Wetter-Phänomen

Schwefelwolke zieht nach Deutschland - „Giftiges Gas“ am Tag der Bundestagswahl „mitten über uns“

Wie wird das Wetter am Wochenende der Bundestagswahl? Ein Meteorologe hat gute Aussichten. Indes zieht ein Phänomen geradewegs auf Deutschland zu.

La Palma / München - Am Wochenende sollte das Wetter in Deutschland noch einmal genossen werden. Der Altweibersommer soll sich nämlich von seiner schönsten Seite zeigen. Doch nicht nur Sonnenschein erwartet Meteorologe Dominik Jung, wie er bei wetter.net sagte. Eine gewaltige Schwefelwolke befindet sich seiner Prognose zufolge auf dem Weg nach Deutschland. Wie gefährlich ist das Phänomen?

Wetter in Deutschland: „Mix aus Sonne und Wolken“ am Freitag

Einen „Mix aus Sonne und Wolken“, so fasste der Experte das Wetter am Freitag (24. September) zusammen. Ganz Deutschland erwarte ein überwiegend freundliche Temperaturen. „Der Wind im Norden legt sich immer mehr“, sagte Jung. Noch am Vortag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Stürmen im Norden eindringlich gewarnt. Das Tief, das dafür verantwortlich war, sei aber nun bereits abgezogen, so Jung. Es könne zu Höchsttemperaturen bis zu 25 Grad kommen.

Am Tag der Bundestagswahl „mitten über uns“: Schwefelwolke erreicht Deutschland

Indes zieht von La Palma eine Schwefelwolke in Richtung Deutschland. Hintergrund ist der Ausbruch des Vulkans auf der Insel. Dieser stoße „pro Tag 8.000 bis 11.000 Tonnen Schwefeldioxid in die Atmosphäre“, so der Diplommeteorologe Jung. Eine Südwest-Strömung ist ihm zufolge dafür verantwortlich, dass die Wolke über Spanien und das westliche Mittelmeer nach Deutschland zieht.

Schon am Samstagmorgen soll die Schwefelwolke dann fast auf Deutschland treffen. Am Samstagabend „erreicht uns die Schwefelwolke dann im Westen Deutschlands“. „Dann ist die Schwefeldioxid-Belastung über unseren Köpfen besonders hoch“, sagte der Wetter-Experte. Am Abend der Bundestagswahl hängt die Schwefelwolke dann „mitten über uns“, so die Prognose bei wetter.net.

Schwefelwolke: „Giftiges Gas“ über Deutschland - Wie groß ist die Gefahr?

In Panik sollte man deshalb allerdings nicht verfallen. „Ja, Schwefeldioxid ist giftig - ein giftiges Gas“, erklärte Dominik Jung. Es sei allerdings mit einer Entfernung von rund fünf Kilometern „sehr weit oben in der Atmosphäre“. Eine Gefahr für die Gesundheit stelle die Schwefelwolke nicht dar. Auch der Flugverkehr sei nicht gefährdet.

Dennoch räumte Meteorologe Jung ein: „Trotzdem: Dieser Schwefel kann dann bei einigen Schauern aus der Atmosphäre ausgewaschen werden und kommt dann mit dem Regen bei uns an.“ Auch das sei für Menschen nicht gefährlich, „aber sehr wohl für die Bäume“, erklärte er. „Der Baumbestand mag diesen sogenannten ‚sauren Regen‘ überhaupt nicht gern“, brachte er auf den Punkt.

Dem Altweibersommer kann die Schwefelwolke hingegen nichts anhaben. Für Samstag und Sonntag prognostizierte der Experte sommerliche Temperaturen. Und das soll sich auch in der neuen Woche so fortsetzen. „Die Temperaturen bleiben weiterhin hoch. Man hat so ein klein wenig das Gefühl, der Septembersommer will uns gar nicht mehr verlassen“, so Diplommeteorologe Dominik Jung bei wetter.net. Auch in München lassen die Prognosen auf angenehme Temperaturen hoffen. (mbr)

Rubriklistenbild: © Kike Rincón/dpa

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