Weiter Ausfälle an Flughäfen und bei der Bahn

Frankfurt/Main - Vor allem Probleme mit Schnee und Eis auf anderen europäischen Flughäfen haben den Flugplan in Frankfurt beeinträchtigt.

Etwa 340 der geplanten 1340 Starts und Landungen wurden am Montag gestrichen. Hauptgrund waren Ausfälle an anderen Flughäfen, die im stark vernetzten Luftverkehr auch immer Frankfurt treffen, teilte der Flughafen Fraport mit. In Frankfurt waren alle Start- und Landebahnen nach Angaben von Fraport voll in Betrieb. Es gebe aber nach wie vor Verspätungen. Am Mittag fing es wieder an zu schneien, mit leichten Einschränkungen des Flugbetriebs sei deshalb zu rechnen, sagte Fraport-Sprecher Wolfgang Schwalm.

Verzögerungen gibt es unter anderem, wenn die Bahnen von Schnee befreit werden müssen: Das Räumen dauert 30 Minuten, die jeweilige Piste ist dann gesperrt, sagte Fraport-Sprecher Jürgen Harrer. Außerdem vergrößere die Flugsicherung bei schlechter Sicht die Abstände zwischen den Maschinen, auch das Enteisen von Flugzeugen koste Zeit. Ob eine Maschine vor dem Start enteist werden solle, entscheide jeweils der Pilot, erklärte Schwalm.

Das Enteisungsmittel werde in Frankfurt nicht knapp, versicherte er. Etwa 800 Passagiere hatten auf Notbetten die Nacht zum Montag verbracht, die meisten davon Umsteiger, die auf der Durchreise waren und nicht weiterfliegen konnten. Die 1000 Notbetten im Transit und im Terminal 2 sollen vorsorglich stehen bleiben. Fraport habe alles getan, um den wartenden Passagieren den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, sagte Schwalm. Um die Wartezeiten für die Jüngsten zu verkürzen, seien Clowns und Entertainer in den Terminals unterwegs.

Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn

Schnee und Eis behindern auch den Bahnverkehr. Auch am Montag gab es “teilweise erhebliche Verspätungen“, sagte ein Sprecher. “Vereinzelt“ seien auch Züge ausgefallen. In ganz Deutschland sei die Höchstgeschwindigkeit der ICE und Intercitys auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt, um Schäden an den Fahrzeugen zu vermeiden.

ICE können auf speziell ausgebauten Streckenabschnitten etwa 300 Stundenkilometer schnell fahren, Intercitys schaffen ein Tempo von 200 km/h. Auf die Frage, ob die Wintervorbereitungen ausreichend gewesen seien, antwortete der Sprecher: Angesichts der starken Schneefälle handelte es sich um eine “Extremsituation“, die Straßen, Flughäfen und die Schiene gleichermaßen treffe.

Alle verfügbaren Mitarbeiter seien im Einsatz - an den Bahnhöfen oder zur Räumung von Strecken: “Alles, was wir haben, ist draußen.“ Weil Fluggäste zur Bahn wechselten, seien die Züge sehr voll. Der Sprecher empfahl, sich vor der Fahrt einen Sitzplatz zu reservieren. Sollte eine Verbindung ausgebucht sein, sei in der Regel in dem früheren oder späteren Zug noch etwas frei.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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