Mega-Temperaturen im Juni

Sommer-Wetter in Sicht: Hitze-Welle erfasst Deutschland - Vermasselt ein Phänomen jetzt alles?

Hohe Temperaturen werden für Deutschland vorhergesagt. Ist das der Sommerbeginn oder nur eine kurze Phase? Die Schafskälte könnte alles zunichtemachen.

München - Regen, Wolken, vereinzelt Sonne: Das Wetter in Deutschland ließ im Mai zu Wünschen übrig, von Sommer meist keine Spur. Ist damit nun Schluss? Den Vorhersagen zufolge schnellen die Temperaturen endlich in die Höhe. Der ideale Zeitpunkt, denn wegen sinkender Corona-Fallzahlen winken bundesweit viele Lockerungen. Doch wird der Sommer dann von der Schafskälte unterbrochen?

Juni: Mega-Temperaturen in Aussicht - Endlich Sommer-Wetter

Baden gehen, Eis essen, grillen: Der Sommer wird in Deutschland mit großer Sehnsucht erwartet. Den Vorhersagen zufolge scheint er nun auch endlich zu beginnen. „Die nächsten Tage bringen bestes Sommerwetter. Die Temperaturen steigen auf teilweise über 25 Grad, in der zweiten Wochenhälfte auch teilweise auf über 30 Grad. Der Sommer nimmt wirklich so langsam an Fahrt auf“, prognostizierte Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Ein Blick auf die kommenden Tage bestätigt diese Aussichten. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt auch Wetter-Experte Dominik Jung für die 22. Kalenderwoche (31. Mai bis 6. Juni) durchgehend sommerliche Temperaturen voraus.

Die Höchstwerte vom 31. Mai bis 6. Juni im Überblick:

  • Montag, 31. Mai 2021: Die Temperaturen liegen bei 14 bis 24 Grad.
  • Dienstag, 1. Juni 2021: Die Temperaturen steigen auf 18 bis 26 Grad.
  • Mittwoch, 2. Juni 2021: Im Norden 17 bis 21 Grad, sonst 20 bis 26 Grad.
  • Donnerstag, 3. Juni 2021: Die Tageshöchstwerte in Deutschland liegen zwischen 21 und 26 Grad.
  • Freitag, 4. Juni 2021: Die Temperaturen liegen bei 22 bis 28 Grad.
  • Samstag, 5. Juni 2021: Höchsttemperaturen 21 bis 27 Grad.
  • Sonntag, 6. Juni 2021: Im Osten bis 28 Grad, sonst 21 bis 26 Grad.

Am Rhein könne es „punktuell“ zu Temperaturen von bis zu 31 Grad kommen. So die Prognose des Wetter-Experten. Verantwortlich für das sommerliche Wetter ist die Ausbreitung der „Sahara-Hitze“ aus dem Süden - und eine 30-Grad-Welle, die über Deutschland hinweg zieht.

In den kommenden Tagen wird eine Erfrischung guttun. Für Deutschland werden Temperaturen bis zu 30 Grad vorhergesagt.

Deutschland: Setzt sich nun endlich der Sommer durch? - Wetter-Experten sind sich uneins

Ausgerechnet jetzt könnte uns die Schafskälte noch einen Strich durch die Rechnung machen. Im Zeitraum zwischen dem 4. und 20. Juni kann es dem Wetter-Phänomen zufolge in Deutschland noch einmal zu einem Kälteeinbruch kommen. Das plötzliche kühle Wetter entsteht durch eine unterschiedlich schnelle Erwärmung von Landmassen und Meerwasser.

„Keine Schafskälte in Sicht“, sagte Dominik Jung bei wetter.net mit einem Blick auf Sonntag, den 6. Juni. Stattdessen komme „bestes Dauer-Sommerwetter bis zum Sonntag“, fuhr er fort. Dann seien Temperaturen zwischen 30 und 31 Grad möglich - das werde „immer noch so ein bisschen hin und her gerechnet“.„Ein Temperatursturz ist da weit und breit nicht zu erkennen in der ersten Junihälfte“, betonte Jung.

Auch in der 23. Kalenderwoche (7. Juni bis 13. Juni) seien „immer noch sehr warme Luftmassen in Deutschland unterwegs“. In diesem Zeitraum seien 25 Grad bis 31 oder sogar 32 Grad möglich. „Für etliche Tage erhalten“ bleibe der „Wohlfühl-Sommer“, wie Experte Jung ihn bezeichnete. „Und auch ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht“, prognostizierte er. Ab und an könne es jedoch zu leichten Niederschlägen und Gewittern kommen.

Ganz so sicher ist sich Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel da nicht. Seiner Vorhersage nach komme die Schafskälte noch nach Deutschland. „Das richtige Sommermuster“ stelle sich erst zum 21. Juni für Europa ein. Als einen „Vorgeschmack auf den Sommer“ bezeichnete Schenk die anstehenden Temperaturen in der 22. Kalenderwoche. Feststeht also, dass der Sommer kommt. Uneins sind sich die Experten darüber, ob aber die Schafskälte noch einmal kühleres Wetter nach Deutschland bringt. (mbr)

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Hoppe

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