Extremwetter in zahlreichen Ländern

Historische Hitzewelle und Waldbrände im Süden Europas – Regenwetter und Gewitter in Deutschland

In Deutschland bleibt das Sommerwetter wechselhaft. Der Süden Europas wird hingegen von einer Hitzewelle heimgesucht. Es gibt zahlreiche Waldbrände.

München - Das Wetter in Europa unterscheidet sich aktuell enorm. Während der Süden des Kontinents mit extremer Hitze und zahlreichen Waldbränden zu kämpfen hat, ist das Sommerwetter in Deutschland überwiegend typisch mitteleuropäisch. In den kommenden Tagen drohen hierzulande erneut starke Regenfälle und teils heftige Gewitter.

Wetter: Historische Hitzewelle in Griechenland - Brandgefahr enorm hoch

Die Lage im Süden Europas spitzt sich immer weiter zu. Griechenland leidet derzeit unter einer historischen Hitzewelle. Seit über einer Woche klettern die Temperaturen für mehrere Stunden täglich auf über 40 Grad. In einigen Teilen des Landes werden von Dienstag (3. August) bis Freitag (6 August) weiterhin Spitzenwerte von bis zu 46 Grad erwartet. In der Nacht zum Dienstag kämpfte die Feuerwehr auf der Insel Rhodos gegen einen Wald- und Buschbrand in einer Schlucht nahe des Dorfes Maritsa. Das Dorf musste evakuiert werden. Kleinere Brände gab es auch auf der Halbinsel Peloponnes und an der griechisch-türkischen Grenze am Fluss Evros.

Meteorologen warnen bereits, dass die Brandgefahr angesichts der Dürre auch nach dem Ende dieser Hitzewelle enorm sein wird. Wenn Winde einsetzten, könne es zu verheerenden Feuern kommen, so die Befürchtung. Immerhin: In Griechenland wird zum kommenden Wochenende mit einem leichten Rückgang der Temperaturen auf Höchstwerte von um die 38 Grad gerechnet.

Wetter: Verheerende Waldbrände in der Türkei, Italien und Bulgarien

In der Türkei wüten bereits seit Mitte der vergangenen Woche verheerende Waldbrände. Besonders betroffen sind die südwesttürkischen Provinzen Antalya und Mugla. Zahlreiche Orte wurden evakuiert, auch Urlaubsregionen und Touristen sind teilweise betroffen.

Extreme Hitze sorgt in Südosteuropa derzeit für verheerende Waldbrände, wie hier in der Türkei.

Seit Tagen lodern vor allem im Süden Italiens und auf den großen Inseln Sizilien und Sardinien ebenfalls zahlreiche Feuer. Trockenheit, Hitze und starke Winde sorgen immer wieder dafür, dass sich die Brände ausbreiten. Auch Bulgarien wird derzeit von der größten Hitzewelle seit neun Jahren heimgesucht. Bei Temperaturen um die 40 Grad, extremer Trockenheit und starken Winden wüten im Süden des Balkanlandes zwei Großbrände.

Wetter in Deutschland bleibt wechselhaft: Regen und Gewitter erwartet

Ganz anders gestaltet sich die Wetter-Lage derzeit in Deutschland. Laut den Experten von wetter.net sorgt Tief Henri am Dienstag (3. August) für schauerartige und gewittrige Regenfälle. „Teilweise bilden sich unwetterartige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen“, so die Prognose. Besonders im Südosten und an den Alpen können demnach größerer Hagel und Sturmböen bei starken Gewittern auftreten. Im Norden Deutschlands geht es hingegen etwas ruhiger zu. „Die Temperaturen steigen auf 17 Grad in der Eifel und bis maximal 25 Grad an Oder und Neiße“, erklären die Meteorologen weiter.

Die Wetteraussichten für die kommenden Tage in Deutschland sehen ähnlich aus. Bei Temperaturhöchstwerten von 25 Grad bleibt es wechselhaft. „Immer wieder gehen Schauer, vereinzelt auch Gewitter nieder“, lautet die Prognose von wetter.net. Die Wetter-Aussichten für München bleiben zunächst ebenfalls mau. „Bei uns ist die 30-Grad-Marke erstmal in weiter Ferne. Bis Monatsmitte bleibt es bei dem wechselhaften und kühlen Wetter. Ob sich danach der Sommer doch nochmal zu uns traut, kann man aktuell nicht sagen“, so die August-Prognose von Wetter-Experte Dominik Jung. (ph/dpa)

Rubriklistenbild: © Emre Tazegul/dpa

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