Blitzsommer im Anmarsch

Mega-Temperaturen Anfang Juni: Kommt die Sahara-Hitze jetzt nach Deutschland?

Kühl und oft regnerisch präsentierte sich der Frühling bisher. Auf sommerliche Temperaturen wartete man vergeblich. Doch nun zieht eine Sahara-Hitze in unsere Richtung.

München - Der Frühling hat sich in diesem Jahr nur äußerst zurückhaltend gezeigt. Oft war es kühl und regnerisch. Die erst kürzlich wieder geöffnete Außengastronomie konnten viele noch gar nicht wirklich nutzen. Doch nun sieht es so aus, als würde das Wetter endlich mitspielen. Eine „Sahara-Hitze“ zieht momentan Richtung Europa und könnte bald auch Deutschland erreichen, wie der Meteorologe Dominik Jung von wetter.net prognostiziert.

Derzeit nimmt der Sommer nämlich vor allem in Nordafrika an Fahrt auf. Über 45 Grad wurden dort stellenweise gemessen. Diese warmen Luftmassen schwappen nun auch nach Europa und sorgen in Spanien und in Frankreich gerade schon für Temperaturen über der 30-Grad-Marke. In Deutschland bemerkt man indessen noch nicht viel von der Hitze aus der Sahara. Die vergangenen Tage waren kühl. Wind und Regen taten ihr Übriges. Tief Nathan hat das Wetter fest im Griff. Doch in den kommenden Tagen könnte die Hitzewelle, dann auch Deutschland erreichen, erklärt Meteorologe Jung.

Sahara-Hitze kommt nach Deutschland - doch es wird ein kurzes Vergnügen

„In der nächsten Woche wird es immer wärmer“, kündigt er an. Der ersehnte Wetter-Umschwung steht also kurz bevor. Der Wärmeschub schenkt uns dann Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad. Örtlich sind sogar über 30 Grad möglich - und das im Schatten. Doch wer sich nun auf anhaltendes Sommerwetter einstellt, wird enttäuscht. Denn die warme Phase halte nur sehr kurz, so Jung. Am ersten Juni-Wochenende soll schon wieder alles vorbei sein.

Die Wärme mache dann wieder einen Bogen um Deutschland. „Es wird wahrscheinlich nur ein Blitzsommerbesuch sein“, erklärt der Experte seine Vorhersage. Denn der restliche Juni soll ähnlich wie der Mai eher kühl ausfallen. „Das sind keine guten Aussichten für alle, die sich etwas Wärme erhoffen“, betont der Meteorologe. Dann wird das Wetter nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch wieder zunehmend wechselhaft.

Wetter in Deutschland: Kühler Frühling mit unerwarteten Folgen für Verbraucher

Tatsächlich ist das kühle Wetter, das wir bisher im April und Mai erlebt haben, ungewöhnlich. „Der Mai ist bisher einer der kältesten Mai-Monate seit mindestens 10 Jahren*“, erklärt Dominik Jung. Die Kältewelle hat auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und eines der beliebtesten Lebensmittel in Deutschland. Das kühle Wetter im Frühjahr macht den Spargel teurer. In der ersten Hälfte der Saison, die noch bis zum 24. Juni geht, blieben die Erträge hinter den Vorjahren zurück, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei deutschen Spargelbauer-Verbänden ergab. Rund 12 bis 14 Euro müssten Kunden im Moment für ein Kilo Spargel
zweiter Klasse bezahlen. (mam/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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