Weltuntergang? Hier könnten Sie überleben

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Blick in das Herzstück eines unterirdischen Wohnbunkers: Hier finden sich Aufenthalts- und Lagerräume, aber auch Krankenstation, Zahnarzt und sogar eine Arrestzelle. Bis zu 200 Menschen sollen hier Platz finden. Vom zentralen Mittelstück führen Röhren in einzelne Arme, in denen noch einmal Schlaf- und Wohnräume untergebracht sind. Die Anlage hält Stürmen bis 700 km/h ebenso stand wie einer nuklearen Druckwelle von 50 Megatonnen.

München - Die Maya prohezeien den Weltuntergang für den 21. Dezember 2012. Ein US-Unternehmen bietet schon mal Überlebensunterkünfte an. Wir zeigen die Fotos aus dem Luxusbunker.

Tick, tack, tick, tack – die Zeit läuft ab. 343 Tage sind es noch bis zum Weltuntergang am 21. Dezember, von den Maya ja angeblich prophezeit. Auf der Website des US-Unternehmens Terra Vivos wird jeder Besucher mit einer rückwärtslaufenden Uhr daran erinnert. Alles Quatsch? Aber was, wenn nicht? Es sind die leisen Ängste der Menschen, es könnte doch etwas an der Endzeit dran sein, mit denen Vivos-Chef Robert Vicino rechnet. Er bietet die Rettung vor der Apokalypse an: einen Platz in einem unterirdischen Luxusbunker. Robert Vicino lockt: „Ich verkaufe keine Lebensversicherung, ich gebe Ihnen eine reale Überlebenschance.“ Rund 37 000 Euro kostet Kunden so ein sicherer Ort, Kinder zahlen die Hälfte, Haustiere gar nichts.

Weltuntergang? Hier könnten Sie überleben

Weltuntergang? In diesem Luxusbunker könnten Sie überleben

Der Barstow-Bunker in der kalifornischen Mojave-Wüste gehörte einer Telefongesellschaft, die ihr Rechenzentrum während des Kalten Krieges dort geschützt haben wollte. Der Bunker widersteht einem 50-Megatonnen Nuklearangriff, einem 700 km/h starken Sturm, einem Erdbeben der Stärke 10, Oberflächentemperaturen bis zu 680 Grad und hielte sogar drei Wochen einer Flut stand. Vicino hat das Domizil innen dank der Investition vieler Weltuntergangsgläubiger inzwischen auf das Niveau eines Kreuzfahrtschiffes gebracht. Für rund ein Jahr sind Lebensmittel und Wasser gebunkert, es gibt Schlaf-, Essens- und Aufenthaltsräume, Fitnesscenter, Krankenstationen und sogar eine Arrestzelle, falls jemand den Raumkoller bekommt. Und weil es nach der Apokalypse eine Genesis geben soll, lagern DNS und Saatgut von Pflanzen und Tieren in Kühlkammern.

Vicinos Konzept geht jedenfalls auf: Mittlerweile, so verriet er Financial Times Deutschland in einem Interview, baue er an acht Bunkern in den USA. Teilweise handelt es sich um ehemalige Waffensilos der US Air Force, aber auch um eigene Bauten – 37 000 Quadratmeter Fläche, allein in den USA. Jeder Bunker, von denen es am Ende 20 geben soll, steht in der Nähe einer Großstadt. Und auch in Europa zimmert er bereits an seinen unterirdischen Archen.

Glaubt Vicino selbst an die Apokalypse? „Wir werden Gefahren meistern müssen, die uns zwingen, Schutz unter der Erde zu suchen“, sagte er FTD . Und fragt auf seiner Website: „Auf welcher Seite der Tür wollen Sie dann stehen?“

tz

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