„Ein Boogie-Boarder alarmierte mich“

Kaum war die Live-Schalte vorbei, musste der Wetter-Mann einen Toten aus dem Meer bergen

So steht Luke Bradnam normalerweise vor der Kamera - doch dieses Mal war alles anders.
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So steht Luke Bradnam normalerweise vor der Kamera - doch dieses Mal war alles anders.

Wetter-Vorhersagen sind selbst bei Extrem-Lagen mittelmäßig spannend. Doch ein Reporter hat daraus sogar einen Krimi gemacht

Narrowneck/Gold Coast - Es sollte eine ganz normale Wetter-Vorhersage werden, die Luke Bradnam am Strand in Australien präsentieren wollte. An der berühmten Gold Coast hatte sich der Reporter für eine Live-Schalte positioniert und sprach für den Sender Nine News Queensland über das Wetter. Kurz nach der Live-Schalte konnte er nicht durchatmen, sondern musste sofort beherzt eingreifen. Ein ungewöhnlicher Arbeitstag für Bradnam.

Wetter-Reporter wird zum Helden, kurz nach Live-Schalte mit Sender

Wie eine Reporterin im Studio erzählt, wurde eine Leiche an der Gold Coast geborgen - unter Mithilfe von Luke Bradnam. Aus dem Studio schaltete sie zu ihrem Kollegen am Strand, der nur im Handtuch bekleidet und mit nassen Haaren von der dramatischen Situation berichtete. „Kurz nachdem ich euch zugeschaltet war, alarmierte mich ein Boogie-Boarder, dass er jemanden in der Brandung erblickte“. Bradnam zögerte nicht lange, riss sich sein Shirt vom Leib, schnappte sich auch ein Boogie-Board und rannte ins Wasser.

Doch als die beiden vermeintlichen Retter sich der Stelle näherten, wurde ihnen klar, dass es sich um eine Leiche handelte. Ein Boogie-Board ist kleiner als ein Surfbrett und wird in Deutschland in Schwimmbädern oder in künstlichen Wellenbereichen häufig benutzt. Vor allem an der australischen Küste ist die Art des Wassersports neben Surfen durchaus sehr beliebt. Auch Bradnam wusste sofort, was zu tun war.

Wetter-Reporter Luke Bradnam war sogar an der Schulter verletzt

Seine Kollegin Inga Nielsen ließ auf Twitter verlauten: „Was alles noch heldenhafter macht, ist, Lukes verletzte Schulter, die normalerweise mit einer Schlinge fixiert ist. Danke, dass du nach den schockierenden Momenten mit mir gesprochen hast“. Eine Zuschauerin merkte noch aufgrund des Toten an: „Nicht alle Helden tragen Cape. Aber nach so einem Event fühlt man sich nicht heldenhaft“.

Ein unwirkliches Wetter-Phänomen aus Indonesien zog sich durch die weltweiten Berichterstattungen. Dort hatten die Einwohner plötzlich „blutfarbene“ Überschwemmungen* bis hoch zu den Waden. (ank) *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks

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