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Winter-Dämpfer zum 1. Advent? Wetter-Experte spricht vom typischen Novemberwetter

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Von: Martina Lippl

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Schneebedeckter geschmückter Weihnachtsbaum in Berlin.
Winterwunderland am 1. Advent 2022 (Symbolfoto): Die Wetteraussichten in Deutschland sind eher grau und trüb. © T.Seeliger/imago

Schnee, Wind und gefrorener Regen – das Wetter zum Wochenstart macht vielen wohl kaum gute Laune. Die Prognosen zum 1. Advent könnten ein weiterer Dämpfer sein.

München – Winterwunderland – fast schon romantisch sieht es in vielen Regionen Deutschlands aktuell aus. Natürlich nur für den, der Schnee mag. Mit dem Vorgeschmack auf den Winter ist es bald vorbei. Langsam stellt sich ein milderes Wetter in Deutschland ein. „Die frühwinterliche Wetterphase endet schon wieder. In dieser Woche werden stellenweise bis zu 10 Grad und mehr erreicht“, prognostiziert Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met mit. Das sind ja Aussichten! Allerdings stellt sich die Wetterlage erst zur Wochenmitte um. Und: In den Alpen sind bis zu 15 Zentimeter Neuschnee angesagt.

Wetter in Deutschland: Gefrierender Regen, Schnee und Glätte - DWD warnt

Noch bestimmt ein Mix aus Regen und Schnee – lokal mit Glatteis das Wetter (wie schon in der Nacht auf Montag). Im Nordosten ist es frostig. Die Luftmassengrenze liegt aktuell noch im nördlichen Mittelgebirgsraum und trennt kalte Luft im Norden von milder Luft im Süden, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag (21. November) mit. Doch diese Luftmassengrenze wird laut den DWD-Wetterexperten in der Nacht zum Dienstag (22. November) durch ein neues Tief über Großbritannien weiter nach Nordosten gedrückt.

Wetter in Deutschland: Glättegefahr! DWD warnt vor gefrierendem Regen in der Nacht auf Dienstag (22. November)

Glatteis, Schneeregen und nassen Schnee kann es in der Nacht auf Dienstag bis zum Morgen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geben. Im Bergland ist Schnee möglich. Im Südosten ist mit kräftigem Regen oder Schneeregen zu rechnen. In den Alpen und im Bayerischen Wald ist Schneefall angesagt. Ab Dienstagfrüh vom Allgäu sinkt die Schneefallgrenze allmählich bis etwa 800 Meter. Über 1.000 Meter können laut dem DWD in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Im Bayerischen Wald sind über 1.000 Metern 10 Zentimeter möglich.

Der Regen aus West und Nordwesten geht am Dienstag auch in Schleswig-Holstein teils in Schnee über. Bei den Temperaturen ist der Unterschied enorm: Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad in der Uckermark und 11 Grad im Breisgau.

Graues Novemberwetter in Deutschland – auch am 1. Advent?

Die Luftmassengrenze wird erst am Mittwoch aus Deutschland verdrängt. Das Wetter stellt sich dann endlich um. Im Norden hält sich die kühle Luft zwar länger, doch sonst wird es immer milder. Die Maximalwerte liegen tagsüber laut DWD zwischen 3 Grad an der Oder und 11 Grad im Südwesten und Westen.

Mit der frostigen Kälte ist es spätestens wohl zum ersten Adventswochenende vorbei. „Es ist typisches Novemberwetter angesagt. Grau, wenig Sonne, etwas Regen und Höchstwerte um 5 bis 10 Grad, im Westen und Südwesten auch mal 11, 12 oder 13 Grad“, fasst Meteorologe Dominik Jung die Lage knapp zusammen. Von einem neuen Wintereinbruch sei erstmal nichts in Sicht. Der in einigen Regionen gefallene Schnee taue ab. Die Alpen könnten zeitweise auf Schnee hoffen. „Sonst tut sich diese Woche bis zum 1. Advent in Sachen Winter kaum etwas.“ Und am Sonntag, dem 1. Advent, liegen die Werte zwischen 7 und 13 Grad. Die neuesten Winterprognosen 2022/23 hätten auch nichts Neues im Gepäck. (ml)

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