Wetter in Deutschland

Sturmtief sorgt für Dauerregen - doch Wetter-Wende ist greifbar nah

Sturmtief Gisela sorgte für einen neuen Wasserhöchststand. Das trübe Wetter und die Regenperiode wollen sich weiterhin nicht von Deutschland verabschieden.

  • Die Temperaturen im Oktober waren bisher wechselhaft und nass, doch Besserung ist in Sicht.
  • Strumtief Gisela wütete: Dauerregen verursachte Rekordzahlen.
  • Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 19. Oktober finden Sie hier.   

Update vom 16. Oktober 2020, 10.10 Uhr: Nach den heftigen Regenfällen in den letzten Tagen verursacht durch das Sturmtief Gisela, geht es heute großteils bewölkt und zeitweise nass weiter. Schnee soll oberhalb von etwa 1200 Metern Höhe fallen. Überwiegend trocken bleibt es entlang der Küste sowie vom Rheinland bis zum Emsland, hier scheint auch mal die Sonne, am häufigsten tut sie das an der Nordsee. Die Temperaturen liegen weiterhin nur zwischen 10 und 12, im Bergland zwischen 6 und 9 Grad, erklärt wetter.de.

Zwischen Tief Foelke über dem Balkan und Hoch Otmar bei Island strömt feuchte und kühle Luft nach Deutschland. Nur der äußerste Nordwesten profitiert von der Nähe zum Nordatlantikhoch. Am Wochenende bessert sich dann das Wetter im Süden, während im Norden wieder feuchtere Atlantikluft einströmt.

Zu Wochenbeginn ist dann mit milderem Wetter zu rechnen. Über den Britischen Inseln bildet sich kräftiges Sturmtief, die Strömung dreht über Mitteleuropa daher auf Südwest. Damit strömt dann deutlich wärmere, allerdings auch bald wieder feuchte Luft ein.

Wetter in Deutschland: Sturmtief Gisela - Dauerregen verursacht hohen Wasserstand im Oktober

Update vom 15. Oktober 2020, 10.30: Nachdem Sturmtief Gisela so einige Liter Wasser mit sich brachte, ist auf der Insel Rügen ein enorm hoher Wasserstand zu verzeichnen. Die meterhoch brechenden Wellen sind ein wahres Spektakel an der Ostsee. Insgesamt fiel überdurchschnittlich mehr Regen, als sonst im Oktober. In 24 Stunden kamen in Sachsen, Teilen Thüringens sowie im südlichsten Brandenburg im Erzgebirge 30 bis 50 Liter Wasser pro Quadratmeter zusammen, im Erzgebirge (Hermsdorf) waren es sogar bis zu 70 Liter pro Quadratmeter. Normalerweise fallen im Oktober um die 45 Liter, erklärt wetter.de.

Den restlichen Tag über bis hin zum Nachmittag ist es in den meisten Teilen Deutschlands nur bewölkt, zeit- und gebietsweise fällt etwas Regen. Im Nordwesten darf man sich bei aufgelockerter Bewölkung sogar zum Teil auf sonnige Abschnitte freuen. In der Nordhälfte liegen Höchstwerte laut dem deutschen Wetterdienst bei neun bis 13 Grad, im Süden bei sechs bis elf Grad. Im Südosten ist es zunächst meist trocken, doch zum Nachmittag kommt es bevorzugt in den Alpen zu Regengüssen, die in den Lagen oberhalb 1200m in Schnee übergehen.

In der Nacht zum Freitag bleibt es im Norden und Nordwesten überwiegend trocken, zeitweise aber noch sehr bewölkt. In der Südosthälfte kann zeitweise Regen fallen. Die Schneefallgrenze in den Alpen sinkt am Freitag bis auf 1000 Meter. Außerdem kann es zu stärkeren Windböen an der Nord- und Ostseeküste sowie auf den Inseln kommen.

Endlich kommt der große Umschwung: Nach Schmuddel-Wetter bahnt sich die Wende an

Unsere Erstmeldung vom 14. Oktober 2020:

Das Wetter im Oktober ist nicht gerade gnädig mit uns. Das Grippe-Risiko steigt, es herrschen niedrige Temperaturen und dazu kommt der viele Regen. Auch der Urlaub in wärmeren Gebieten rückt aufgrund von immer weiter steigenden Corona-Infektionszahlen und wachsenden Reisebeschränkungen für viele in weite Ferne. Doch könnte immerhin ein Wetterumschwung für eine Temperatur-Wende in Deutschland sorgen?

Wetter im Oktober: Folgt nach dem wechselhaften Regenwetter ein enormer Umschwung?

Im Oktober freuen wir uns auf das Farbenspiel der Blätter und warme Herbst-Sonnenstrahlen, doch in diesem Jahr sieht es mit dem bunten Herbst bisher eher schlecht aus. Vielmehr ist es wechselhaftes und nasses Wetter, das uns aufs Gemüt schlägt. Zur Mitte der Woche wütet das kräftige Tief „Gisela“ über Polen und bringt starke Regenfälle mit nach Deutschland.

Insbesondere der Wind nimmt deutlich an Stärke zu und bringt laut „daswetter.com“ der östlichen Ostseeküste auch einzelne stürmische Böen. Da der Wind aus Nordosten kommt, besteht auch die Gefahr einer Sturmflut. Laut dem „weatherchannel“ liegen die Temperaturen in dieser Woche 2 bis 3 Grad unter dem klimatologischen Mittel, es ist also sogar etwas zu kalt für diese Jahreszeit. Die Prognosen zeigen allerdings auch, dass es bald zu einer Trendwende in den Wettervorhersagen kommen wird.

Wetter in Deutschland: Die Temperaturen steigen dank Hochdruckgebiet

Die Temperaturen sollen wieder steigen: In Mitteleuropa kündigt sich ein Hochdruckgebiet an, dass sich zum Anfang der neuen Woche laut den Prognosen nach Osteuropa verlagert, hieß es auf focus.de. Währenddessen erwartet Westeuropa ein mächtiges Tief. Das wiederum führt dazu, dass sich zwischen den beiden Druckgebieten eine südliche Windströmung aufbaut, die warme Mittelmeerluft nach Deutschland bringt und für wärmere Temperaturen sorgt. Die neusten Wetter-Erkenntnisse zeigen für Freitag, den 23. Oktober, eine neue Höchsttemperatur von 15 Grad. In der Sonne dürften noch einmal ein paar gefühlte Grad mehr werden.

Wie warm es aber letztendlich wirklich wird, ist bisher unklar. Das hängt nämlich ganz davon ab, wie sich die verschiedenen Druckgebiete in Europa positionieren.

Die nächste Woche verspricht insgesamt größtenteils wieder mildere Temperaturen und auch der Niederschlag verabschiedet sich in weiten teilen Deutschlands. Laut dem deutschen Wetterdienst (DWD) ziehen sich am Montag einige Wolkenfelder durch den Norden, aber wahrscheinlich nur selten Regen. Sonst herrschen nach dem Nebel und Hochnebel immer wieder freundliche Abschnitte und es wird bis Montag im Norden Durchzug einiger Wolkenfelder, wahrscheinlich aber nur selten Regen. Sonst nach Nebel und Hochnebel freundliche Abschnitte und niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen liegen zwischen 9 und 15 Grad.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marcin Bielecki/PAP/dpa

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