Wetter in Deutschland

Katastrophen-Sommer 2021: Vielsagende Statistik lässt aufhorchen – zwei Regionen trifft es besonders hart

Das Wetter in diesem Sommer lässt zu wüschen übrig – das bestätigt nun auch eine vielsagende Blitz-Statistik
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Das Wetter in diesem Sommer lässt zu wüschen übrig – das bestätigt nun auch eine vielsagende Blitz-Statistik

Hochwasser-Katastrophe, Überflutungen, dauernder Regen: Der Sommer 2021 bietet bisher nur selten traumhaftes Wetter. Das zeigt sich nun auch in einer Statistik.

Wolfsburg – Den bisherigen Sommer 2021 als regnerisch zu bezeichnen, wäre eine gnadenlose Untertreibung. Die dramatischen Ausmaße der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz halten Anwohner und Helfer noch immer in Atem. Auch in Bayern kam es zu teilweise starken Überflutungen. Und um dem allem noch die Krone aufzusetzen, gehen Wetter-Experten derzeit davon aus, dass uns die Unwetter* über den restlichen Sommer hinweg begleiten werden. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) veröffentlichte nun vielsagende Statistiken zum letzten und laufenden Jahr.

Wetter: Wolfsburg ist die Blitz-Hauptstadt Deutschlands

Der Siemens BlitzAtlas zeigt, wo es in Deutschland im Jahr 2020 am häufigsten geblitzt hat. Ganz vorne: Wolfsburg, mit 5,8 Einschlägen pro Quadratkilometer. Auf Platz zwei steht Kempten im Allgäu mit 5,1 Einschlägen, dicht gefolgt vom oberbayerischen Miesbach mit 4,7 Einschlägen. Die geringste Blitzdichte weisen die bayerischen Städte Coburg und Bamberg auf, laut Siemens mit Werten jeweils unter 0,1. München führt mit 2,3 Einschlägen pro Quadratkilometer die Liste der Landeshauptstädte an. Mit mehr als 89.000 Einschlägen war der 13. Juni der blitzreichste Tag im Jahr 2020, schreibt der Spiegel.

Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens, stellt eine regionale Verschiebung fest: „Bemerkenswert beim Blitzgeschehen 2020 war, dass die Gewitterfronten vor allem in Nord- und Süddeutschland stattfanden und die Mitte Deutschlands geradezu ausklammerten“. Eine Entwicklung, die sie erst in den letzten Jahren beobachten würden, so Thern laut Spiegel.

Deutschland: Der Blitz-Vergleich zwischen 2020 und 2021 ist vielsagend

Insgesamt hatte es im Jahr 2020 knappe 400.000 Mal geblitzt. Zwar mehr als im Jahr 2019, das laut Spiegel aber auch ein äußerst Blitzarmes Jahr war, doch ein Trend setzt sich fort: Während es im Jahr 2007 noch über eine Million Mal geblitzt hatte, zeigt die Blitz-Statistik der vergangenen Jahre einen deutlichen Abwärtstrend, mit nur wenigen, kleinen Ausreißern nach oben.

Die vielen Unwetter des Jahres 2021 schlagen sich derweil auch in den laufenden Statistiken nieder. So berichtet der Spiegel, dass es im Jahr 2021 bereits fast so häufig geblitzt hat, wie im ganzen Jahr 2020. Ein Fakt, der über das Wetter im Jahr 2021 wahrlich Bände spricht. (fh) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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