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Weltraum-Mission gestartet: Nasa-Sonde soll mit Absicht in Asteroiden krachen - „Wir kriegen Dich“

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Von: Jennifer Lanzinger

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Mission Erdverteidigung: Nasa lässt Sonde in Asteroiden fliegen
Eine undatierte grafische Darstellung zeigt die Nasa-Sonde für die Mission „Dart“ (Double Asteroid Redirection Test). © Gribbsp1/Nasa/dpa

Aus Angst, dass in absehbarer Zeit ein Asteroid in die Erde krachen könnte, wollen Forscher nun vorsorgen. Eine Nasa-Sonde soll mit Absicht in einen Asteroiden krachen.

Washington - Es klingt wie eine Szene aus einem Hollywood-Film, die Forscher aktuell im Weltraum planen. Am Mittwoch, 24. November 2021, hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals eine Sonde starten lassen, die absichtlich in einen Asteroiden krachen soll. Der Plan der Forscher: die Flugbahn des Asteroiden soll sich verändern. Aktuell wissen Forscher von keinem Asteroiden, der direkt auf die Erde zurast. Doch sollte dies einmal der Fall sein, wollen Forscher vorbereitet sein.

Weltraum-Mission gestartet: Nasa-Sonde soll mit Absicht in Asteroiden krachen - „Wir kriegen Dich“

Das Fluggerät startete am Mittwochmorgen deutscher Zeit mithilfe einer „Falcon 9“-Rakete vom US-Bundesstaat Kalifornien aus. „Asteroid Dimorphos: Wir kriegen Dich“, twitterte die Nasa kurz nach dem Start. Der Zusammenprall soll dann im kommenden Oktober stattfinden. Von der rund 330 Millionen Dollar (rund 290 Millionen Euro) teuren Mission „Dart“ (Double Asteroid Redirection Test) erhofft sich die Nasa Erkenntnisse darüber, wie die Erde vor herannahenden Asteroiden geschützt werden könnte.

Dimorphos, eine Art Mond des Asteroiden Didymos mit einem Durchmesser von rund 160 Metern, stellt derzeit Berechnungen der Nasa zufolge keine Gefahr für die Erde dar - und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde, die nur eine Kamera an Bord hat, keine Gefahr darstellen soll. Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern. 2024 soll die Esa-Mission „Hera“ starten, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

Aktuell wissen Forscher zwar von keinem Asteroiden, der in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurasen könnte. Doch sollen Wissenschaftler rund 27.000 Asteroiden in der Nähe unseres Planeten identifiziert. Davon hätten rund 10.000 von ihnen einen Durchmesser von mehr als 140 Metern.

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