon Nein sagen. Zu einer Weihnachtsfeier gehört Alkohol fast schon wie Kugeln zum Christbaum. Angefangen bei einem kleinen Aperitif, steht ein wenig später schon die erste Flasche Wein auf dem Tisch, und ehe man sich versieht, läuft ein Schnaps nach dem anderen die Kehle hinunter. Der Pegel steigt, die gute Laune auch. Sie entdecken das Feierbiest in Ihnen, verlieren aber gleichzeitig jede Kontrolle. Tipp: Genießen Sie lieber ein oder zwei Gläschen und trinken Wasser zwischendurch.

  • Sie erobern die Tanzfläche

Die Musik läuft. Los geht's. Nichts wie ab auf die Tanzfläche. Die Hüfte kreist, Sie fuchteln wild mit den Armen umher. Waka-waka statt Disco-Fox. Die Latina bricht aus Ihnen heraus. Die Zuschauer dürfte es freuen. Da können Sie sicher sein: Am nächsten Tag macht das Handyvideo die Runde. Aufs Tanzen sollten Sie bei einer Weihnachtsfeier aber nicht verzichten, das ist sogar meistens erwünscht. Nur vielleicht ein bisschen zurückhaltender.

  • Sie fallen über Ihren Chef her

Sie sind außer Rand und Band - dem Alkohol sei Dank. Sie duzen plötzlich den Chef und trinken Prost mit ihm. Einmal, zweimal, dreimal. Und dann spielen auch noch die Hormone verrückt, sie rücken Ihrem Vorgesetzten auf die Pelle. Nun ja, Abneigung sieht anders aus. Zack bum - schon pressen sich die Lippen aufeinander. Vom Chef zum Trinkfreund zum Knutschpartner. Das ist kaum zu toppen und ein absolutes Tabu.

Am Tag nach der Weihnachtsfeier ist Erscheinen Pflicht

  • Sie lassen Fäuste sprechen

Diesen Kollegen konnten Sie noch nie leiden. Und dann provoziert er Sie bei der Weihnachtsfeier auch noch ununterbrochen. Die Antipathie beruht auf Gegenseitigkeit. Sie pöbeln zurück, vergreifen sich im Ton. Schließlich brennt bei Ihnen eine Leitung durch und sie machen ihrem Ärger Luft - mit einer gestreckten Faust ins Gesicht. Vorfälle wie diese gibt es immer wieder. Erst vor kurzem eskalierte in Wolfratshausen ein Streit zwischen Kollegen und endete für einen der beiden Prügelknaben im Krankenhaus. Versuchen Sie sich zu beherrschen, dem Frieden in der Firma zuliebe.

  • Der Tag danach: Sie sind ans Bett gefesselt

Die Weihnachtsfeier ist vorbei. Kaum Schlaf, es hämmert im Kopf. Hallo Kater. Ans Arbeiten ist nicht zu denken. Sie können ja kaum einen klaren Gedanken fassen. In diesem Fall gilt trotzdem "business as usual": Schmerztablette schlucken, kalt duschen und seinen inneren Schweinehund überwinden. Sich krank zu melden, kommt nicht in Frage. Zumindest nicht, wenn Sie einen schlechten Eindruck bei Ihrem Chef hinterlassen wollen. Dann lieber die Zähne zusammenbeißen.
Manuela Schauer

 

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Zehn Jahre nach „Kyrill“: So verheerend wütete der Orkan
Zehn Jahre nach „Kyrill“: So verheerend wütete der Orkan
Schülerin stirbt auf Klassenfahrt: Das war die Todesursache
Schülerin stirbt auf Klassenfahrt: Das war die Todesursache
Vollwaise durch Berlin-Anschlag: Frau (22) kämpft um ihre Existenz
Vollwaise durch Berlin-Anschlag: Frau (22) kämpft um ihre Existenz

Kommentare