Welpen-Erziehung leicht gemacht

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Der berühmte Hundeblick verzeiht so manches. Trotzdem sollten Sie bei der Welpen-Erziehung klare Regeln festsetzen.

„Sitz“, „Platz“, „Gib Pfötchen“ – bis ein Hund auf all diese Kommandos gehorcht, braucht Herrchen viel Ausdauer und Geduld. Kleine Hunde sind lebhaft, verspielt und haben ihren eigenen Kopf. Wer etwas erzwingen will, scheitert. Die Maxime bei der Welpen-Erziehung lautet: Loben, loben, loben.

Beginnen Sie möglichst früh mit der Welpen-Erziehung. Das Hundebaby braucht keine Schonfrist. Ganz im Gegenteil: Am leichtesten lernt ein Junghund bis zur 20. Lebenswoche. Das ist die sogenannte Prägephase.

Damit der kleine Vierbeiner nicht zum Alphatier mutiert, müssen klare Regeln bei der Welpen-Erziehung herrschen. Der Welpe lernt nur, Befehle zu befolgen, wenn Sie diese konsequent anwenden. Heute darf der kleine Vierbeiner aufs Sofa – morgen nicht? Das funktioniert nicht. Der Welpe muss wissen: Nein bedeutet immer nein und nie vielleicht. Wichtig ist, dass Ihre ganze Familie bei der Welpen-Erziehung am gleichen Strang zieht.

Welpen-Erziehung: Zuckerbrot statt Peitsche

Hund und Mensch sprechen verschiedene Sprachen. Tiere verstehen den Sinn der gesprochenen Worte nicht, wohl aber Tonfall, Mimik und Gestik. Geben Sie Befehle immer mit fester Stimme, loben Sie den Welpen freundlich und sprechen Sie streng, wenn Sie ihn tadeln. Zusätzlich können Sie die Kommandos mit einer Handbewegung verstärken. Schreien Sie den Hund nie an und schlagen Sie ihn auf keinen Fall. Es handelt sich um ein Lebewesen, das sie mit Respekt behandeln sollten. Ziel der Welpen-Erziehung ist, dass der junge Vierbeiner merkt: Es lohnt sich, zu gehorchen. Loben ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Leckerlis oder Spielzeug motivieren den Welpen zusätzlich. Nutzen Sie die Hilfsmittel in der Welpen-Erziehung aber hauptsächlich in der Lernphase und vergessen Sie nicht, von Anfang an auch mit der Stimme zu loben. Der Hund soll nicht nur gehorchen, wenn Sie einen Leckerbissen in der Hand halten.

Betteln nicht zulassen

Betteln ist anerzogen. Lernen Sie Ihrem Welpen deshalb von klein auf, dass es Futter nur aus dem Napf gibt oder wenn er etwas geleistet hat. Wenn Sie ihm das Betteln gestatten, ordnen Sie sich dem Hund unter: Er fordert, Sie geben nach. Damit geben Sie Ihre Führungsposition auf.

Achten Sie beim Futter und den Snacks immer auf gute Qualität. In den ersten Wochen sollten Sie unbedingt Welpenfutter füttern, denn Hundebabys haben einen empfindlichen Magen. Dieses Spezialfutter ist nicht ganz billig. Es lohnt sich, sich bei einem Tierbedarf-Preisvergleich zu informieren.

Absolutes Tabu: Geben Sie dem Hund niemals Ihr eigenes Essen – auch wenn er Sie mit herzerweichendem Blick ansieht. Sie schaden ihm damit. Zum Beispiel verursachen die Inhaltsstoffe einer gewöhnlichen Küchenzwiebel beim Hund eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und können eine lebensbedrohliche Blutarmut auslösen.

So wird Ihr Welpe stubenrein

Eine der wichtigsten Lektionen in der Welpen-Erziehung ist, dass der kleine Vierbeiner stubenrein wird. Dazu müssen Sie ihn in der ersten Zeit genau beobachten. Das Ziel ist, ihn nach draußen zu bringen, bevor er sich zuhause erleichtert. Gefährliche Zeitpunkte sind nach dem Fressen und nach dem Aufwache – auch Spielen schlägt bei Welpen meist auf die Blase. Außerdem urinieren junge Hunde noch sehr häufig. Gehen Sie also lieber öfter nach draußen. Macht er sein Geschäft im Freien, dann loben Sie ihn ausgiebig.

Sicherlich wird trotzdem ab und zu ein Malheur im Haus passieren. Schimpfen Sie Ihren Welpen dann aber nicht. Ermahnen Sie ihn höchstens mit einem deutlichen „Pfui“ und tragen Sie ihn trotzdem rasch nach draußen.

Noch ein Tipp: Benutzen Sie bei der Welpen-Erziehung nie den Namen des Hundes als Schimpfwort. Sonst verknüpft das Hundebaby seinen Namen mit einer Bestrafung.

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