Irre Theorie: Sogar Jesus spielt eine Rolle

Weltuntergang? Während Wiesn soll sich Dimensionstor öffnen

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Laut Verschwörungstheoretikern soll am 23. oder 24. September 2015 die Welt endgültig untergehen.

München - Es ist wieder so weit: Zum gefühlt hundertsten Mal soll die Welt untergehen. Es gibt sogar zwei Termine - beide während der Wiesn. Sogar Jesus soll seine Finger im Spiel haben.

Hurra! Endzeit-Fanatiker und Verschwörungstheoretiker aus aller Welt haben wieder Grund zum Jubeln: Denn noch in diesem Monat soll die Welt sogar zweimal endgültig untergehen. Die genauen Termine stehen sogar auch schon fest. Am 23. September könnte demnach das erste Mal die Welt untergehen - dann nämlich, wenn wir von einem sogenannten "Dimensionstor" erfasst werden. Das liefe folgendermaßen ab: Der Teilchenbeschleuniger LHC am europäischen Kernforschungszentrum CERN könne ein schwarzes Loch erzeugen, das dann die Erde zerstört. Alternativ, so berichtet ein einschlägig bekannter Verlag, könnte sich aber auch ein Portal in einer anderen Dimension öffnen. Was danach geschieht, lassen die Verschwörungstheoretiker offen.

Doch wer sich jetzt schon an den Kopf fasst, der sei gewarnt - es kommt nämlich noch besser. Denn einer anderen Theorie zufolge soll einen Tag später, also am 24. September, ein gigantischer Asteroid auf die Erde zufliegen - und angeblich die gesamte Menschheit auslöschen. Und damit nicht genug: Denn an besagtem Tag soll auch Jesus auf die Erde zurückkommen und seine Anhänger in den Himmel mitnehmen - aber Vorsicht: Ungläubige wird er dem Teufel überlassen. Das sagt zumindest der selbsternannte Prophet Reverend Efrain Rodriguez. Seine Quelle: Gott höchstpersönlich, wie Galileo berichtet. 

Die NASA gibt Entwarnung

Würde die Welt tatsächlich untergehen - die Menschheit dürfte sich nicht beschweren. Schließlich hat der gute Herr Rodriguez uns nicht nur alle vorgewarnt, nein - in seiner Barmherzigkeit hat er auch höchstpersönlich einen Brief an die Raumfahrtbehörde NASA geschrieben. Dort fasst er kompakt alle relevanten Details zur Apokalypse zusammen.

Blöd nur: Die NASA sieht überhaupt kein Risiko. In einer Stellungnahme meint die Organisation: "Die NASA weiß nichts von einem Kometen, der sich aktuell auf Kollisionskurs mit der Erde befindet, die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes ist also eher klein." Die Raumfahrtbehörde geht sogar noch einen Schritt weiter und meint: "Soweit wir das voraussagen können, wird kein großes Objekt in den nächsten paar Hundert Jahren mit der Erde zusammenprallen." 

Wiesn-Gänger brauchen also keine Sorgen zu haben, dass sie samt Festzelt in einem Dimensionstor verschluckt werden oder ein Asteroid auf der Theresienwiese einschlägt. Der beiden Fälle erinnern stark an die Vorhersage aus dem Jahr 2012. Damals sollte am 21. Dezember die Welt untergehen, basierend auf dem Ende des Maya-Kalenders. Damals passierte - richtig - nichts. Das Web macht sich aus den neuerlichen Verschwörungstheorien mittlerweile schon einen Spaß.  

lp

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